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Performance Days: Nachhaltigkeitskonferenz für funktionelle Textilien

Weltweit wird branchenübergreifend intensiv über das Thema Nachhaltigkeit diskutiert. In Kooperation mit der Fachzeitschrift Sportsfashion von SAZ, München, veranstaltet die Messe Performance Days in München am 14. November 2019 die erste Nachhaltigkeitskonferenz für funktionelle Textilien.
Unter dem Titel sustain&innovate werden ganztägig internationale Redner zu nachhaltigen Themen, speziell zugeschnitten auf funktionelle Textilien, referieren. Die Nachhaltigkeitsspezialistin und Geschäftsführerin der Vaude Sport GmbH & Co. KG, Tettnang, Antje von Dewitz ist als Keynote-Speakerin zu hören. Darüber hinaus können Vorträge zu den Themen nachhaltiges Produzieren, HIGG-Index, Designing for Recycling und den Nachhaltigkeitserfolgen der Branche besucht werden.
Die Messe für funktionelle Stoffe Performance Days mit dem Schwerpunktthema „Nachhaltige Textilproduktion“ findet vom 13./14. November 2019 statt.

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dfv Mediengruppe

DITF: Selbstheilende Faserverbundwerkstoffe

Faserverbundwerkstoffe werden überall dort eingesetzt, wo Materialien hohen Kräften ausgesetzt sind und gleichzeitig möglichst leicht sein sollen. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Denkendorf, entwickeln selbstheilende Faserverbundwerkstoffe für stark belastete Bauteile.
Um auf Risse in Bauteilen zu reagieren, hat sich ein Forschungsprojekt mit selbstheilenden, glasfaserverstärkten Faserverbundwerkstoffen beschäftigt. Einzelne Lagen der verwendeten Glasfasergewebe eines Bauteils werden gegen Glashohlfasergewebe ausgetauscht. Die Hohlkanäle der Fasern werden zuvor in einem aufwändigen Verfahren mit flüssigen Chemikalien gefüllt. In Kettrichtung nehmen die Kapillaren in den Fasern eine Mischung aus Polyethylenglykol (PEG) und einem speziellen Zinnkatalysator auf. Die Fasern in Schussrichtung des Gewebes werden mit Diisocyanat befüllt. Mehrere derartig befüllte Glashohlfasergewebe können in unterschiedlichen Anordnungen und Schichten im Bauteil platziert werden. Durch die räumliche Trennung der chemischen Komponenten (Kette und Schuss) bleiben beide Monomere für sich genommen über lange Zeiträume chemisch stabil und flüssig. Vermischen sich die Komponenten jedoch, reagieren sie in kürzester Zeit zu einem festen Polyurethan. Für den neuartigen Faserverbundwerkstoff, der solche gefüllten Hohlfasern enthält, bedeutet das: Tritt von außen eine Schädigung ein, dann brechen auch die Hohlfasern. PEG und Diisocyanat treten aus, durchsetzen das Rißsystem schnell bis in die feinsten Verästelungen und reagieren dann zu einem festen, niedermolekularen Polyurethan. Die Selbstheilung läuft autark ab, denn die Monomere reagieren bereits bei Raumtemperatur miteinander.

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ADD ITC: Textilkonferenz 2019 in Dresden mit Partnerland Großbritannien

Eine der wichtigsten Textiltagungen in Europa, die Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference (ADD ITC) bietet eine Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie. Am 28./29. November 2019 findet die ADD ITD 2019 in Dresden statt.
Erstmalig finden 4 Parallelsessions statt mit einem besonderen Focus auf industrielle Relevanz:
•    Aktuelle Entwicklungen und Produkte & Marktstrategien & Trends
•    Best-Practices: „Transfer - Von der Idee bis zur Praxis“
•    Technische Textilien: Schutz-, Funktionstextilien und textile Membranen
•    Neue Märkte: Faserverbundwerkstoffe & Composites
•    Neue Materialien: Polymere Werkstoffe sowie Funktionalisierungen
In diesem Jahr ist das Partnerland Großbritannien. Die Konferenz bietet eine Plattform für Netzwerke und Forschungskooperationen außerhalb Deutschlands.
Weitere Informationen unter: www.aachen-dresden-denkendorf.de/itc/

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: ADD ITC Konferenz Textilforschung

Jowat: Klebstoff für das Plissieren von Filtern

Ein neuer Plissierklebstoff für die Herstellung von Be- und Entlüftungsfiltern in Gebäuden wird vom Klebstoffhersteller Jowat SE, Detmold, auf der Filtech vom 22.-24. Oktober 2019 in Köln vorgestellt.
Der EVA-Hotmelt der Reihe Jowatherm hat aufgrund seines speziellen Rohstoffmixes ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Zudem wird eine sehr gute Adhäsion zu allen relevanten Substraten, eine prozessoptimierte offene Zeit sowie eine sehr gute Handlingfestigkeit gewährleistet. Er kann bereits bei relativ niedrigen Temperaturen verarbeitet werden und sorgt damit für deutliche Vorteile in der Prozessgeschwindigkeit und Energiebilanz.

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dfv Mediengruppe
Weitere Informationen: Jowat Klebstoff Filter

Freudenberg: Innovative Technologie erhöht Reibwerte von Beschichtungen

Das Technologieunternehmen Freudenberg SE, Weinheim, hat die Aktivitäten des Start-ups Frictins GmbH, Wolnzach, übernommen – u.a. die von Frictins entwickelte innovative Technologie zur Reibwerterhöhung. Diese ermöglicht eine gewichtsreduzierte, kompaktere Teilekonstruktion und eine Übertragung von bis zu 5-mal höheren Drehmomenten und Querkräften. Hierdurch wird die Technologie insbesondere der E-Mobilität und deren zunehmenden Anforderungen hinsichtlich steigender Drehmomente gerecht.
Die Technologie basiert auf der Kombination eines innovativen Hartpartikelbeschichtungsverfahrens mit einem speziellen Vliesstoff von Freudenberg. Bei dieser zum Patent angemeldeten Lösung werden in einem mehrstufigen Prozess Hartpartikel in unterschiedlichsten Korngrößen auf einem Vliesstoff fixiert.
Verglichen mit anderen aktuell verfügbaren Technologien bietet die Frictins-Technologie aufgrund der zu vernachlässigenden Materialdicke eine große Flexibilität bei der Konstruktion mit gleichzeitig deutlich erhöhtem Reibwert. Da ausschließlich inerte Materialien im Prozess eingesetzt werden, gibt es zudem keine Anfälligkeit für Korrosionsschäden in Schraub- und Pressverbänden.
Die Technologie kommt z.B. bei Automobilherstellern und Zulieferern für Anwendungen im Motor, Chassis und Antrieb zum Einsatz. Derzeit werden die Produkte in Wolnzach, nördlich von München, auf einer Pilotlinie hergestellt. Freudenberg übernimmt diese Anlage und wird innerhalb der nächsten Monate eine industrielle Produktion aufbauen.

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Stoll: Neue Entwicklungen und Innovationen im knit and wear Bereich

Der Flachstrickmaschinenhersteller H. Stoll GmbH & Co. KG, Reutlingen, präsentiert 2 neue knit and wear Maschinen.
Neben der Erweiterung der Intarsienfähigkeit gibt es jetzt auch die CMS 830 ki knit and wear in der Feinheit E9.2. Diese Maschine ist eine günstige Einsteigermaschine für einen flexiblen Einsatz, sowohl für die herkömmliche Produktion als auch im knit and wear Bereich.
Die ADF 830-24 ki W knit and wear bietet eine noch größere Flexibilität in der Farb- und Musterstellung und verspricht noch mehr Produktivität. Das gesamte Spektrum an Technologie und Funktionalität bietet die ADF 830-24 ki W knit and wear nun erstmals auch im knit and wear Bereich an. Zu den Features dieser Maschine gehören: Reverse Plating, Ikat Plating, Selective Plating und Intarsia Plating. Neben der Schusstechnik, die den Textilien eine Weboptik verleiht, bietet die ADF 830-24 ki W knit and wear nun auch die Intarsiatechnik im knit and wear Bereich an.
Die Vorteile der ADF-Maschine sind die vom Schlitten unabhängigen Fadenführer, die horizontal und vertikal bewegt werden können. Dank der großen Arbeitsbreite ist es möglich Kleidungsstücke an einem Stück zu stricken.

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Weitere Informationen: Stoll AG Stoll knit and wear

Reifenhäuser: Erste RF5 Anlage angesponnen

Die erste Anlage der neuen Maschinengeneration RF5 zur Herstellung von Spinnvlies-, Meltblown- und Compositevliesstoffen des Maschinen- und Anlagenbauers Reifenhäuser Reicofil GmbH & Co. KG, Troisdorf, ist beim Vliesstoffhersteller PFNonwovens a.s. (vorher Pegas Nonwovens a.s.), Znojmo/Tschechien, erfolgreich in Betrieb gegangen.
Für die RF5-Technologie wurden sowohl die Spinnvliestechnologie als auch die Meltblowntechnologie komplett überarbeitet. Zudem ist RF5 mit den digitalen Lösungen der Reifenhäuser Digital Business Platform verfügbar und ebnet damit den Weg hin zu intelligenten Maschinen und einer intelligenten Produktion.
Die Anlage liefert den Bedienern zukünftig z.B. eine Analyse der Produktivität, sagt voraus wann genau ein Verschleißteil ausfallen wird, warnt den Bediener vor Tropfenbildung bevor sie passiert und gibt Hinweise zur Lösung des Problems. Darüber hinaus ist die RF5-Anlage mit dem Anti-Contamination-Paket ausgestattet. Indem sie komplett eingehaust wurde, wird eine besonders hohe Reinheit des Endprodukts erzielt. Zudem verringert sich durch diese Maßnahme die Lautstärke der Anlage, was die Arbeitsbedingungen der Bediener verbessert.
In puncto Nachhaltigkeit hat Reicofil den Energieeinsatz auch hier auf Effizienz getrimmt. So ist das Blue Paket Teil der Ausstattung, das den Energieverbrauch für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion senkt. Unter anderem sind die Extruder und der Kalander speziell isoliert oder die Gebläse mit besonders energieeffizienten Motoren ausgestattet.

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Weitere Informationen: Reifenhäuser Spinnvliesanlagen

HS Reutlingen: Förderung für „Fashion & Music & Sustainability“

Mit dem Förderprogramm „Our Common Future – Schüler, Lehrer, Wissenschaftler forschen für die Welt von morgen“ bringt die Robert Bosch Stiftung e.V., Berlin, in verschiedenen Projekten Schüler und ihre Lehrkräfte mit Wissenschaftlern zusammen, die gemeinsam im Themenfeld Nachhaltigkeit forschen. Mit knapp 35.000 € wird die Stiftung das Projekt „Fashion & Music & Sustainability“ der Fakultät Textil & Design der Hochschule Reutlingen in Kooperation mit der Theodor-Heuss-Schule, Reutlingen, für die kommenden 3 Jahre fördern.
Die Förderung durch die Robert Bosch Stiftung ermöglicht nun eine weitere Intensivierung der Forschung. Im Fokus stehen die Erforschung der Generation Z und deren Konsumprozess von Mode und Musik mit explizitem Fokus auf Nachhaltigkeit.
Innerhalb der 3 Jahre werden rund 60 Schüler sowie 60 Studierende am Projekt teilnehmen und sich mit den in ihrer Lebenswelt relevanten Fragestellungen aus dem Bereich der Mode und Musik mit dem Fokus Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

 

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Lenzing: Bekanntgabe von Klimazielen

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, gab seine Klimaziele bekannt: Bis 2030 werden spezifische CO2-Emissionen pro Tonne produziertem Zellstoff und Fasern um 50 % gesenkt. Bis 2050 wird die Lenzing Gruppe netto kein CO2 mehr emittieren.
Der Vorstand von Lenzing beschloss außerdem, 40 Mill. € in die Ausweitung der Produktion des Rohstoffs Schwefelsäure am Standort Lenzing zu investieren. Mit einer neuen Luftreinigungs- und Schwefelwiederaufbereitungsanlage wird in Zukunft nicht nur die Eigenversorgung für den Rohstoff optimiert und die Prozesssicherheit erhöht, sondern auch die Umweltverträglichkeit der Gesamtproduktion am Standort verbessert.

 

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Stoll: Gründung einer Bildungsplattform in China

Der Flachstrickmaschinenhersteller H. Stoll GmbH & Co. KG, Reutlingen, eröffnete in Shanghai/China ein neues Stoll Knitting Training Center.
Das Trainings Center ist eine Bildungsplattform, die Stoll gemeinsam mit dem Shanghai International Fashion Education Center (SIFEC), Shanghai, und der SANDA University, Shanghai, aufgebaut hat. Das Schulungszentrum unterstützt die Ausbildung von Strickdesignern im Bereich Kunst und Technologie. Gerade der pädagogische Aspekt zwischen Produktion, Lehre und Forschung stehen im Vordergrund. Das Knitting Training Center ist nicht nur eine Kooperations-, sondern auch eine Service-Plattform, um Strickdesignern in Shanghai und der Yangtze River Delta Region eine Weiterbildung zu ermöglichen.

 

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Weitere Informationen: Stoll