Textile Technology Sektion

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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

100 Jahre Jowat

Im Jahr 1919 wurde der Grundstein für den Klebstoffhersteller Jowat SE, Detmold, in Breslau/Polen, gelegt. Hier setzte Johannes Watzlawczik, Gründer und Namensgeber der heutigen Jowat SE, den passenden Impuls für ein in der Folge stetiges Unternehmenswachstum. Das schon damals bestehende breite Anwendungsspektrum der Jowat Produkte kam den vielfältigen Branchenanforderungen sehr entgegen und führte zu einem raschen Unternehmenserfolg.
Heute produziert Jowat mit über 1.200 Mitarbeitern weltweit jährlich mehr als 90.000 t Klebstoffe. Die Hochleistungsklebstoffe finden Anwendung in der Möbelindustrie, Automobilindustrie, Papierindustrie sowie in der Textilindustrie und im Baugewerbe.

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Weitere Informationen: Jowat Klebstoffhersteller Jubiläum

Natific: Einsparungen von CO2 auch in der Farbabstimmung

Das Klima ist in aller Munde – auch in der Textilindustrie. Mit steigender Digitalisierung und neuen Technologien wird auch die Produktentwicklung zunehmend nachhaltiger gestaltet.
Allerdings werden die Farbabstimmungsprozesse häufig noch analog bearbeitet. Dabei bieten auch hier digitale Lösungen großes Optimierungspotential mit nachweislich besseren Ergebnissen und bis zu 6 Wochen verkürzter Produktionszeit. Ebenso kann aufgrund wegfallenden Musterversands und Farbnachjustierungen die CO2-Bilanz deutlich reduziert werden.
Der Anbieter von Farbproduktions- und Managementprozesstechnologie und Farbakkreditierungen, natific AG, Aesch/Schweiz, präsentiert Digital Color Solutions auf den Performance Days in München am 13./14. November 2019.
Die ColorWarehouse-Softwarelösung sorgt in der Produktionskette eines Textilunternehmens für hohe Farbpräzision der vorgegebenen Kolorits und ermöglicht die Herstellung reproduzierbarer Farbergebnisse. Die B2B-Plattform überträgt alle farbbezogenen Daten aus dem Lieferantennetzwerk in ein cloudbasiertes System, in dem alle Informationen verwaltet werden und Farbabstimmungen und -freigaben in Echtzeit erteilt werden können.

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34. Hofer Vliesstofftage: Innovationen der Vliesstoffbranche

Am 6./7. November 2019 fanden erneut die Hofer Vliesstofftage in Hof statt und boten einen regen Austausch zwischen Wirtschaft und Forschung. Über 430 Teilnehmer aus 12 Ländern nutzen die Möglichkeit, sich in den 21 Vorträgen über die neusten Entwicklungen in der Vliesstoffbranche zu informieren. Der Fokus der Veranstaltung lag auf der Verknüpfung von Wissenschaft und Forschung mit der unternehmerischen Praxis.
Aus den Märkten kommen in immer kürzeren Abständen neue Anforderungen für Vliesprodukte. Ebenso geben die Märkte laufend Anstöße, um Vliesstoffe für neue Einsatzzwecke zu entwickeln. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Vliesstoffen ermöglichen immer wieder neue Anwendungen, z.B. im Baubereich oder für die Geräuschdämmung in Büros. Hinzu kommt die Substitution von vorhandenen Produkten aus unterschiedlichen anderen Materialien durch Vliesstoffe.
In der begleitenden Fachausstellung in den Foyers präsentierten auch in diesem Jahr 76 Unternehmen und Institute ihre innovativen Produkte.
Auch unsere Erstausgabe von nonwovensTRENDS wurde auf den Hofer Vliesstofftagen am 6. November 2019 erstmalig vorgestellt. Das Magazin wird 5-mal im Jahr in deutscher/englischer Sprache verlegt und u.a. mit unserem Fachmagazin TECHNISCHE TEXTILIEN/TECHNICAL TEXTILES erscheinen.
Das neue Online Portal www.nonwovensTRENDS.com startet dann Anfang des Jahres 2020.
Foto (v.l.n.r.): Xaver Aschenbrenner, Dr. Uwe Mazura, Dr. Christian Heinrich Sandler, Mechthild Maas, Klaus Lindner

 

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Weitere Informationen: Hofer Vliesstofftage Tagung Vliesstoffe

Lenzing: Solide Umsatzzahlen in schwierigem Marktumfeld

Trotz einer deutlich angespannteren Marktsituation setzt der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, auch im 3. Quartal 2019 seine solide Geschäftsentwicklung fort. Der Umsatz- und Ergebnisrückgang in den ersten 3 Quartalen 2019 konnte bedingt durch die historisch niedrigen Preise für Standardviscose deutlich gemindert werden.
Die Umsatzerlöse der Lenzing Gruppe entwickelten sich trotz der stark rückläufigen Preise für Standardviscose auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum und lagen bei 1,62 Mrd. € (-1,1 %). Durch die weitere Optimierung des Produktmixes und höhere Preise für Spezialfasern konnte der Rückgang aber weitgehend kompensiert werden; der Anteil der Spezialfasern an den Umsatzerlösen lag mit 49,8 % deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres von 44,1 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank in Q3/2019 um 19,3 % auf 153,5 Mill €.
Das sehr angespannte und volatile Marktumfeld im Allgemeinen, gepaart mit unregelmäßigen Entwicklungen in den Handelsstreitigkeiten zwischen den wichtigsten Wirtschaftsblöcken und der hohen Unsicherheit in der textilen Wertschöpfungskette, trübt die Ergebnis-Visibilität deutlich. Die Lenzing Gruppe geht auf Basis des o.g. wirtschaftlichen Umfelds davon aus, dass das Ergebnis für 2019 leicht unter dem Niveau von 2018 liegen wird.

 

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Weitere Informationen: Lenzing

STFI: Recycling von CFK

Die Wiederaufbereitung von textilen Abfällen gehörte zu den Themen des 10. Branchentages der Textil- und Bekleidungsindustrie im Erzgebirge und im Vogtland. Das vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), Chemnitz, organisierte Treffen, das Unternehmer, Politiker sowie Vertreter aus Kommunen vereinte, fand am 4. November 2019 in der C. H. Müller GmbH, Heinsdorfergrund/V., statt.
Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, ein Mitglied des vti, gilt international als Vorreiter bei der Wiederaufbereitung von Abfällen, die bei der Herstellung carbonfaserverstärkter Kunststoffe (CFK) entstehen. Solche Kunststoffe finden in der Luft- und Raumfahrt aber auch in Straßen- und Schienenfahrzeugen sowie in Sportgeräten (z.B. Ski, Snowboards, Fahrradrahmen, Tennisschläger, Angelruten) Anwendung.  Voraussetzung für das CFK-Recycling ist die sich unter hohen Temperaturen vollziehende Trennung der Carbonfasern von der Matrix (Pyrolyse), die Industriepartner des STFI vornehmen. Im Anschluss werden die Abfälle in einem Reißprozess weiter zu Einzelfasern aufgeschlossen. Diese werden im Kardierverfahren zu Vliesstoff verarbeitet. Ein solcher Vliesstoff lässt sich dann mit einer Intervallheißpresse zu Ausgangsmaterialien für industrielle Anwendungen verfestigen. Bei der Wiedergewinnung von Carbonfasern aus Abfällen kann bis zu 80 % der für die Primärfaserherstellung notwendigen Energie gespart werden. 2013 erhielt das STFI dafür den Rohstoffeffizienz-Preis des Bundeswirtschaftsministeriums.

 

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Lenzing: Auszeichnungen bei Corona-Verleihung

Der Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, gewann am Montag, 4. November 2019, den Wirtschaftspreis Digital-Corona in Gold. Der Preis wurde erstmals in dieser Kategorie vergeben. Prämiert werden Unternehmen, die die Digitalisierung der betrieblichen Prozesse, der Produkte und Dienstleistungen sowie des Geschäftsmodells in den vergangenen Jahren dynamisch vorangetrieben haben. Lenzing durfte sich gleich bei der Premiere über den 1. Preis für die Einführung der Blockchain-Technologie zur Faser-Identifikation über die gesamte textile Wertschöpfungskette freuen.
Lenzing verfolgt mit der Einführung der Blockchain-Technologie das ambitionierte Ziel, volle Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette zu schaffen und damit einen Wandel in einer Branche voranzutreiben, in der weniger als 5 % der führenden 250 Bekleidungsmarken ihre Produkte bis zur Faser zurückverfolgen können.  Seinen Kunden und Partnern ermöglicht das Unternehmen damit, ihre Fasern der Marke Tencel und deren Holzquelle in jedem Produktions- und Vertriebsschritt zu identifizieren. Konsumenten können die Herkunft ihrer Textilprodukte mithilfe eines QR-Codes feststellen.
Für die Leistungen als oberösterreichischer Leitbetrieb und bedeutender Wirtschaftsmotor in der Region erhielt Lenzing außerdem den Standort-Corona in Bronze. Mit seiner kontinuierlich hohen Investitionstätigkeit am Standort Lenzing trägt das Unternehmen laufend zur Stärkung des Wirtschaftsraums bei. 2019 stellte das Unternehmen etwa den Ausbau des Zellstoffwerks am Standort fertig und steigert damit die Produktionskapazitäten auf 320.000 t/Jahr.

 

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vti: Branchentreffen in der Textilregion Erzgebirge-Vogtland

Am 4. November 2019 fand der 10. Branchentag Erzgebirge-Vogtland bei der C. H. Müller GmbH, Heinsdorfergrund/V., einem Mitgliedsunternehmen des Verbands der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti), Chemnitz, statt. Bei dem Treffen, zu dem sich etwa 60 Textilunternehmer und -forscher, Mitglieder des Bundes- und des Landtags sowie Vertreter aus Kommunen versammelten, ging es u.a. um die Entsorgung und das Reycling textiler Abfälle, um die Sicherung des Fachkräftenachwuchses sowie um Möglichkeiten der Kooperation sächsischer Textilfirmen mit potenziellen Partnern in Afrika.  
Von den gegenwärtig 16.000 Beschäftigten der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche sind mehr als 5.000 in den etwa 90 kleinen und mittelständischen Unternehmen der traditionsreichen Textilregion Erzgebirge-Vogtland tätig.
Angesichts gegenwärtig negativer Entwicklungen in der globalen Wirtschaft bekräftigte vti-Vorstandsvorsitzender Thomas Lindner bereits im Vorfeld des Branchentags seine wiederholt geäußerte Kritik am Russland-Embargo der EU. „Derartige Maßnahmen schaden der heimischen Wirtschaft und taugen nicht dazu, politische Probleme zu lösen“, erklärte der Inhaber der Strumpfwerk Lindner GmbH, Hohenstein-Ernstthal, und Vizepräsident des Gesamtverbands textil+mode e. V. (t+m), Berlin. Vor dem Embargo – also bis ins Jahr 2013 – verkaufte die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie jährlich Waren im Wert von nahezu 1 Mrd. € nach Russland. 2018 beliefen sich die Russland-Exporte der deutschen Textilindustrie auf etwa 684 Mill. €.

 

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Weitere Informationen: vti

ITA: Deutsch-chinesischer Kooperationsvertrag

Die Unternehmen Septwolves, Fujian/China, die Carpus+Partner AG, Aachen, und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA), Aachen, werden in Zukunft im Bereich Textilien, Ausbildung, Technologie und Künstliche Intelligenz zusammenarbeiten. Der Kooperationsvertrag wurde am 10. September 2019 in Shanghai/China, unterschrieben.
Septwolves ist der führende Herrenbekleidungsproduzent auf dem chinesischen Markt und gilt als einer der Innovationsführer des Landes. Die Veranstaltung fand während der Präsentation der Sommerkollektion von Septwolves im Beisein von über 300 geladenen Gästen statt. Carpus+Partner übernimmt in dieser Partnerschaft die Rolle des Projektmanagers, ITA fungiert als Bindeglied zwischen den beiden Ländern China und Deutschland sowie zwischen Forschung und Industrie.
Die Zusammenarbeit zwischen den 3 Partnern entstand aus dem Wunsch heraus, die textiltechnische Kompetenz des ITA und seine industrieorientierten Entwicklungen insbesondere im Bereich Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Lernfabriken wie dem Digital Capability Center in Aachen in die Praxis zu überführen und Innovationen auf dem chinesischen Markt zu etablieren.
Innerhalb dieser Kooperation ist geplant, Reallabore in China zu nutzen und so die Erprobung neuer Entwicklungen in einem realen Umfeld zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit soll vor allem deutschen Technologielieferanten und chinesischen Anwendern und Verbrauchern nützen. Weitere Projektpartner sollen im Rahmen der Kooperation integriert werden.

 

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Weitere Informationen: RWTH Aachen, ITA, Textiltechnik

Oerlikon: Geringere Umsätze in Q3/2019

Der Technologiekonzern Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, verzeichnet im 3. Quartal 2019 aufgrund schwieriger Marktentwicklungen gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang um 7,9 % auf 633 Mill. Sfr. Der Auftragseingang im Segment Manmade Fibers nahm gegenüber dem Vorjahr dank einer insbesondere in China gestiegenen Nachfrage nach Filamentanlagen und -systemen um 6,2 % zu. Dies glich den Rückgang bei Teppichgarn- und Stapelfaseranlagen aus. Der hohe Auftragseingang (>200 Mill. sfr) hielt bereits das 8. Quartal in Folge an. Der Segmentumsatz war gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % geringer. Dies ist auf Rückgänge in allen Regionen außer Europa zurückzuführen, was angesichts des Rekordumsatzes des 3. Quartals 2018 jedoch zu relativieren ist. Das EBIT des Segments Manmade Fibers lag im 3. Quartal 2019 bei 22 Mill. sfr (Q3/2018: 30 Mill. sfr), was 8,4 % des Umsatzes entspricht (Q3/2018: 9,5 %).
Aufgrund einer gesunden Auftragspipeline bleibt der Ausblick des Konzerns für 2019 unverändert.

 

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Follmann: Neuer Vertriebsleiter für den Bereich Industrial Bonding

Seit Oktober 2019 ist Martin Haupt neuer Head of Sales General Assembly der Business Unit Industrial Bonding beim Chemieunternehmen Follmann GmbH & Co. KG, Minden. In dieser Position zeichnet er für den Vertrieb leistungsstarker Klebstoffe für vielfältige Klebeanwendungen verantwortlich.
Haupt sammelte nach seinem Studium an der Universität Hamburg zum Diplom-Holzwirt Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen und Funktionen, darunter 12 Jahre lang im Bereich Technical Sales in der chemischen und Klebstoffindustrie. Zuletzt war er bei der Evonik Resource Efficiency GmbH, Hanau, als Area Manager tätig, bevor er seit dem 1. April 2019 als Market Development Manager in der Business Unit Industrial Bonding zu Follmann kam.

 

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Weitere Informationen: Follmann