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Tagesaktuell Branchennews und Personalia mit TextileTechnology

SABIC: Neues PP für leichte, atmungsaktive Vliesstoffe

Der Chemikalienhersteller SAudi Basic Industries Corporation (SABIC), Riyadh/Saudi Arabien, hat ein innovatives neues Polypropylen (PP) präsentiert, das gezielt für Meltblown-Fasern zur Fertigung von Vliesstoffen entwickelt wurde. SABIC PP 514M12 eignet sich für eine Vielzahl möglicher Endanwendungen in Hygieneprodukten und weiteren Marktsegmenten. Es basiert auf einer phthalatfreien und geruchlosen Technologie, die sehr gute Verarbeitungseigenschaften zur Produktion von Meltblown-Fasern mit hoher Ziehfähigkeit, Spinnbarkeit und Gleichförmigkeit bietet. Die daraus gefertigten Vliesstoffe vereinen hohe Barriere- und Absorptionseigenschaften mit Atmungsaktivität in dünnen und leichten Hochleistungsvliesstoffen, die sich durch reduzierten Materialverbrauch auszeichnen.

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Oerlikon: Anhaltend starkes Wachstum im 3. Quartal

Im 3. Quartal 2018 nahm der Auftragseingang des Technologiekonzerns Oerlikon Management AG, Pfäffikon/Schweiz, gegenüber dem Vorjahr um 22,2 % auf 655 Mill. sfr zu, während sich der Umsatz um 28,9 % auf 687 Mill. sfr erhöhte. Das Segment Manmade Fibers verzeichnete ein weiteres wachstumsstarkes Quartal und verzeichnete einen nochmals deutlich höheren Auftragseingang um 38,3 % auf 260 Mill. sfr und ein Umsatzplus von 58,6 % auf 314 Mill. sfr. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 30 Mill. sfr (Q3/2017: 17 Mill. sfr).
Nach dem starken Umsatzwachstum bei Filamentanlagen erzielte das Segment im 3. Quartal 2018 einen Rekordumsatz bei Texturierungsanlagen. Außerdem nahm der Umsatz bei Teppichgarnen (BCF) vor allem in den USA stark zu. Das Joint Venture Oerlikon Barmag Huitong Engineering Co. Ltd., Yangzhou, Jiangsu/China, sorgte ebenfalls für Neugeschäft im Markt für Polymerverarbeitung. Im Vliesstoffgeschäft realisierte das Segment im 3. Quartal Verkäufe für den Filtrationsmarkt. Zudem soll die neu eingegangene Partnerschaft mit Shaoyang Textile Machinery, Shaoyang, Hunan/China das Angebot im wettbewerbsintensiven Hygienemarkt vorantreiben.

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Südwesttextil: Wachstum bei technischen Textilien über 60 %

Der Geschäftsklimaindex des Verbands der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V., Stuttgart, erhoben zum 1. Halbjahr 2018, zeigt sich mit 13 Punkten gut im Plus und ist seit 3 Jahren stabil. Dieses Ergebnis stellte Verbandspräsident Bodo T. Bölzle am 23. Oktober 2018 in Bönnigheim vor. Zu den rund 200 befragten Mitgliedsunternehmen gehört die gesamte textile Kette.
Die Erwartungen der Unternehmen sinken allerdings seit 4 Quartalen bedingt durch die weltwirtschaftliche Situation stetig. die Erwartungen liegen jedoch nach wie vor im positiven Bereich: 88 % der befragten Betriebe beurteilen ihren Auftragsbestand als gut oder befriedigend. Die Kapazitätsauslastung bezeichnen 59 % als gut, ein Drittel hält sie für befriedigend und nur 10 % bezeichnen die Auslastung als schlecht. Mit Blick ins 2. Halbjahr rechnen 28 % mit zunehmenden Aufträgen, und 58 % gehen von mit einem eher gleichbleibenden Geschäft aus. Sorgen bereitet der Branche der Preisanstieg bei Rohstoffen, herbeigeführt durch die Monopolisierung in Asien und die damit verbundene Verknappung.
Starke Wachstumstreiber sind die technischen Textilien. In den letzten 8 Jahren stieg der Umsatz in diesem Bereich um 63,5 %.
Welche Innovationskraft in der Textil- und Bekleidungsindustrie Baden-Württembergs steckt, zeigt eine neue Veröffentlichung des Verbands Südwesttextil unter dem Titel „Textil kann viel“ mit 50 Produktbeispielen aus Baden-Württemberg.

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Dibella: Projekt zur Markierung von Bio-Baumwolle

Der Anbieter von Objekttextilien für den textilen Mietservice Dibella GmbH, Bocholt, und der Anbieter von Plagiatschutzlösungen Tailorlux GmbH, Münster, haben in Berlin die Patenschaft von Renate Künast für das Markierungsprojekt von Bio-Baumwolle der Chetna Organics Kooperative, Hyderabad/Indien, gewonnen. Renate Künast sieht in der physikalischen Markierung eine Lösung für das Problem des Bio-Betrugs.
Die Markierung basiert auf der Detektion von Emissionen geringster Lumineszenzen, die für das Auge nicht sichtbar in eine Trägerfaser wie z.B. Viskose oder Cellulose eingemischt wird. Diese Faser gleicht dem chemischen Aufbau einer Baumwollfaser und wird in einem Bereich von unter 1 Promille in die Produktion eingebracht. Die Kombination der Markierung kann kundenindividuell, ähnlich einem Fingerabdruck, angepasst und die Sensorik entsprechend kalibriert werden.
Die Sensorik zum Auslesen der Daten wird ebenfalls von Tailorlux gestellt, sodass die Gesamtlösung zur Markierung und Dokumentation aus einer Hand kommt. Die Sensoren werden von Tailorlux speziell auf das im konkreten Anwendungsfall erstellte, einzigartige Pigment kalibriert.

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IFWS: Neuer Präsident für US-Sektion

Die Internationale Föderation der Wirkerei- und Strickerei-Fachleute e.V. (IFWS), Wegberg, ernannte Hitesh Kumar Sharma zum neuen Präsidenten für die US-Sektion der IFKT (International Federation of Knitting Technologists). Er ist ein Stricktechnologe und seit 1999 bei der Organisation. Im November 2016 wurde Sharma zum ersten Mal zum Präsident für die US-Sektion gewählt. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung in der Strickereiindustrie und war in verschiedenen leitenden Management- Positionen in globalen multinationalen Unternehmen in den USA, Kanada, Italien und Indien tätig.

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Weitere Informationen: IFWS Präsident Hitesh Kumar Sharma

TITK: Demonstrationsanlage für holzbasierte Textilfasern in Finnland

Der Papier- und Holzstoffhersteller Metsä Group, Helsinki/Finnland, gründete mit Itochu Corporation, Tokio/Japan, ein Joint Venture, das in Finnland eine Demonstrationsanlage für holzbasierte Textilfasern errichten wird. Das Projekt umfasst eine Investition in Höhe von 40 Mill. €. Ein wichtiger Kooperationspartner ist das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK), Rudolstadt, Mitglied des internationalen Projektkonsortiums, das seine Transferkompetenz zum Lyocell-Verfahren einbringt.
Bei dem Verfahren, das in dieser Pilotanlage zum Einsatz kommt, wird Zellulose in einem organischen Lösungsmittel aufgelöst und zu textilen Fasern versponnen. Diese sind genauso fein wie Baumwolle und sollen in den Bereichen Bekleidung und technische Textilien Anwendung finden.
Als Rohstoff wird in diesem Vorhaben weltweit erstmalig nicht getrockneter Papierzellstoff verwendet. Die Umwandlung in Textilfasern durch sog. Direktauflösung erledigt ein neues, im Vorfeld der Investition entwickeltes Lösungsmittel. Es ermöglicht eine Verfahrensvariante, die zugleich die Umweltbelastung senkt.
Laut Metsä Group soll die neue Anlage Ende 2019 ihren Betrieb mit einer Jahreskapazität von etwa 500 t aufnehmen. Binnen 2-3 Jahren gilt es, die technische Machbarkeit der neuen Textilfaser-Produktionstechnologie nachzuweisen. Dann soll eine deutlich größere Anlage folgen.

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STFI: CIR-Akkreditierung

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, erhielt am 11. Oktober 2018 die Akkreditierung für die französische Maßnahme „Steuerguthaben Forschung“ (Crédit d'Impôt Recherche, CIR) durch das französische Ministerium für Bildung und Forschung. Mit der Akkreditierung für die Jahre 2018-2020 wird das STFI als innovativer Forschungsdienstleister für Unternehmen in Frankreich anerkannt. Die CIR-Maßnahme ermöglicht es teilnahmeberechtigten französischen Kunden, die die Forschungsdienstleistungen des STFI in Anspruch nehmen und in Frankreich körperschaftssteuerpflichtig sind, fortan Steuervergünstigungen von bis zu 30 % auf ihre Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen geltend zu machen.

 

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Weitere Informationen: STFI Akkreditierung Forschung

Kelheim Fibres: Brand in der Viskosefaserproduktion

Am 14. Oktober 2018 brach ein Brand in der Faserproduktion des Cellulosefaserherstellers Kelheim Fibres GmbH, Kelheim, aus. Das Feuer beschädigte einige Teile der Faser-Spinnstraßen.
Nach einer ersten Bewertung des entstandenen Schadens wurde ein vorläufiger Plan für die Wiederinbetriebnahme der Produktionsstraßen entwickelt: Die beiden ersten Linien sollen Ende Oktober 2018 wieder anfahren, weitere 2 Linien Ende November 2018. 4 Linien sollen 4 Monate später folgen und die beiden verbleibenden schließlich 8 Monate später.
Kelheim Fibres hat die Kunden über die voraussichtlichen Auswirkungen des Brands auf die Liefersituation informiert.

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HS Hof: Emeritierung von Prof. Schrott

Zum 30. September 2018 wurde Prof. Dr. Wolfgang Schrott, Professor mit dem Schwerpunkt Textilchemie, Textilveredlung, technische Textilien und Verbundwerkstoffe, Nachhaltigkeit und Recycling an der Hochschule Hof, Abteilung Textil am Campus Münchberg, emeritiert. Nachdem er 25 Jahre in der Industrie bei der BASF SE, Ludwigshafen und DyStar Textilfarben GmbH, Frankfurt/M. in der Entwicklung tätig war, übernahm er 2010 an der HS Hof eine Professur.
Als er an die Hochschule kam, sollte die Textilausbildung aufgrund zu geringer Studierendenzahlen geschlossen werden. Prof. Schrott setzte sich maßgeblich für eine inhaltliche Ausrichtung der Textilausbildung auf technische Textilien und die Internationalisierung des Bachelor-Studiengangs als „Innovative Textiles“ ein. Hierzu hatte er in den letzten Jahren zahlreiche Vereinbarungen mit ausländischen Partnerhochschulen angebahnt und mit einer internationalen Textil Summer School das Ausbildungsangebot der Hochschule international bekannt gemacht.
Auch die Etablierung eines internationalen Masterstudiengangs „Sustainable Textiles“ war maßgeblich auf seine Industriekontakte zurückzuführen und wurde durch eine Stiftungsprofessur des Industrieverbands TEGEWA möglich. Zusätzlich kam noch als Forschungssäule das Fraunhofer Anwenderzentrum für Textile Faserkeramiken TFK, Münchberg, hinzu, das derzeit mit zweistelliger Millioneninvestition ein neues Forschungs-Technikum aufbaut.

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Weitere Informationen: HS Hof Wolfgang Schrott Emeritierung

STFI: Umfrage zum Thema Digitalisierung

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz, gab im Frühjahr 2018 beim Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti), Chemnitz, eine Umfrage zum Thema „Digitalisierung von Geschäftsprozessen in der Textilindustrie“ in Auftrag.
Die vti-Unternehmen wurden gefragt, welche Arten von IT-Systemen bereits genutzt werden. MS Office (97 %), Systeme zur Finanzbuchhaltung (69 %), Warenwirtschaftssysteme (42 %), sowie ERP-Systeme (40 %) sind bereits breit im Einsatz.
Die Erwartungen an den Mehrwert digitaler Lösungen unterscheiden sich tendenziell nach Unternehmensgröße. Während sich Unternehmen bis 250 Mitarbeiter durch Digitalisierung eher eine Verbesserung der Arbeitsorganisation, Internetpräsenz sowie Ertragssituation erhoffen, verbinden größere Unternehmen mit Digitalisierung eher eine höhere Transparenz ihrer Wertschöpfungskette sowie den Aufbau digitaler Kompetenzen bei ihren Mitarbeitern.
Der textile Mittelstand steht aber auch vor Herausforderungen, wenn es um die Digitalisierung im Unternehmen geht: Fachliche Kompetenzen der Mitarbeiter (60 %), Einbindung der Mitarbeiter im Rahmen der Digitalisierungsstrategie (42 %), IT-Sicherheit und Datenschutz (50 %) und Finanzierungsrisiken (45 %) wurden hier genannt.
Schwerpunkte der zukünftigen Digitalisierung der Geschäftsprozesse liegen dabei im weiteren Ausbau der Infrastruktur für Internetanbindung (47 %), in der digitalen Aufrüstung bestehender Produktionssysteme (48 %), in der Verbesserung der Datenkonsistenz und der digitalen Dokumentation von Produktionsprozessen (40 %) sowie dem Erhalt der vorhandenen Fachkräfte (42 %). Damit verbunden sind die Ziele, Geschäftsprozesse besser zu strukturieren (61 %), neue Geschäftsmodelle zu entwickeln (42 %) sowie die eigenen Mitarbeiter weiterzubilden (44 %).

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Weitere Informationen: STFI Umfrage Digitalisierung vti