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„Toward Utopia“: Heimtextil stellt Designtrends 2019/2020 vor (c) Heimtextil Trendbook
18.09.2018

„TOWARD UTOPIA“: HEIMTEXTIL STELLT DESIGNTRENDS 2019/2020 VOR

Mit „Toward Utopia“ gibt die Heimtextil die Richtung für die neue Trendsaison 2019/2020 vor. Im Rahmen der offiziellen Heimtextil Trend Preview am 4. September 2018 in Frankfurt am Main präsentierte das Londoner Studio FranklinTill die Designthemen zur kommenden internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien (8. bis 11. Januar 2019).

Neben den britischen Trendforscherinnen beteiligten sich Anne Marie Commandeur vom Stijlinstituut Amsterdam und Anja Bisgaard Gaede von SPOTT Trends & Business an der weltweit gültigen Prognose für perspektivisches Interior Design. Gemeinsam mit der Leitung der Heimtextil lieferten sie erste Einblicke in die künftigen Stilwelten. Zudem gab Stefan Weil vom Atelier Markgraph, das die räumliche Inszenierung der Heimtextil Trends gestaltet, einen Ausblick auf den neuen „Trend Space“ und stellte die Relevanz von Kommunikation im Raum für die Heimtextil heraus.

Mit „Toward Utopia“ gibt die Heimtextil die Richtung für die neue Trendsaison 2019/2020 vor. Im Rahmen der offiziellen Heimtextil Trend Preview am 4. September 2018 in Frankfurt am Main präsentierte das Londoner Studio FranklinTill die Designthemen zur kommenden internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien (8. bis 11. Januar 2019).

Neben den britischen Trendforscherinnen beteiligten sich Anne Marie Commandeur vom Stijlinstituut Amsterdam und Anja Bisgaard Gaede von SPOTT Trends & Business an der weltweit gültigen Prognose für perspektivisches Interior Design. Gemeinsam mit der Leitung der Heimtextil lieferten sie erste Einblicke in die künftigen Stilwelten. Zudem gab Stefan Weil vom Atelier Markgraph, das die räumliche Inszenierung der Heimtextil Trends gestaltet, einen Ausblick auf den neuen „Trend Space“ und stellte die Relevanz von Kommunikation im Raum für die Heimtextil heraus.

Die Heimtextil Trends 2019/2020 beschreiben eine Welt, in der wir nach neuen Standards leben. Wir versuchen komplexen Lebensstilen zu entfliehen und wünschen uns tiefer gehende Beziehungen, spirituelle Bestätigung und mehr Sinnhaftigkeit. „Wir leben in einer Zeit der Unsicherheit und des Misstrauens gegenüber allem Etablierten. Als Reaktion darauf versuchen wir ein sinnvolles, bewusstes Leben zu führen, das auf positiven Beziehungen aufbaut. Wir übernehmen die Verantwortung für unser Leben und suchen nach Lebensformen, die unser Wertesystem erfüllen, auf der Suche nach einer neuen Utopie – einer Gesellschaft, die das Wohl all ihrer Bürger zum Ziel hat“, erklärt Caroline Till, Co-Founder des Studios FranklinTill. Dabei bildet die Suche nach neuen Lifestyles, in denen die Themen Achtsamkeit und Nachhaltigkeit eine tragende Rolle spielen, die Herausforderung der nächsten Jahrzehnte.

„Toward Utopia“ zeigt, welche individuellen Routen wir auf dem Weg zu einer modernen Utopie einschlagen können: Diejenigen, die eine temporäre Auszeit vom Netz suchen, verbinden sich wieder mit der Natur und trotzen den Elementen („Go off-grid“), während andere von der realen in eine virtuelle Welt entkommen („Escape Reality“). Einige treten den Rückzug an und finden Geborgenheit in reinen,
minimalistischen Räumen („Seek Sanctuary“). Eine nostalgische Antwort auf die heutige von Unsicherheit geprägte Zeit findet „Embrace Indulgence“ und umgibt uns mit Schönheit und Luxus. Und bedingungslose hedonistische Wunsch nach Spiel („Pursue Play“) steckt wohl in jedem von uns.

„Trend Space“ in Halle 3.0
Wie die verschiedenen Szenarien gelebt werden können, zeigt die Heimtextil im neu konzipierten „Trend Space“ in der Halle 3.0. Hier präsentiert die Messe fünf Trendthemen, die eine Kombination aus Inspiration, Interaktion und Wissensvermittlung abbilden und wegweisende Projekte sowie Designinitiativen vorstellen. Ebenso stellt der „Trend Space“ aktuelle Farbtrends vor. Die immersive Inszenierung vor Ort und das ab sofort verfügbare Trendbuch dokumentieren die poetischen Eigenschaften von Farbe sowie ihre inspirierende, künstlerische und ästhetische Kraft im Design.

„Der neue ‚Trend Space‘ der Heimtextil überzeugt mit interaktiven und taktilen Erlebniswelten. Der Besucher wird spielerisch inspiriert, involviert und motiviert, sich mit futuristischen, räumlichen Gestaltungskonzepten auseinanderzusetzen“, blickt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt, voraus. „So entsteht ein umfassendes Bild zur Gestaltung künftiger Räume und wir erhalten Antworten auf die Fragen, wie wir künftig interagieren, konsumieren, leben und arbeiten“, so Schmidt weiter.

Heimtextil Trends 2019/2020 im Überblick:

PURSUE PLAY
In einer Ära der Ungewissheit, politischer Instabilität und der Umweltprobleme stillen wir unser Bedürfnis nach Optimismus und Kreativität im Spiel. Spielen hilft uns, inmitten von Chaos und turbulenten Zeiten einen Sinn zu finden. Entsprechend legen Designer den Fokus spielerisch auf ungehemmte, taktile Interaktionen und Experimente. Gewagte, freche Produkt-, Raum- und Modedesigns werden mit einer Prise Humor aufgelockert. Formen und Farbpaletten nehmen eine surrealistische Note an und das Konzept der L’art pour l’art findet wieder Beachtung. Die Verwendung satter Primär-Farben ist spielerisch und naiv, während die Kombination aus hochglänzenden und matten Texturen einen appetitlichen visuellen Reiz kreiert. Abstrakte Formen, ein kühnes Spiel mit Mustern und überbordende Texturen fordern uns heraus, fantasievoll zu sein und unsere eigenen Geschichten zu erfinden.

SEEK SANCTUARY
In einem intensiven, hypervernetzten Alltag suchen immer mehr Menschen nach Möglichkeiten, alle Verbindungen zu „kappen“ – nach utopischen Zufluchtsorten der Ruhe inmitten all des Lärms. Sie ziehen sich in urbane Oasen zurück, in denen sie abschalten können, um Erholung, Neuausrichtung und Klarheit zu finden. Dieser Essenzialismus bedeutet jedoch nicht, dass man Produkte kategorisch ablehnt – vielmehr geht es um die gezielte Suche und Wertschätzung von Designstücken und Konzepten, die einfach, schön, funktional und hochwertig sind. Die Kombination einer minimalistischen Farbpalette mit sorgfältig ausgewählten strukturellen Details, kurvenreichen Formen und Polstern erzeugt Komfort und Wärme.

GO OFF-GRID
Auf der Suche nach einer neuen Naturverbundenheit entsteht eine Zuwendung zu Erfahrungen jenseits eines vernetzten Alltags. Es ist der Versuch, natürlicher zu leben, zurück zu den Ursprüngen der Menschheit zu gelangen und in Einklang mit der Natur zu leben – und nicht gegen sie. Es geht um grenzüberschreitende Erfahrungen an entlegenen Orten, durchaus unterstützt durch High-Tech-Survival-
Equipment. Die Kombination aus strapazierfähigen technischen Aspekten von Outdoortextilien und Arbeitskleidung bedingt eine ausgeklügelte, utilitaristische Ästhetik und verspricht Langlebigkeit und Funktionalität. Von der Natur inspirierte Farben und Muster feiern die vermeintliche „Unvollkommenheit“ des Natürlichen.

ESCAPE REALITY
Eine neue Utopie kann ebenso im Digitalen wie im Realen wurzeln. Das Potenzial der virtuellen und erweiterten Realität lässt die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Wir beschäftigen uns mit einer Technologie, die tiefere und nachhaltige Erlebnisse im täglichen Leben ermöglicht. Schimmernde, irisierende Oberflächen verfügen über eine transformative und optimistische Qualität, verwandeln sich in der Bewegung und erzeugen eine flüchtige, nicht greifbare Bewegung. Perlmutteffekte und Hochglanz erzeugen eine einzigartige Dynamik in Designs, die augenscheinlich das Unmögliche schaffen, indem sie als feste Form flüssig und in der Schwebe erscheinen und jederzeit förmlich zerfließen könnten. Ätherische Kombinationen von hellen Pastelltönen erzeugen eine surrealistische, hyperreale Stimmung.

EMBRACE INDULGENCE
Hochwertige Materialien und satte Farben, ein modernistischer Stil und solides Handwerk vereinen sich zu einer utopischen Vision von der Zukunft des Luxus. In einer von Ungewissheit geprägten Moderne blicken wir durch eine rosarote Brille auf frühere Epochen zurück, erinnern uns an die Behaglichkeit der guten alten Zeit, sehnen uns nach Sicherheit und umgeben uns mit einer ruhigen, einladenden Ästhetik. Klug kombinierte, ehrliche Materialien, kreativ umgesetzte Ideen und schnörkellose Opulenz bilden einen neuen Komfort ebenso wie Intimität und Fühlbarkeit.

 

Weitere Informationen:
Heimtextil Trends
Quelle:

Messe Frankfurt Exhibition GmbH

INDIENS REGIERUNG FÖRDERT TEXTILINDUSTRIE Foto: Pixabay
11.09.2018

INDIENS REGIERUNG FÖRDERT TEXTILINDUSTRIE

  • Bekleidungsexporte sind rückläufig 

New Delhi (GTAI) - Strukturelle Schwächen und fiskalische Reformen setzen der indischen Textilbranche zu. Modernisierungen und Diversifizierungen sind notwendig. Hierbei setzen nun Fördermaßnahmen an.

  • Bekleidungsexporte sind rückläufig 

New Delhi (GTAI) - Strukturelle Schwächen und fiskalische Reformen setzen der indischen Textilbranche zu. Modernisierungen und Diversifizierungen sind notwendig. Hierbei setzen nun Fördermaßnahmen an.

Indiens Regierung hat im Wirtschaftsjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) einige grundlegende Reformen auf den Weg gebracht wie die Einführung der landesweit einheitlichen Mehrwertsteuer (Goods and Services Tax; GST) sowie eine teilweise Geldentwertung. Diese Maßnahmen sollen die Gesamtwirtschaft mittel- bis langfristig voranbringen, haben jedoch in einzelnen Sektoren zu Verunsicherungen und Schwierigkeiten geführt, unter anderem in der Textilindustrie. Hinzu kommen hohe Baumwollpreise. Die Regierung versucht nun, der Branche mit Einzelmaßnahmen unter die Arme zu greifen. Ob diese ausreichen und zu einer nachhaltigen Besserung führen, bleibt abzuwarten. Schließlich sind es auch strukturelle Schwächen, die das Wachstum der Branche bremsen.
 
"Die durch GST-Einführung und Geldentwertung verursachte Delle ist mittlerweile überstanden. Die Strukturprobleme bleiben hingegen bestehen, so dass keine grundlegenden Veränderungen in der Textilindustrie zu erwarten sind", so die Einschätzung eines deutschen Zulieferers mit langjähriger Indienerfahrung im Gespräch mit Germany Trade & Invest (GTAI).

Regierung bringt Hilfsmaßnahmen auf den Weg
Einige Maßnahmen der Regierung dürften jedoch Erleichterungen schaffen. So wurden Anfang August 2018 die Einfuhrzölle auf 328 Textilprodukte, vor allem Stoffe und Vliesstoffe, von rund 5 bis 10 auf bis zu 20 Prozent angehoben. Ebenfalls Anfang des Monats brachte die Exekutive vier Gesetzentwürfe zur Abänderung des am 1. Juli 2017 eingeführten allgemeinen Umsatzsteuergesetzes ein. Dadurch sollen Erstattungen, beispielsweise von Steuern auf Vorprodukte, leichter und schneller möglich sein. Durch die Einführung der GST und die Verzögerungen bei der Erstattung ist vor allem die Liquidität kleiner und mittlerer Firmen, die das Gros der Textilunternehmen ausmachen, unter Druck geraten. So hat beispielsweise die Denim-Industrie nach der Steuereinführung vorübergehend 25 bis 30 Prozent ihrer Kapazität aus der Produktion nehmen müssen.
 
Auch das Textilministerium will die ihr anvertraute und schwächelnde Branche anschieben. So fügte sie Anfang August 2018 Änderungen an dem seit 1999 bestehenden Technology Upgradation Funds Scheme (TUFS) an. Dieses nun erweiterte Technologieförderprogramm erlaubt es Genossenschaftsbanken, Textilfirmen Finanzierungen für technologische Verbesserungen zu geben. Auch werden diese für Liability Partnerships zugänglich. Von den rund 1,1 Milliarden US-Dollar (US$), die der zentralstaatliche Haushalt im Fiskaljahr 2018/19 für die Textilindustrie bereithält, sind ein Drittel und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr für den TUFS bestimmt. Davon dürften vor allem Hersteller von Kunstfasertextilien sowie die Bekleidungsindustrie profitieren, verlautet aus Industriekreisen.

Die Existenz eines eigenen Textilministeriums zeigt, wie wichtig die Branche für Indien ist, nicht nur als Devisenbringer, sondern auch als Arbeitgeber. Die Gesamtbranche von Spinnereien, Webereien bis zu Bekleidung und anderen Fertigwaren steuerte 2017 rund 14 Prozent zur Wertschöpfung in der verarbeitenden Industrie sowie 13 Prozent zu den Deviseneinnahmen bei und beschäftigt direkt 40 Millionen und indirekt 60 Millionen Arbeitskräfte.

Als ein weltweit führender Produzent von Baumwolle, aber auch von Jute und Seide, hat Indien komparative Vorteile im Textilsektor und kann auf eine lange Tradition in der Verarbeitung zurückblicken. Entsprechend ist Baumwolle der Hauptrohstoff in der Garn- und Gewebeproduktion. An Garn wurden 2016/17 immerhin 5,7 Milliarden Tonnen gesponnen und damit eine jahresdurchschnittliche Steigerung von 3,1 Prozent in den Jahren 2011 bis 2017 erreicht. Zu Stoffen verarbeiteten die Webereien 63,5 Milliarden Quadratmeter 2016/17, nachdem es 2011 bereits 61,7 Milliarden waren. Der Anteil der Baumwollgewebe stieg 2011 bis 2017 von 51 auf 61 Prozent. Der Rest entfällt ungefähr zu gleichen Teilen auf Synthetik- und Mischgewebe.
 
Produktions- und Exportwachstum gerät ins Stocken
Ausgehend von einem vormals starken Wachstum ist die Regierung optimistisch. So soll laut Prognosen des Textilministeriums die indische Textil- und Bekleidungsindustrie ihren Umsatz von 2015 bis 2021 mehr als verdoppeln. Die Exporte sollen in der Zeit von 35 Milliarden auf 82 Milliarden US$ zulegen, nachdem sie sich von 2006 bis 2014 von 17,6 Milliarden auf 37,6 Milliarden US$ mehr als verzweifacht hatten. Danach stagnierten sie jedoch und verfehlten 2017/18 mit 35 Milliarden US$ das von der Regierung gesetzte Ziel um 10 Milliarden US$. Rückläufig war von 2015 bis 2017 die Produktion von Textilien und Bekleidung. Sie dürfte sich auch 2018 kaum verbessern.

Textil- und Bekleidungsindustrie in Indien 1)
  2015/16
 
2016/17 2)  2017/18 2)
Exporte von Textilien und Textilprodukten ohne Bekleidung in Mrd. US$ 18,1 18,2 18,7
Exporte von Bekleidung in Mrd. US$ 17,0 17,4 16,7
Importe von Garn, Stoffen und konfektionierten Artikeln in Mrd. US$ 1,7 1,5 k.A.
Veränderung der Produktion von Textilien  (in Prozent) -0,2 -3,2 k.A.
Veränderung der Produktion von nicht gestrickter Bekleidung (in Prozent) -3,6 -3,3 k.A.


1) Finanzjahre vom 1. April bis 31. März; 2) Daten für 2016/17 und 2017/18 vorläufig
Quelle: Statistisches Amt Indien
     

Bekleidungsindustrie muss modernisieren 
Indiens Textilindustrie hat zwar Kostenvorteile gegenüber Industrieländern und fortgeschrittenen Schwellenländern wie China. Kleinere Entwicklungsländer haben sich jedoch mittlerweile zu namhaften Konkurrenten aufgeschwungen und in Sachen Bekleidung Indien teilweise überrundet. So exportierten Bangladesch und Vietnam mehr Bekleidung als Indien. Hinzu kommt wachsende Konkurrenz durch andere Niedriglohnländer wie Kambodscha, Sri Lanka und Indonesien. Diese Länder verfügen teils über Freihandelsabkommen mit der EU, während Indien sich mit seinen Verhandlungen hierzu schwer tut. Auch haben die kleineren Konkurrenten ihre Bekleidungsindustrie auf den Export ausgerichtet und entsprechend modernisiert. Schließlich verfügen sie nicht über bedeutende Binnenmärkte. Anders die indischen Textilhersteller: Wenn es qualitativ für den Export nicht reicht, bleibt immer noch der 1,3 Milliarden Einwohner zählende und kräftig wachsende Inlandsmarkt, erklärten Branchenvertreter gegenüber GTAI.

Somit hat Indiens Bekleidungsindustrie noch erhebliches Modernisierungspotenzial und benötigt neue Produktionstechniken insbesondere zur Verbesserung der Betriebseffizienz. Zu den weiteren strukturellen Schwächen zählen die kräftigen Lohnsteigerungen bei unzureichenden Produktivitätszuwächsen und der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Weitere Nachteile sind die Fragmentierung der Bekleidungsindustrie - vielen Betrieben mangelt es an Größe - und die fehlende Anpassung an globale Modetrends. Während die Modewelt stärker zu Mischgeweben neigt, folgt indische Bekleidung diesem Trend noch nicht entsprechend. Es mangelt an Produktdiversifizierung.

Moderner sieht es im Spinnerei- und Webereisektor aus. Diesem bescheinigen Branchenkenner hinsichtlich Größe, Technologie, Produktivität, Qualität und Preis eine internationale Spitzenposition. Diese zeigt sich auch beim Maschinenimport. So war Indien 2017 der wichtigste Exportmarkt deutscher Spinnereimaschinen nach China und bei Webereimaschinen der fünftgrößte Markt, meldet der Fachverband Textilmaschinen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Bei Textilveredelungsmaschinen rangiert Indien hingegen nicht unter den ersten sechs Exportmärkten, der Konkurrent Bangladesch aber sehr wohl.
 
Ausländische Direktinvestitionen sind zweistellig gestiegen
Ausländische Investitionen in die indische Textilindustrie sind willkommen und Firmengründungen zu 100 Prozent in ausländischer Hand möglich. Auf Förderreisen in Länder wie Japan, Deutschland, Italien und Frankreich wirbt Indien offensiv um Investoren und war damit nicht erfolglos. Der Zustrom an ausländischen Direktinvestitionen in den Textilsektor einschließlich gefärbter und bedruckter Textilien belief sich von April 2000 bis September 2017 auf 2,7 Milliarden US$. Jahresdurchschnittlich nahmen die kumulierten Investitionen von 2010 bis 2017 um 17,3 Prozent zu. Das Gros der Investitionen wird jedoch von Inländern gestemmt. So beliefen sich die Gesamtinvestitionen in Indiens Textilsektor von Juni 2017 bis Mai 2018 auf 4,2 Milliarden US$.

Kontaktadressen
Bezeichnung Internetadresse Anmerkung
Germany Trade & Invest http://www.gtai.de/indien Außenhandelsinformation für die deutsche Exportwirtschaft 
AHK Indien http://www.indien.ahk.de Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
Ministry of Textiles http://www.texmin.nic.in Ministerium
Office of Textile Commissioner http://www.txcindia.gov.in Behörde
Confederation of Indian Textile Industry http://www.citiindia.com Textilindustrieverband
Textile Association India http://www.textileassociationindia.org Textilindustrieverband
The Clothing Manufacturers Association of India http://www.cmai.in Bekleidungsindustrieverband


    

Weitere Informationen:
Indien Bangladesch
Quelle:

Rainer Jaensch, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Foto: Pixabay
04.09.2018

HONGKONGER FIRMEN ZIEHEN FERTIGUNG AUS CHINA AB

  • Kapazitäten werden nach Südostasien verlagert

Hongkong (GTAI) - Dank Präsident Trump erhält der Abwanderungstrend aus der VR China zusätzlichen Aufwind. Was Logistikunternehmen freut, dürfte Beijing zunehmend Sorgen bereiten. 
Schon vor rund einem Jahrzehnt setzte in China eine Verlagerung von Produktionsstätten ein. Da die Löhne in den reichen Küstenmetropolen immer stärker stiegen, sahen sich mehr und mehr Firmen genötigt, ihre Fabriken ins Landesinnere oder in sogenannte Billiglohnländer zu verlagern. Dort waren die Gehälter, aber auch Grund und Boden, erschwinglicher. Die Umweltauflagen fielen derweil laxer aus.

  • Kapazitäten werden nach Südostasien verlagert

Hongkong (GTAI) - Dank Präsident Trump erhält der Abwanderungstrend aus der VR China zusätzlichen Aufwind. Was Logistikunternehmen freut, dürfte Beijing zunehmend Sorgen bereiten. 
Schon vor rund einem Jahrzehnt setzte in China eine Verlagerung von Produktionsstätten ein. Da die Löhne in den reichen Küstenmetropolen immer stärker stiegen, sahen sich mehr und mehr Firmen genötigt, ihre Fabriken ins Landesinnere oder in sogenannte Billiglohnländer zu verlagern. Dort waren die Gehälter, aber auch Grund und Boden, erschwinglicher. Die Umweltauflagen fielen derweil laxer aus.

Diesen Trend bekam auch das südchinesische Perlflussdelta - die wohl größte Industrieansiedelung der Welt - zu spüren. Investoren aus dem benachbarten Hongkong hatten in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts praktisch die gesamte industrielle Fertigung der Sonderverwaltungsregion (SVR) dorthin ausgelagert. Doch um 2008/09 herum fand bei Ihnen ein Sinneswandel statt.
Zusätzlich zum Kostendruck bekamen sie Gegenwind von den lokalen Regierungen. In Boomstädten wie Shenzhen, wo Land zunehmend knapp wurde, waren Betriebe der Leichtindustrie nicht mehr willkommen. Auch umweltbelastende und stromfressende Branchen, wie die Herstellung von Keramik, wurden mit mehr oder weniger sanftem Druck vertrieben.

Firmen verfolgen hybride Strategie
Viele Betriebe verfolgten dabei eine hybride Strategie. Die Produktion von hochwertigeren Artikeln blieb im Perlflussdeltas, das in jüngster Zeit gerne als Greater Bay Area betitelt wird. Die Fertigung von Massenprodukten wurde hingegen an preiswertere Standorte verlagert. Mancher Hersteller ging nach Südostasien. Insbesondere in Vietnam fanden viele ein neues zu Hause.

Dieser Verlagerungsprozess ist seitdem stetig vorangeschritten. Durch den sich immer weiter zuspitzenden Handelskonflikt zwischen der VR China und den USA erhält er nun zusätzlichen Auftrieb. Viele Investoren verschieben bereits seit der Ankündigung, spätestens aber seit der Einführung der ersten Zölle Teile ihrer Fertigung von den chinesischen Produktionsstädten in ihre südostasiatischen Fabriken.
Dies ist kurzfristig und im beschränkten Ausmaß zunächst ohne größere Investitionen möglich, wenn es in der ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) noch genügend freie Fertigungskapazitäten gibt. Das dürfte in den allermeisten Fällen zutreffen. Zudem werden die Investoren im 2. Halbjahr 2018 auch Produktionsmittel wie Maschinen aus China abziehen und nach Südostasien schicken.

Verlagerung vorzugsweise nach Vietnam, Malaysia und Laos
Das an der Hongkonger Börse gelistete Transportunternehmen Kerry Logistics berichtete Ende Juli 2018 in der South China Morning Post, dass sich sein Geschäft in Folge des Handelskonflikts spürbar belebt habe. Die Kunden würden Fertigungsschritte insbesondere nach Malaysia, Vietnam und Laos verlagern. In den genannten Ländern sei im 2. Halbjahr 2018 mit einem Anstieg der Exporttätigkeit zu rechnen.
Laut der Präsidentin des Hong Kong Young Industrialists Council verlagern die Mitgliedsunternehmen ihre Fertigung vor allem nach Malaysia und Vietnam, um steigenden Kosten sowie dem Zollkonflikt zu entgehen. Der Vorstandsvorsitzende des Hongkonger Modeproduzenten Lever Style erzählte den Reportern, dass bereits jetzt nur noch 50 Prozent seiner Fertigung aus der VR China komme. Vor acht Jahre habe die Quote noch bei 100 Prozent gelegen.

Diese sogenannte "China Plus One"-Strategie ist demzufolge eine natürliche Entwicklung. Die Unternehmen verfolgen sie seit Jahren nicht nur aus Kostengründen, sondern auch um ihr Risiko zu streuen, was sich nunmehr als goldrichtig entpuppt. Für China ist die Entwicklung zunächst einmal nichts Bedrohliches. Das Land strebt ohnehin eine ständige Höherpositionierung seiner Industrie an. Im Rahmen der Strategie "Made in China 2025" will die Volksrepublik sogar in zehn Branchen zur technologischen Weltspitze aufrücken.

Wenn aber durch den beschleunigten Verlagerungsprozess die Erwerbslosigkeit zunimmt und die Konjunktur stottert, könnte Beijing unter Zugzwang geraten. Schon jetzt sind die negativen Auswirkungen des Handelskonflikts zu spüren. Die Aktienkurse brachen ein und der chinesischen Renminbi verlor spürbar an Wert zum US-Dollar, was eine Kapitalflucht in Gang setzen könnte.

Weitere Informationen:
Hong Kong Werkbank China
Quelle:

Roland Rhode, Germany Trade & Invest www.gtai.de 

KIND + JUGEND 2018 (c) Koelnmesse GmbH
21.08.2018

EVENTPROGRAMM ZUR KIND + JUGEND 2018

  • Renommierte Awards, Sonderschauen, Trendforum, Networkingplattformen

Die Kind + Jugend, die internationale Leitmesse für hochwertige Baby- und Kleinkindausstattung, wird auch in diesem Jahr wieder rund 1.200 Anbieter aus etwa 50 Ländern mit über 22.000 Fachbesuchern aus der ganzen Welt zusammenbringen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei wie gewohnt neue Produkte und Weiterentwicklungen, die die innovationsfreudige Branche regelmäßig auf der Messe präsentiert. Um diese herausragende Innovationsdynamik der Branche zielgerichtet zu dokumentieren und damit den Fachbesuchern einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Informationen zu ermöglichen, bündelt die Kind + Jugend ihr Eventprogramm unter der Überschrift „Support Circle“. Interessante, auf die Bedürfnisse der Branche ausgerichtete Veranstaltungen und Sonderschauen bieten umfassende Informationen in ansprechendem Ambiente.
 
Awards

  • Renommierte Awards, Sonderschauen, Trendforum, Networkingplattformen

Die Kind + Jugend, die internationale Leitmesse für hochwertige Baby- und Kleinkindausstattung, wird auch in diesem Jahr wieder rund 1.200 Anbieter aus etwa 50 Ländern mit über 22.000 Fachbesuchern aus der ganzen Welt zusammenbringen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei wie gewohnt neue Produkte und Weiterentwicklungen, die die innovationsfreudige Branche regelmäßig auf der Messe präsentiert. Um diese herausragende Innovationsdynamik der Branche zielgerichtet zu dokumentieren und damit den Fachbesuchern einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Informationen zu ermöglichen, bündelt die Kind + Jugend ihr Eventprogramm unter der Überschrift „Support Circle“. Interessante, auf die Bedürfnisse der Branche ausgerichtete Veranstaltungen und Sonderschauen bieten umfassende Informationen in ansprechendem Ambiente.
 
Awards
Neue Produkte und Weiterentwicklungen sind in der innovationsfreudigen Baby- und Kinderausstattungsbranche wichtige Markttreiber. Die Kind + Jugend ist für Unternehmen, die sich mit Innovationen profilieren wollen, eine hervorragende Marketingplattform und zwar in jeder Phase ihrer Marktteilnahme. Ein zentrales Instrument sind die Award-Verleihungen auf der Messe, die von attraktiven Sonderschauen begleitet werden.

Der KIDS DESIDN AWARD zeichnet herausragende Konzepte und Entwürfe im Bereich Ausstattung und Möbel für Babys und Kinder aus. Eine hochkarätige Jury hat auch in diesem Jahr die ideenreichsten und zukunftsweisenden Prototypen aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt. Die zehn nominierten Entwürfe zeigen, wie kreativ und visionär die Branche denkt. Der Gewinner wird am ersten Messetag, 20.09.2018, um 13:00 Uhr, auf der Bühne des Trend Forums bekannt gegeben. Die dazugehörige Sonderschau ist in Halle 11.1 zu sehen.

Großes Ansehen in der Branche genießt seit seiner Einführung 2005 der Innovation Award. Er würdigt herausragende Neuentwicklungen, die in der kommenden Saison in den Handel kommen sollen. Aus fast 200 Bewerbungen, dies ist ein neuer Rekord, hat die internationale Jury die Preisträger in diesem Jahr ausgewählt. Vergeben werden Preise in acht Kategorien auf der Bühne des Trend Forums am ersten Messetag, 20,09.2018, um 10:00 Uhr. Die begleitende Sonderschau in Halle 11.1 präsentiert neben den Preisträgern auch alle nominierten Produkte.
Der Consumer Award der Kind + Jugend erteilt dem Verbraucher das Wort. Seit 2014 fragen internationale Partnermagazine und -portale Eltern nach ihren Lieblingsprodukten. Dieser praxisnahe Einblick in die aktuelle Bedarfssituation von Eltern und Kindern hat sich schnell auf der Kind + Jugend als wichtiger Gradmesser der Branche etabliert. Die Befragungen finden in acht verschiedenen Ländern und in unterschiedlichen Kategorien statt: von Accessoires über Sicherheitsitze und Kinderwagen bis hin zu Möbeln. Die Sonderschau mit den Gewinnern des Consumer Awards findet sich in Halle 10.1.

Sonderschauen
Neben den Sonderschauen, die die Awards begleiten, zeigen zwei weitere Präsentationen, welche Themen und kreativen Ansätze die Branche im Moment bewegen.

Der Connected Kidsroom greift das Thema „Digitalisierung“ auf. Die im vergangenen Jahr erstmals gezeigte Schau stellt Ideen und Technologien vor, die im Baby- und Kinderzimmer für mehr Sicherheit und Wohlbefinden eingesetzt werden können. Für 2018 zeichnet sich eine ebenso interessante und inspiriernde Präsentation wie im Vorjahr ab; sie wird in Halle 11.2 realisiert.

Für Impulse sorgt auch die Sonderschau DESIGN-PARC. Hier werden Objekte, Möbel und Spielwaren präsentiert, die sich durch ihre außergewöhnliche Gestaltung auszeichnen und bereits die Marktreife erlangt haben. Elf verschiedene Produkte, darunter Accessoires, Spielzeug und Kindermöbel, werden auch in diesem Jahr die Kind + Jugend-Besucher durch ihr wegweisendes Design begeistern.
 
Trendforum
Welche Produkte werden in Zukunft für Eltern und Kinder wichtig sein? Welche Trends werden sich im Kinderzimmer widerspiegeln? Welche Farben und Materialien werden begeistern? Diese und weitere marktrelevante Themen bereitet das Trendforum in Impulsvorträgen auf. Namhafte Experten berichten aus der Praxis und werfen einen Blick in die Zukunft. Auch Fragen der Vermarktung, Markenführung und Lizensierung stehen auf dem Programm. Zu den Fachleuten auf der Bühne gehören u. a. Trendforscher der GfK, von Trendbible und von The Insights People. Auch der Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e. V. (BDKH) informiert über ein wichtiges Thema, nämlich die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung. Darüber hinaus haben Aussteller Informationsslots für Produktpräsentationen gebucht.

Alle Vorträge werden in englischer Sprache gehalten und sind für Aussteller wie Fachbesucher gleichermaßen interessant. Platziert ist das Trendforum in Halle 11.1.

 

 

„CREATE’N’CONNECT“ (c) Deutsche Messe AG
31.07.2018

„CREATE’N’CONNECT“ – NEUES LEITTHEMA DER DOMOTEX 2019

  • Hersteller sind eingeladen, sich als Trendsetter der Branche hervorzuheben

Die weiterentwickelte Ausrichtung der DOMOTEX hat sich bewährt und geht mit räumlich zusammengeführten Produktgruppen und der Sonderfläche „Framing Trends“ in die nächste Runde. Das neue Leitthema der DOMOTEX 2019 lautet „CREATE’N’CONNECT“. Es rückt innovative Entwicklungen und Ideen zu relevanten Branchentrends rund um den Megatrend Konnektivität in den Fokus. Schon heute trägt Vernetzung in allen Lebensbereichen dazu bei, dass sich Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben ständig verändern. Technologie und digitaler Wandel beschleunigen diese Entwicklung. Für den Boden mit seinen vielfältigen gestalterischen Optionen spielt der Trend der „Verbundenheit“ eine bedeutende Rolle, denn er bildet die Basis für die Räume, in denen wir leben und arbeiten. Der Boden ist Designelement, er inspiriert uns, gibt uns Orientierung – verbindet uns miteinander.
 

  • Hersteller sind eingeladen, sich als Trendsetter der Branche hervorzuheben

Die weiterentwickelte Ausrichtung der DOMOTEX hat sich bewährt und geht mit räumlich zusammengeführten Produktgruppen und der Sonderfläche „Framing Trends“ in die nächste Runde. Das neue Leitthema der DOMOTEX 2019 lautet „CREATE’N’CONNECT“. Es rückt innovative Entwicklungen und Ideen zu relevanten Branchentrends rund um den Megatrend Konnektivität in den Fokus. Schon heute trägt Vernetzung in allen Lebensbereichen dazu bei, dass sich Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben ständig verändern. Technologie und digitaler Wandel beschleunigen diese Entwicklung. Für den Boden mit seinen vielfältigen gestalterischen Optionen spielt der Trend der „Verbundenheit“ eine bedeutende Rolle, denn er bildet die Basis für die Räume, in denen wir leben und arbeiten. Der Boden ist Designelement, er inspiriert uns, gibt uns Orientierung – verbindet uns miteinander.
 
Trendsetter inszenieren das Leitthema „CREATE’N’CONNECT“
Auf der DOMOTEX 2019 bietet die Sonderfläche „Framing Trends“ in Halle 9 eine einzigartige Möglichkeit für Unternehmen, ihre kreativen Qualitäten anhand des Leitthemas „CRE-ATE’N’CONNECT“ darzustellen und sich in diesem exklusiven Rahmen als Trendsetter der Branche zu positionieren. Ein hochwertiges Rahmenprogramm mit Talks, Vorträgen und Diskussionen rund um das Leitthema macht die „Framing Trends“ zur lebendigen Networking-Plattform und Herzstück der Veranstaltung. Kreative aus allen Gestaltungsberufen können auf dieser Sonderfläche Verbindungen schaffen, Kontakte knüpfen und neue Geschäfte anbahnen. Auch können Unternehmen und Designer an diesem Hot-Spot Inspirationen für künftige Kollektionen erhalten. Mit ihren außergewöhnlichen Inszenierungen und innovativen Produktpräsentationen ziehen die „Framing Trends“ vor allem trend- und lifestyle-orientierte Besucher wie Architekten und Inneneinrichter, sowie Designer und Influencer an.

„Framing Trends“ - Bewerben und Verbindungen schaffen
Die „Flooring Spaces“ sind Teil der „Framing Trends“. Hier präsentieren die Teilnehmer ihr kreatives Konzept zum Leitthema „CREATE’CONNECT“ in Form von räumlichen Installationen, als Parcours oder Workshop. Als Highlight der Messe findet die Sonderfläche besondere Aufmerksamkeit bei speziellen Rundgängen für Architekten und Journalisten, den „Guided Tours.“ Damit einhergehend gibt es eine hohe mediale Präsenz in den Social Media-Kanälen und auf der Website der DOMOTEX. Exklusive Interviews, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, können auch für die eigene Kommunikation der Unternehmen genutzt werden. Bereits zum zweiten Mal wird es eine Blogger-Lounge auf der Sonderfläche geben, die einen zentralen Treffpunkt zum Austausch und zur Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Messebesuchern bietet.

Interessierte Aussteller und Unternehmen aus der Bodenbelagsbranche können sich jetzt mit ihrer Idee zu „CREATE’N’CONNECT“ für die „Flooring Spaces“ bewerben. Bei den individuell zu gestaltenden Flächen haben sie die Wahl zwischen Größen von 20 qm bis 60 qm. Für den Entwurf vermittelt die DOMOTEX auf Wunsch auch einen Designer zur Unterstützung. Bis zum Herbst 2018 trifft eine Jury aus renommierten Designern und Architekten die Auswahl der teilnehmenden Konzepte.

Beispiele für kreative Vernetzungen rund um den Boden
Aktuelle Beispiele aus der Bodenbelagsbranche zeigen, wie das Thema Konnektivität kreativ umgesetzt werden kann.
In Zusammenarbeit mit dem Studio Lotta Agaton Interiors inszenierte die österreichische Teppichmanufaktur Tisca Textil auf der Domotex 2018 eine wohnliche Collage ihrer handgefertigten Wollteppiche in Verbindung mit Möbeln der Firmen Vitra, Artek und Team7.

Inspiriert von fünf amerikanischen Metropolen sind die lebendigen Motive der „Infused“ Collection von Mannington Mills. Nach dem Mix and Match-Prinzip lassen sich die unterschiedlichen grafischen Muster der LVT-Fliesen frei zu phantasievollen Mosaiken vernetzen.

Auf einer limitierten Serie von „Structures“ aus Stahlrohr, die in Kooperation mit dem Berliner Studio Greiling entstanden, präsentiert Kinnasand seine Teppiche. Stilisierte Bänke, Ottomanen und Daybeds lassen die Teppiche dreidimensional erscheinen.

Mit den bodennahen Kissen und Liegen seiner „Badawi Pillows“ Kollektion schafft der Möbelhersteller Walter Knoll eine Verbindung zum eigenen Sofa- und Teppichprogramm. Details wie eine Leder-Kopfstütze unterstreichen dabei das besondere handwerkliche Knowhow der Firma.

Gleich eine ganze Reihe neuer Produkte, die Vernetzung und Verbindung des Bodens mit dem Raum auf unterschiedliche Weise thematisieren, hat Gan, die Marke für Teppiche und textile Produkte der spanischen Outdoor-Firma Gandiablasco, im Programm: Das Designerduo Front hat mit „Parquet“ Wollteppiche aus geometrischen Modulen geschaffen, die die Ästhetik von Holzparkett transformieren. Patricia Urquiola entwarf für die Firma mit „Mirage“ einen handgeknüpften Teppich aus Neuseelandwolle, der aussieht, als sei er aus dreidimensional wirkenden Planken verwoben, deren Enden im Raum auslaufen. Mit „Garden Layers“ schuf die Designerin eine Kollektion, die von übereinander gelagerten Matratzen über Teppiche und Kissen bis zu einer textilbezogenen indischen Liege reicht, mit denen sich einladende Sitz- und Liegelandschaften bilden lassen.
 
Große Zustimmung für die „Framing Trends“ der DOMOTEX
Bisherige Teilnehmer der „Framing Trends“ unterstützen das weiterentwickelte Konzept. Sie berichten von erfolgreichen Geschäftskontakten, die sie auf der DOMOTEX 2018 knüpfen konnten.
Jutta Werner, Geschäftsführerin von Nomad, interdisziplinäres Designbüro aus Hamburg, empfindet die „Flooring Spaces“ als „gut gekennzeichnetes Spielfeld für Innovationen und Zeitgeist.“ Die Resonanz auf ihre Präsentation dort sei überwältigend. Benny Jensen, CEO von Fletco Carpets ist angetan von den „Guided Tours“, mit denen die DOMOTEX ihren Besuchern gezielte Informationen bietet. Das dänische Unter-nehmen konnte so sein neues, bereits mit Designpreisen ausgezeichnetes Produkt „LockTiles“ direkt einem relevanten Publikum präsentieren. Ein Besuch der „Framing Trends“ stehe „hoch auf der Agenda von Architekten, Designern und Planern“, sagt Jensen. Die Classen Gruppe zeigte ein visionäres Wohnszenario für das Leben in naher Zukunft. Die dort präsentierte Bodengestaltung entstand exklusiv zur DOMOTEX im eigenen Designcenter, mit der Gestaltung des Standes wurde ein Designer beauftragt. Classen stellte sich durch die Präsentation als innovatives Unternehmen dar, „die Besucher zeigten sich sehr interessiert“, sagt Marketingleiter Heinz-Dieter Gras und empfanden die Präsentation als „spektakulär und absolut gelungen.“

Über „extrem viel Aufmerksamkeit“ von Presse, Kollegen wie Messebesuchern freut sich auch Thomas Trenkamp, Geschäftsführer von Carpet Concept. Das Kaleidoskop-Projekt, das er gemeinsam mit Schmidhuber realisierte, war eine Attraktion auf allen Kanälen – vor Ort, in der Presse und über Social Media. Creative Matters aus Kanada, spezialisiert auf Teppiche und Wandverkleidungen, veranstaltete eine Reihe kreativer Workshops, die „enthusiastisch“ angenommen wurden. Die „lebendige und energievolle“ Sonderfläche sei eine Chance für Aussteller wie Besucher, aktuelle „Innovationen und Kreativität in der Welt der Bodenbranche“ zu erleben, sagt Carol Sebert, Präsidentin und Mitgründerin. Mit den „Framing Trends“ sei der Messeleitung ein spannender Aufbruch gelungen, findet Jürgen Dahlmanns, Gründer und kreativer Kopf des Trendlabels Rug Star. „Als Aussteller macht es Spaß, beteiligt sein.“ Balta Industries aus Belgien ist Aussteller der DOMOTEX seit Anbeginn, „dank des neuen Konzepts“ fühlt sich das Unternehmen der Messe „weiter sehr verbunden“, betont Marketing Director Geert Vanden Bossche. Sein Unternehmen stellt nicht nur in Hannover, sondern auch in Shanghai aus.

Die DOMOTEX 2019 findet vom 11. bis 14. Januar in Hannover statt (Freitag bis Montag). Rund 1.400 Aussteller aus mehr als 60 Nationen werden auf dem Messegelände erwartet.

Einkaufszentren Foto: Pixabay
24.07.2018

NEUE TRENDS IM ITALIENISCHEN EINZELHANDEL ERÖFFNEN CHANCEN

  • Franchising hebt ab, immer mehr deutsche Handelsketten entdecken Italien

Mailand (GTAI) - Der italienische Einzelhandel modernisiert sich, die Franchisewirtschaft wächst. Italienische Franchisesysteme gewinnen an Boden. Neue moderne Einkaufszentren, darunter das größte in Europa, schaffen Platz für neue Geschäfte. Deutsche Handelsketten sind in vielen Segmenten auf Expansionskurs, von Discount-Nahrungsmitteln über andere Konsumgüter bis hin zu Dienstleistungen. Norditalien gilt als beliebtes Testgelände. Hohe Qualität und einen Preisvorteil sind die Schlüssel zum Erfolg.

  • Franchising hebt ab, immer mehr deutsche Handelsketten entdecken Italien

Mailand (GTAI) - Der italienische Einzelhandel modernisiert sich, die Franchisewirtschaft wächst. Italienische Franchisesysteme gewinnen an Boden. Neue moderne Einkaufszentren, darunter das größte in Europa, schaffen Platz für neue Geschäfte. Deutsche Handelsketten sind in vielen Segmenten auf Expansionskurs, von Discount-Nahrungsmitteln über andere Konsumgüter bis hin zu Dienstleistungen. Norditalien gilt als beliebtes Testgelände. Hohe Qualität und einen Preisvorteil sind die Schlüssel zum Erfolg.

Der italienische Einzelhandel befindet sich im Wandel. Die Anzahl der klassischen Tante-Emma-Läden sinkt, der modern organisierte Einzelhandel wächst. Insbesondere die Franchisewirtschaft entwickelt sich positiv. Über die klassischen Bereiche wie Nahrungsmittel und Mode hinaus, verbreiten sich diverse italienische Franchisesysteme immer sichtbarer in den Großstädten.
 
Die Franchisewirtschaft hat nach Angaben des Branchenverbandes Assofranchising im Jahr 2017 circa 24,6 Milliarden Euro umgesetzt. Dies entspricht einem Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einer Zunahme von 5,7 Prozent seit 2014. Im Vergleich mit Nordeuropa sind italienische Franchisesysteme noch deutlich kleiner. Mit einer ähnlichen Anzahl von Systemen (929 in Italien, 972 in Deutschland) konnte die deutsche Franchisewirtschaft knapp fünfmal so viel Umsatz erzielen. Dies liegt unter anderem daran, dass deutsche Franchisesysteme im Durchschnitt mehr als dreimal so viele Betriebe pro Franchise haben.

Entwicklung der Franchisewirtschaft in Italien
  2016 2017 Veränderung (in %)
Umsatz (in Mio. Euro)  23.930 24.545 2,6
Franchisesysteme      950 929 -2,2
Betriebe 50.720 51.671 1,9
Italienische Betriebe im Ausland 7.871 10.079 28,1
Italienische Betriebe im Ausland (mind. 3 Betriebe) 169 179 5,9
Ausländische Systeme in Italien 61 71 16,4
Beschäftigte 195.303 199.260 2,0
Durchschnittsgröße der Systeme in Italien (Anzahl Betriebe) 53,4 55,6 4,2
Durchschnittsgröße der italienischen Systeme im Ausland (Anzahl Betriebe) 46,6 56,3 20,9

   Quelle: Rapporto Assofranchising 2018

Doch das Segment holt in Italien auf. Italienische Franchisesysteme expandieren, auch im Ausland. Außerhalb Italiens stieg deren Anzahl 2017 um rund 6 Prozent, während ihre Durchschnittsgröße (gemessen an die Anzahl der Betriebe) um etwa 21 Prozent zulegte. Auch im Inland wächst die durchschnittliche Dimension. Das Land wird zudem attraktiver für ausländische Franchisegeber. 2017 ist die Anzahl der ausländischen Franchisesysteme um 16 Prozent angestiegen. Einschlägige Branchemesse der Salone Franchising, der vom 25. bis 27.Oktober 2018 in Mailand stattfindet.    

Neue Einkaufszentren treiben die Entwicklungen voran
Mit den Entwicklungen im Einzelhandel gehen neue Bauprojekte einher. In Italien wird gegenwärtig eine Reihe von neuen Einkaufszentren gebaut, die Platz für die neue Generation von Franchises und Handelsketten schaffen. Das Großprojekt CityLife auf dem ehemaligen Messegelände von Mailand ist ein aktuelles Beispiel. Neben zwei der drei geplanten Wolkenkratzer (darunter der neue Hauptsitz der Allianz in Italien) wurde im Herbst 2017 ein neues Einkaufszentrum eingeweiht. Vor allem im Gastronomiebereich sind neue italienische Ketten zu erkennen, die sich landesweit auf Expansionskurs befinden. Auch im Bahnhof Termini in Rom wurde vor kurzem eine neue Gastronomieetage mit Restaurants und Cafés im mittleren Preissegment eingeweiht.

Noch im Bau ist eine Reihe von modernen Einkaufszentren, darunter das neue Westfield Milan. Projektbetreiber bezeichnen es als das größte Shoppingzentrum in Europa. Mit einer Investitionssumme von 1,4 Milliarden Euro soll Westfield Milan im Jahr 2020 eingeweiht werden. Die Mehrheit der Neubauprojekte befindet sich in den größeren Städten im Norden, aber auch Rom und Neapel erhalten bald neue Shoppingcenter.
 

Neue Einkaufszentren im Bau
Bezeichnung Investition (Mio. Euro) Fläche (Tsd. Qm) Fertigstellung Anmerkungen
Westfield, Mailand 1.400 60 2020

http://www.westfieldcorp.com

Maximo, Rom 300 61 2019 Cushman & Wakefield
Emilia Shopping District, Parma 200 74 2019

http://www.sonaesierra.com

Maximall Pompeii, Neapel 150 200 2019

http://www.maximall.it/pompeii

Falcon Malls Cascina Merlata, Mailand k.A. 65 2021 http://falconmalls.it
Falcon Malls Concordia, Mailand k.A. 131 2021 http://falconmalls.it
Waltherpark Shopping - Bozen 23 k.A. 2021

https://waltherpark.com

    Quelle: Recherche von Germany Trade & Invest

Chancen für deutsche Handelsketten
Ein weiterer Trend in Italien ist die Expansion deutscher Handelsketten. Ein Wachstumsfeld ist der Markt für Discount-Lebensmittel. Ende 2017 hatten Discounter nach Angaben von Nielsen einen Marktanteil von 17 Prozent an den verkauften Nahrungsmitteln. Marktführer ist Eurospin aus Italien, gefolgt von Lidl. Im Jahr 2018 eröffnete Aldi seine erste Filiale in Norditalien, bis zum Jahresende 2018 sollen es 45 Verkaufsstellen werden. Lidl wehrt sich gegen den neuen Konkurrenten mit geplanten Investitionen in Italien im Umfang von 350 Millionen Euro für ein neues innenstädtisches Ladenkonzept. Insgesamt 40 neue Verkaufsstellen sind geplant, weitere 50 Läden sollen modernisiert werden.

Beide deutsche Supermarktketten bestätigen, dass eine lokale Strategie für italienische Feinschmecker unabdingbar ist. Lidl bezieht 80 Prozent der Nahrungsmittelprodukte aus Italien, während der Anteil bei Aldi mit 75 Prozent fast genauso hoch ist.

Preismäßig ist das Erfolgsrezept deutscher Handelsketten etwas anders als in Deutschland. Zwar punkten deutsche Einzelhändler nach wie vor mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, aber der Fokus liegt in Italien auf dem mittleren Preissegment.

Das neuste Beispiel ist die Drogeriekette dm. Ende 2017 wurde die erste Filiale eingeweiht. Geplant sind 100 Läden in Norditalien bis 2020. Im Vergleich zu den italienischen Konkurrenten bietet dm neben einem Preisvorteil genauso hochwertige Produkte. Zudem gibt es in Italien bisher kaum "One-Stop-Shops", die gleichzeitig Drogeriemärkte sind aber auch Schönheitsprodukte, Bio- und Naturprodukte sowie Babyprodukte verkaufen.
Auch die Parfümeriekette Douglas ist in Italien auf Expansionskurz. Ende 2017 hat die Muttergesellschaft von Douglas die Übernahme von zwei der führenden Parfümerien in Italien, Limoni und La Gardenia, abgeschlossen.   

Fielmann ist ein weiteres Beispiel einer deutschen Kette, die in den vergangenen Jahren mit qualitativ hochwertigen Produkten und einem Preisvorteil den italienischen Markt erobert. Mit einem Markteinstieg in Südtirol und einer noch laufenden Expansion in Norditalien ist Fielmann trotz der großen Brillenhersteller in Italien aufgrund der preislichen Vorteile bei italienischen Konsumenten beliebt.

Das deutsche Erfolgsmodell beschränkt sich nicht auf Nahrungsmittel und andere Konsumgüter. Das in Berlin ansässige Unternehmen Flixbus ist ein Beweis dafür, dass sich das Konzept von Qualität und Preiswettbewerb auch erfolgreich auf den Dienstleistungsbereich übertragen lässt. Flixbus ist seit 2015 in Italien, die Passagierzahlen steigen konstant. Im Jahr 2017 waren 40 Millionen Italiener mit Flixbus unterwegs, doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Italien ist für das Unternehmen der am schnellsten wachsende Markt unter 26 Ländern
 

Weitere Informationen:
Italien Franchisesysteme Handel
Quelle:

Robert Scheid, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Foto: JANDALI MODE.MEDIEN.MESSEN
26.06.2018

CHIC Shanghai - MOTTO ‚NEW MAKERS’ INTERPRETIERT FORTSCHREITENDEN WANDEL IM CHINESISCHEN MODEBUSINESS

  • Die wichtige Messeplattform für den Eintritt in den chinesischen Absatzmarkt mit Chinas einflussreichster Konsumentengruppe mit stärkstem Konsumwachstum auch für den Mode- und Beautybereich - den Millennials - als Zielgruppe
  • Das internationale Modeschaufenster für Marktentscheider mit dem Überblick über nationale und internationale Modemarken  
  • Die strategische Marktbearbeitung durch umfassendes Besuchermarketing für internationale Brands auf der CHIC

CHIC, China International Fashion Fair präsentiert auf einer Fläche von ca. 50.000 qm (CHIC im März 100.000 qm) in zwei Hallen rund 800 Aussteller vom 27. bis 29. September 2018 im National Exhibition & Convention Center in Shanghai.

  • Die wichtige Messeplattform für den Eintritt in den chinesischen Absatzmarkt mit Chinas einflussreichster Konsumentengruppe mit stärkstem Konsumwachstum auch für den Mode- und Beautybereich - den Millennials - als Zielgruppe
  • Das internationale Modeschaufenster für Marktentscheider mit dem Überblick über nationale und internationale Modemarken  
  • Die strategische Marktbearbeitung durch umfassendes Besuchermarketing für internationale Brands auf der CHIC

CHIC, China International Fashion Fair präsentiert auf einer Fläche von ca. 50.000 qm (CHIC im März 100.000 qm) in zwei Hallen rund 800 Aussteller vom 27. bis 29. September 2018 im National Exhibition & Convention Center in Shanghai.

Die aktuellen Bedingungen für internationale Modeunternehmen auf dem chinesischen Markt bieten deutliche Verbesserungen für internationale Marken. Die Einfuhrzölle werden von 15,9% auf 7,1% gesenkt, um den Import und das Upgrade der Industrie weiter zu fördern.  

Die McKinsey Studie „The `Chinese consumer´ no longer exists“ definiert die chinesischen Konsumenten nicht länger als nur an niedrigen Preisen interessiert, sondern als wählerisch, gesundheitsbewusst mit vielfältigen Einkaufsgewohnheiten und Präferenzen. Das Modebewusstsein wechselt zu einem individuellem Stilbewusstsein, geprägt von internationalen und nationalen Trends. Chinas Millennials sind die weltweit einflussreichste Konsumentengruppe, ihr Anteil in der Bevölkerung beläuft sich auf 16%, sie sind ausschlaggebend für das Konsumwachstum im chinesischen Markt und werden von heute bis 2030 zu mehr als 20% dazu beitragen.  
 
Unter dem Motto "New Makers" nimmt Asiens führende Modemesse die aktuellen Veränderungen des chinesischen Modemarktes auf und stellt die essentiellen Tools für den chinesischen Markt zur Verfügung. Das neue junge Design der Messe, eingeführt im März dieses Jahres auf der CHIC, wird ausgebaut. Die einzelnen Bereiche der CHIC präsentieren die neuesten Trends des chinesischen und internationalen Modemarktes. CHIC verbindet und vermittelt Partnerschaften und lanciert die neue Generation der Bekleidungsindustrie, die auf High-Tech-Strategien aufbauen und industrielle Produktion mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken verzahnen und auf intelligente, digital vernetzte Systeme in einer selbstorganisierten Produktion setzen.

Die einzelnen Modebereiche der CHIC  
FASHION JOURNEY stellt die internationalen Aussteller in den Mittelpunkt. Neben dem großen italienischen Pavillon, dem französischen Pavillon "Paris Forever" und der Show-in-Show "Preview in China" aus Korea nutzen individuelle Teilnehmer aus Polen, UK, Frankreich, Italien, Spanien, Japan und den USA CHIC als Brücke in den chinesischen Markt. Die nächste deutsche Gruppenbeteiligung ist für März 2019 ge-plant, wobei Deutschland auch mit individuellen Marken wie ESISTO im Bereich NEW LOOK im September vertreten sein wird.

IMPULSES, der Designerbereich der CHIC zeigt aufstrebende Designer Brands wie Junne, Hua Mu Shen, King Ping, Anjaylia, Mao Mart homme, Tuffcan, etc.

Die SUSTAINABILITY ZONE, erstmalig präsentiert auf der CHIC im Herbst 2017, erfährt noch stärkere Betonung aufgrund des zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins chinesischer Konsumenten und präsentiert nachhaltige Supply Chain-Lösungen, nachhaltige Innovationen und nachhaltige Modekollektionen. Programme wie Chemical Stewardship 2020, Carbon Ste-wardship 2020, Water Stewardship 2020 und Circular Stewardship 2020 werden vorgestellt.
Der Womenswear-Bereich NEW LOOK der CHIC präsentiert neben den führenden chinesischen Brands wie AVRALA und CMH auch internationale Marken wie Saint James aus Frankreich, Trenz Eight aus Canada oder PN JONE, USA:

Im URBAN VIEW, dem Menswear Bereich, finden sich neben den Anbietern von klassischer Menswear Casualwearbrands wie NRDMA und SUPIN genauso wie Bespoke, Firmen wie H. Pin& Tack, Jin Yuan Yang, Fa Lan Qian Mu, Long Sheng und DANDINGHE. CHIC YOUNG BLOOD reflektiert den boomenden Streetstyle-Markt, starkes Wachstumspotenzi-al zeigt der Kindermodenbereich KID’S PARADISE, wo u.a. auch die größte Fashiongruppe in China für Kindermode XTEP KIDS ausstellt.
SECRET STARS (Mode-Accessoires), SHANGHAI BAG (Taschen), HERITAGE (Leder & Pelz), SUPERIOR FACTORY (ODM) und FUTURE LINK (Serviceangebote) machen das Modeangebot auf der CHIC komplett. FUTURE LINK versammelt Modedienstleister für u.a. Supply Chain Solutions, Smart Retail und Smart Production, RFID, Lasertechnik und Datennutzung.

Besuchermanagement
Auf dem Vormarsch in Chinas Einzelhandelsszene sind Multibrand- und individuelle Stores als der am stärksten wachsende offline-Sektor. Die Anzahl hat sich in den letzten fünf Jahren von weniger als 100 auf über 5.000 Stores deutlich gesteigert. Exklusive Einkaufserlebnisse und ein individuelles Angebot sind wichtig. Die Kunden legen Wert auf eine breite Auswahl an Produkten: ein Mix aus internationalen und nationalen exklusiven Brands ist das meist verbreitete Konzept.

Die hohen Investitionen der CHIC Veranstalter in das Besuchermanagement für die Messe zahlen sich aus: CHIC verfügt über eine personalisierte Fachbesucherdatenbank von über 200.000 Kontakten, die für das Besuchermarketing im Vorfeld der Messe intensiv für ein kommerzielles Matching für die Aussteller genutzt werden. Zur Messe finden VIP Match Making-Aktivitäten speziell für ausgewählte internationale Brands statt, die hier die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren und die relevanten Kontakte in den chinesischen Handel zu knüpfen. Treffen werden u.a. organisiert mit Multibrand-Stores und Einkäufern wie The Fashion Door, Dong Li-ang, Jing Dong, VIP Shop etc. und Department Stores und Retailern wie Carrefour, Amazon, Decathlon, Wang Fujing etc. Ein wichtiges Tool im Besucher-Marketing stellen die sozialen Medien dar; hierfür werden besondere Programme gefahren, in denen auch einzelne Marken prospektiven Besuchern vorgestellt werden.    

Besucht wird die CHIC von Vertretern aller Distributionskanäle für den Vertrieb im chinesischen Markt, zur letzten Veranstaltung im Herbst 2017 wurden über 65.722 Besucher aus ganz China und weiteren Nationen auf der CHIC registriert, mit einem deutlichen Anstieg der Multibrand-Stores.
 
Seminare und Shows

Die Zukunft des Fashion Business in China wird in Expertenrunden im Rahmen der CHIC TALKS diskutiert. Weiterhin ist ein Seminar von WGSN zu Trends HW 2019 und ein Workshop zum Thema Taschen- und Schuhproduktion von der Moda Pelle Academy geplant.

Die CHIC Shows geben einen Überblick über ausgewählte internationale Marken.

CHIC wird organisiert von Beijing Fashion Expo. Co. Ltd. und China World Exhibitions, unterstützt von China National Garment Association, The Sub-Council of Textile Industry (CCPIT) und China World Trade Center.

Lifestyle Collection Area: Outdoor als Lebensstil (c) Messe Friedrichshafen | OutDoor Show | www.outdoor-show.de
12.06.2018

LIFESTYLE COLLECTION AREA: OUTDOOR ALS LEBENSSTIL

  • Area zeigt Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires und bringt Gleichgesinnte zusammen

Outdoor, Alltag und Lifestyle - Athleisure Wear und Urban Fashion sind weder aus den Städten noch aus dem Outdoor-Markt wegzudenken. Das umfassende Wachstumsthema Urban Lifestyle ist auch auf der OutDoor vom 17. bis 20 Juni 2018 Trendthema. In der Lifestyle Collection-Area zeigen die Aussteller, dass Outdoor mehr ist als nur draußen in der Natur zu sein. Es ist vielmehr ein Lebenstil, ein Mindset, das Verantwortung vor der Natur, Internationalität und einen lebenswerten Modestil verbindet. Neben der Präsenz von Outdoor-Produkten werden die Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires für die Fachbesucher in all ihren Facetten präsentiert. Auch Start-Ups und Newcomer haben die Area für sich entdeckt.

  • Area zeigt Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires und bringt Gleichgesinnte zusammen

Outdoor, Alltag und Lifestyle - Athleisure Wear und Urban Fashion sind weder aus den Städten noch aus dem Outdoor-Markt wegzudenken. Das umfassende Wachstumsthema Urban Lifestyle ist auch auf der OutDoor vom 17. bis 20 Juni 2018 Trendthema. In der Lifestyle Collection-Area zeigen die Aussteller, dass Outdoor mehr ist als nur draußen in der Natur zu sein. Es ist vielmehr ein Lebenstil, ein Mindset, das Verantwortung vor der Natur, Internationalität und einen lebenswerten Modestil verbindet. Neben der Präsenz von Outdoor-Produkten werden die Lifestyle-Trends aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires für die Fachbesucher in all ihren Facetten präsentiert. Auch Start-Ups und Newcomer haben die Area für sich entdeckt.

Cheeki stellt hochwertige Edelstahlflaschen her und wagt den Sprung nach Europa. Die australische Firma ist erstmals auf der OutDoor in der Lifestyle-Area präsent. "Das passt zu uns, weil unsere Produkte nicht nur für den Weg zur Arbeit, zur Schule, für ein Picknick oder Sport sind und auch nicht nur zum Wandern oder Camping, sondern einen Lifestyle verkörpern", erklärt Simon Karlik, Director von Cheeki. Für Karlik sind die Trinkbehälter eine Lebenseinstellung. Das zeigt auch der Produktkatalog: Mit Cheeki-Flaschen kann man gegen die Plastikmüllberge vorgehen. Sie sind ein individuelles Statement gegen die Vermüllung der Meere. Cheeki ist Mindset - eine bestimmte Geisteshaltung, eine Art zu leben.

Der schwedische Hersteller Icebug zählt zu den langjährigen OutDoor-Ausstellern und präsentiert sich 2018 jedoch erstmals bewusst im Lifestyle-Areal. Deutschland-Chef Mathias Basedow sieht den traditionellen Outdoor-Look über dem Zenit: "Running, Camping, Klettern - das alles ist Lifestyle, man will aber nicht mehr unbedingt so aussehen, als wäre man gerade auf einer Expedition unterwegs. Wir brauchen auf Handels- und Markenseite nun also Vorreiter, die sich designtechnisch vom Status quo lösen, ohne die Performance zu opfern." Der Schuhersteller will diese Herausforderung annehmen und zeigt ein cleanes, stilvolles, skandinavisches Design bei den neuen Sneakern mit Performance.

Das Produkt und die Funktion sind auch im urbanen Umfeld wichtig, aber es steht noch für mehr: Das Mindset und die Mentalität, die dahinter steckt. Dazu zählt auch das Thema Nachhaltigkeit. So baut beispielsweise Hersteller Steinkauz auf Naturmaterialien als Funktionsträger. Loden, Wollfilz und Waxcotton. "Loden hat nicht nur großartige Klimaeigenschaften, sondern ist auch noch nachwachsend und als Naturprodukt biologisch abbaubar", argumentiert Markus Holthausen, CEO von Waldkauz/Steinkauz. Entscheidend für ihn: "Loden trifft einen wichtigen Nerv unseres heutigen Umweltbewusstseins und man kann sich auch außerhalb der Trekkingtour damit sehen lassen. Deshalb gehören wir in den Lifestyle-Bereich."

Lebenseinstellung Outdoor heißt auch immer Cross-Over. Nicht für jeden Auftritt ein eigenes Produkt, keine spezielle "Verkleidung" für jede gesellschaftliche Rolle. Cavida präsentiert auf der OutDoor ihre ausgefallenen Wave Hawaii Ponchos. "Sie wurden speziell für Outdoor konzipiert, aber lassen sich natürlich auch zu Hause, im Hallenbad oder der Sauna einsetzen. Mit unseren stylischen Designs treffen wir offensichtlich den Nerv der Zeit", sagt Geschäftsführer Carsten Raphael. Outdoor, Alltag und Lifestyle gilt auch für die Sonnenbrillen von Slastik, die ebenfalls zu Cavida gehören. Raphael sieht sie als "außergewöhnlich stylisch" und "richtungsweisend". "Auch hier werden wir deutliche Aufmerksamkeit erregen."

Die Lifestyle-Area auf der OutDoor will bewusst keine großen Flächenstände. "Das würde die Idee der Lifestyle-Area konterkarieren", erklärt Projektleiter Dirk Heidrich. "Kleine Stände, ein eigenständiger Standbau und die Möglichkeit für Neuaussteller, Start-Ups oder auch langjährige OutDoor-Aussteller, zu experimentieren und dabei maximale Aufmerksamkeit zu bekommen." Und so ist die Lifestyle-Area eine Ausstellung innerhalb der OutDoor. Von hochwertiger Funktionsbekleidung, über Rucksäcke, Zelte, Schlafsäcke und jede Menge Accessoires findet sich alles in dem Bereich - aber mit Stil und Verantwortung. Outdoor als Lifestyle. Die Geschichten hinter den Produkten stellen die Aussteller am Montag, 18. Juni um 17 Uhr beim Networking-Event "Tell us your story" in der Lifestyle Collection-Area vor.

Das Jubiläum der 25. OutDoor findet von Sonntag, 17. bis Mittwoch, 20. Juni 2018 statt und ist nur für den Fachhandel geöffnet. Weitere Informationen unter: www.outdoor-show.de und www.facebook.com/OutDoor.Show/.

mtex+ und LiMA 2018 (c) Messe Chemnitz
22.05.2018

mtex+ und LiMA 2018: BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN TECHNISCHEN TEXTILIEN UND LEICHTBAU

147 Aussteller aus sechs Ländern präsentieren am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz anwendungsorientierte textile und Leichtbau-Lösungen für Branchen von A bis Z und stellen zahlreiche Neuheiten vor - Sonderschauen und Fachveranstaltungen vertiefen Messethemen und geben Anstöße für Innovationsentwicklung und Geschäftskontakte

147 Aussteller aus sechs Ländern präsentieren am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz anwendungsorientierte textile und Leichtbau-Lösungen für Branchen von A bis Z und stellen zahlreiche Neuheiten vor - Sonderschauen und Fachveranstaltungen vertiefen Messethemen und geben Anstöße für Innovationsentwicklung und Geschäftskontakte

Mit einem Plus an Ausstellern von zehn Prozent und einer um 20 Prozent vergrößerten Fläche geht das Messe-Duo mtex+ und LiMA am 29./30. Mai 2018 an den Start. In Halle 1 der Messe Chemnitz präsentieren 147 Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf 4200 Quadratmetern anwendungsorientierte textile und Leichtbaulösungen für Branchen von A wie Architektur bis Z wie Zugtechnik. Zur Vorveranstaltung 2016 waren 134 Aussteller auf 3500 Quadratmeter in Chemnitz vertreten. „Wir freuen uns, dass das Zusammenwachsen der Technologiefelder Technische Textilien und Leichtbau in unserem Messe-Duo noch sichtbarer wird. Dabei zeigen nicht nur Aussteller aus der mitteldeutschen Industrie- und Forschungsregion ihr Know-how. Ebenso können wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem weiteren Deutschland sowie aus Belgien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Tschechien in Chemnitz begrüßen. Für uns ein Beleg, dass das weitere Zusammenführen von mtex+ und LiMA unter dem neuen Slogan ‚Exzellente Verbindungen: Technische Textilien treffen Leichtbau‘ greift“, betont Dr. Ralf Schulze, Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, zu welcher die Messe Chemnitz gehört.

Neuheiten von textilen Leiterplatten bis Zug-Komponenten aus Basalt und Bambus
Die Internationale Messe für Technische Textilien mtex+ und die Leichtbaumesse LiMA fokussieren funktionalisierte und intelligente Textilien sowie Leichtbauwerkstoffe und –produkte, digitalisierte Produktion, Verfahrens-, Prozess- und Technikentwicklung, Veredlung sowie Recycling. Die Aussteller warten 2018 mit zahlreichen Neuheiten auf. Der Vliesstoff-Konfektionär Glatzeder kommt mit Schutzanzügen aus einem völlig neuen Material nach Chemnitz, das für Arbeit unter Extrembedingungen geeignet ist.  Eine speziell für Sicherheitskräfte entwickelte Schnittschutzbekleidung zeigt Wattana. Flexible textile Leiterplatten aus leitfähigem Vliesstoff sind eine Neuentwicklung von Norafin.  Eine die Lebensdauer von Kunstleder-Polsterungen verlängernde Oberflächenversiegelung präsentiert Vowalon. Leichte interaktive Bauelemente sowie Tische und Sitzgelegenheiten aus Textilbeton stellt die TU Chemnitz vor. Verkleidungs- und Interieurteile für Schienenfahrzeuge mit Basalt- und Bambusfasern zeigt HÖRMANN Vehicle Engineering.
Neben den Ausstellungsständen bieten neue und bewährte Sonderschauen Einblicke in innovative Entwicklungen. Erstmals auf dem Programm stehen „light.building“ zum Leichtbau in Architektur und Bauwesen und „flexible.protect“ zu Schutz- und Sicherheitstextilien für Mensch, Natur, mobile und immobile Güter. Fortgesetzt wird die bereits 2016 erfolgreiche Ausstellung „health.textil“ mit Medizin-, Gesundheits- und Wellnesstextilien.

Kompakt, intensiv und international
Die Stand- und Sonderschau-Präsentationen demonstrieren die wachsende Einsatzbreite von Technischen Textilien und Leichtbau. „Hightech-Textilien und Leichtbaulösungen erobern immer neue Anwendungsfelder. Kompakt zu sehen sind die vielfältigen Möglichkeiten in der mitteldeutschen Industriemetropole Chemnitz, die zugleich ein Zentrum innovativer Textilindustrie war und ist. Die Atmosphäre des kleinen, aber feinen Messe-Duos der kurzen Wege und intensiven Kontakte schätzen nicht nur die Akteure der starken sächsisch-thüringischen Textilregion, sondern genauso Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Ausland. So sind der Textilverband ATOK und das Techtex-Cluster CLUTEX aus Tschechien mit einem Firmengemeinschaftsstand und das Smart-Textiles-Netzwerk aus Österreich erneut bei uns zu Gast“, informiert Dr. Jenz Otto, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) und ergänzt: „Die Schau ist nicht nur für die fachlichen Insider ein Pflichttermin, auch die Bundespolitik zeigt großes Interesse an den Textil- und Leichtbau-Kompetenzen der Region. So folgt der Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer, Christian Hirte, unserer Einladung zu einem Besuch des Messe-Duos.“ Der vti ist seit Anbeginn Hauptpartner und Impulsgeber für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Veranstaltung.

Bezahlbare Leichtbautechnologien für die Großserie
Exzellente Verbindungen zwischen Technischen Textilien und Leichtbau entstehen in Form von Produkt- und Verfahrensinnovationen insbesondere an den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der mitteldeutschen Wissenschaftsregion. Ein Netzwerk, in dem viele Fäden zusammenlaufen, ist die Allianz Textiler Leichtbau (ATL). Hier arbeiten die Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gGmbH, das Fraunhofer-Forschungszentrum „Systeme und Technologien für textile Strukturen“ (STEX), das Institut für Strukturleichtbau an der TU Chemnitz und das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI) an ganzheitlichen Prozessketten zur ressourceneffizienten Herstellung textiler Halbzeuge und textilverstärkter Hochleistungsbauteile. „Wir bündeln unsere Kompetenzen und Erfahrungen, um textile Leichtbautechnologien für Großserienanwendungen zu entwickeln und mit diesem ganzheitlichen Herangehen den Leichtbauerfolg von morgen zu sichern“, erläutert ATL-Sprecher und Cetex-Geschäftsführer Sebastian Nendel. Die Allianz ATL stellt nach 2016 erneut auf mtex+ und LiMA aus und rückt Lösungen aus Faserverbundwerkstoffen für einen bezahlbaren Leichtbau in Großserie in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Industriepartner HÖRMANN Vehicle Engineering sowie dem deutschlandweit einzigen Bundesexzellenzcluster für Leichtbauforschung MERGE der TU Chemnitz werden vor allem Anwendungen für den Mobilitätsbereich gezeigt. Während in der HÖRMANN-Präsentation Textil-Leichtbau-Lösungen für Schienenfahrzeuge im Mittelpunkt stehen, stellt die ATL neue Serienanwendungen für Straßenfahrzeuge vor. Dazu gehören ein Motorträger für ein Elektrofahrzeug, der aufgrund seiner Konstruktion, Fertigung und Materialzusammensetzung um rund ein Drittel leichter ist als ein vergleichbarer Träger aus Metall und zudem kostengünstiger hergestellt werden kann. Weiter zu sehen sind ein Leichtbau-Erdgasrack für ein Serienfahrzeug aus Faser-Kunststoff-Verbund, ein Carbon-Aluminium-Sandwich für Leichtbauräder, ultraleichte Verbunde aus Organoblechen und Holz sowie zahlreiche weitere Leichtbau-Innovationen.

Renommierte Chemnitzer Textiltechnik-Tagung erneut in der Messe Chemnitz
Begründer der ATL sowie Initiator und Förderer einer generell engen Vernetzung von Textil- und Leichtbauakteuren ist Prof. Dr. Lothar Kroll. Der Sprecher des Bundesexzellenzclusters MERGE und Direktor der Cetex hat maßgeblich beigetragen, die vom Cetex-Förderverein veranstaltete renommierte Chemnitzer Textiltechnik-Tagung CTT eng mit mtex+ und LiMA zu verbinden. So findet nach der Premiere 2016 die CTT auch in diesem Jahr in der Messe Chemnitz statt. Am 28./29. Mai 2018 werden mehr als 200 internationale Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft zur 16. Auflage dieser im Zwei-Jahres-Turnus stattfindenden Veranstaltung erwartet.  „Wir schlagen hier eine Brücke zwischen Maschinenbau, Textiltechnik und Leichtbau, präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse und Trends aus diesen Bereichen und können greifbare Entwicklungen daraus auch bereits an den Messeständen sehen. Aufgrund der besonderen Relevanz des Themas Leichtbau für den Umweltschutz werden neue Leichtbautechnologien zunehmend grenzübergreifend auch in Kooperation mit internationalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt“, so Prof. Lothar Kroll.

Begleitprogramm mit vielen Höhepunkten
Das Begleitprogramm von mtex+ und LiMA greift weitere technisch und wirtschaftlich relevante Themen rund um Technische Textilien und Leichtbau auf. Dazu gehört das Fachforum „light.building“ zum vielfältigen Einsatz textilverstärkter Leichtbaustrukturen in Bau und Architektur am 29. Mai, organisiert von der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz. Textile Lösungen für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft werden in einer von der Wirtschaftsförderung Sachsen ebenfalls am 29. Mai veranstalteten Projektwerkstatt diskutiert.
Eine Einführung in die Innovationsmethode Design Thinking und Impulse für neue Geschäftsmodelle gibt die Design-Challenge am 29. Mai. Initiatoren des Workshops sind die Juniorprofessur Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge, Stiftungsprofessur der Sparkasse Chemnitz, an der TU Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem futureTex-Projekt „Geschäftsmodellinnovationen“. Eine weitere futureTEX-Veranstaltung findet am 30. Mai statt. In der Kompetenzwerkstatt „Wie leicht ist Leichtbau – Neue textile Wege“ stellen Partner des größten bundesdeutschen Projektes in der Textilwirtschaft aktuelle Entwicklungen, Anwendungspotenziale und Rahmenbedingungen für einen industriellen Transfer vor. Workshops mit Live-Vorführungen zur Integration von Elektronik und Sensorik in Textilien bietet das SmartTex Netzwerk Thüringen an beiden Messetagen an.
Unter dem Slogan „go textile!“ werden ebenfalls an beiden Messetagen die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten auf den Zukunftsfeldern Technische Textilien und Leichtbau für Schüler, Studenten sowie Berufserfahrene aufgezeigt.
Zur Vertiefung von Geschäftskontakten und der Anbahnung neuer Projekte laden am 29. Mai ein Deutsch-Tschechisches Unternehmertreffen und am 30. Mai ein B2B Businessbrunch mit Unternehmen aus der Nachbarrepublik ein. Kontakte und Inspirationen für zukünftige Geschäfte in entspannter Atmosphäre verspricht der Netzwerkabend am Ende des ersten Messetages. In diesem Rahmen wird u. a. zum dritten Mal der mtex+-Innovationspreis vergeben.

Weitere Informationen zum Programm sowie zu den Messen insgesamt unter: www.mtex-lima.de

 

POLNISCHE MÖBELINDUSTRIE INVESTIERT WEITER Foto: Pixabay
01.05.2018

POLNISCHE MÖBELINDUSTRIE INVESTIERT WEITER

  • Exporte legen zu
  • Inlandsnachfrage steigt

Warschau (GTAI) - Polen stärkt seine Position als bedeutender Möbelproduzent. Zahlreiche Unternehmen bauen ihre Kapazitäten aus. Die Branchenstruktur ist stark zersplittert. Unter den kleinen bis großen Unternehmen ist ein gewisser Konsolidierungstrend spürbar. Auch tummeln sich zahlreiche Mikrofirmen auf dem Markt. Die Möbelexporte sollen 2018 wieder zunehmen, und auch im Land selbst wächst die Nachfrage nach Wohnungs-, Büro- und Ladeneinrichtungen.

  • Exporte legen zu
  • Inlandsnachfrage steigt

Warschau (GTAI) - Polen stärkt seine Position als bedeutender Möbelproduzent. Zahlreiche Unternehmen bauen ihre Kapazitäten aus. Die Branchenstruktur ist stark zersplittert. Unter den kleinen bis großen Unternehmen ist ein gewisser Konsolidierungstrend spürbar. Auch tummeln sich zahlreiche Mikrofirmen auf dem Markt. Die Möbelexporte sollen 2018 wieder zunehmen, und auch im Land selbst wächst die Nachfrage nach Wohnungs-, Büro- und Ladeneinrichtungen.

Polen ist ein wichtiges Herstellerland von Möbeln, die in starkem Maße exportiert werden, vor allem nach Deutschland. Die Produzenten erweitern ihre Kapazitäten: So begann Ende Oktober 2017 die österreichische Gesellschaft Egger mit dem Bau einer großen Fabrik für Spanplatten im Süden von Biskupiec (Bischofsburg), die im 4. Quartal 2018 ihren Betrieb aufnehmen soll. Sie entsteht auf einem 85 Hektar großen Grundstück innerhalb der Ermländisch-Masurischen Sonderwirtschaftszone (SWZ) und soll jährlich etwa 650.000 Kubikmeter Platten produzieren.

Der Wert dieser Investition beläuft sich auf annähernd 240 Millionen Euro. Die Produkte sind für in- und ausländische Abnehmer bestimmt. Sie sollen strengen Umweltnormen entsprechen und zu bis zu 30 Prozent aus recycelten Holz stammen. In der neuen Fabrik selbst entstehen 400 Arbeitsplätze und weitere 600 in den mit ihr kooperierenden Firmen.

Ein wichtiger Abnehmer der Spanplatten wird die Möbelindustrie sein, die auch selbst weiter investiert. Die Gesellschaft Meble Wojcik plant laut Tageszeitung Rzeczpospolita den Bau einer Produktionsstätte sowie einer Lager- und Logistikhalle für insgesamt 12 Millionen Euro. Diese sollen mit automatisierten Produktionslinien und Logistikausrüstungen ausgestattet werden. Vorgesehen ist darüber hinaus die Weiterentwicklung des Informatiksystems, sodass die Produktion individuellen Kundenwünschen angepasst werden kann. Durch das Investitionsprojekt entstehen mindestens 120 Arbeitsplätze. Der Umsatz von Meble Wojcik lag 2017 bei gut 100 Millionen Euro.

Neues Sägewerk geplant
Ein Vorhaben in vergleichbarem Wert nimmt der Hersteller von Polstermöbeln DFM in Angriff, der in Dobre Miasto (Guttstadt) Rahmenelemente aus Holz herstellen will. Dort entsteht ein modernes Sägewerk, dessen Konstruktionselemente nicht nur für DFM selbst, sondern auch für weitere Abnehmer bestimmt sind.

Der Möbelhersteller Szynaka Meble will gut 5,3 Millionen Euro aufbringen, um in Ilawa (Deutsch Eylau) ein neues Warenlager zu errichten. Dort sollen 30 Mitarbeiter beschäftigt werden. Vorgesehen ist unter anderem die Beschaffung von moderner Software zur Materialverwaltung.

Die sechs Werke von Szynaka Meble produzierten 2017 Möbel im Wert von rund 235 Millionen Euro (auf Zloty-Basis +5 Prozent gegenüber 2016). Für 2018 rechnet die Gesellschaft mit einem Zuwachs um 15 Prozent, vor allem durch verstärkte Exporte nach Nordamerika, wohin sie ein Fünftel ihrer Produktion verkaufen will.

Standort der Projekte von Meble Wojcik, DFM und Szynaka Meble ist ebenfalls die Ermländisch-Masurische SWZ, die in einer am Rohstoff Holz reichen Gegend liegt. Der Hersteller von Ladeneinrichtungen Modern-Expo wiederum plant laut Pressemeldungen den Bau einer Fabrik in Lublin. In den ersten drei Quartalen 2017 investierte die polnische Möbelindustrie laut Statistischem Hauptamt GUS insgesamt rund 200 Millionen Euro; auf Zloty-Basis stagnierte der Betrag gegenüber derselben Vorjahresperiode.

Branchenstruktur ist zersplittert
Die Möbelbranche spielt eine wichtige Rolle in der polnischen Industrie. Rund 25.800 Betriebe befassen sich in Polen mit der Herstellung von Möbeln und Inneneinrichtungen. Trotzdem werden auch Elemente und Komponenten importiert, unter anderem aus Deutschland. Über 90 Prozent der Unternehmen sind Mikrofirmen, die laut der Marktforschungsfirma B+R Studio zusammen jedoch nur für 10 Prozent der verkauften Inlandsproduktion stehen. Lediglich etwa 90 Unternehmen werden als groß eingestuft. Zusammen mit den rund 320 mittelständischen Firmen verkaufen sie gut drei Viertel (76 Prozent) der einschlägigen Produkte. Auf kleine Betriebe entfällt ein Anteil von 14 Prozent. Ende 2017 gab es in der Möbelindustrie laut GUS rund 161.000 Beschäftigte, etwa 6.000 mehr als ein Jahr zuvor (+4 Prozent).

Umsätze der polnischen Möbelhersteller (in Mrd. Euro)
2013 2014 2015 2016 2017 1)  2018 2)
7,5 8,4 9,3 10,0 10,5 11,1

1) Schätzung; 2) Prognose

Quelle: B+R Studio

B+R Studio erwartet für 2018 Umsätze der inländischen Hersteller von insgesamt gut 11 Milliarden Euro, was auf Zloty-Basis einer Steigerung um 3,1 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Marktführer ist seit Jahren die polnische Tochtergesellschaft des schwedischen Ikea-Konzerns mit Einnahmen von rund 1 Milliarde Euro 2016. Weit abgeschlagen folgt die inländische Gruppe Black Red White, die 2016 insgesamt 335 Millionen Euro einnahm. Ihren Umsatz 2017 schätzt sie auf rund 400 Millionen Euro (auf Zloty-Basis +16 Prozent); der Exportanteil liegt bei 35 Prozent.

Den dritten Rang belegt die auf Büromöbel und Stühle spezialisierte Gesellschaft Nowy Styl mit Einnahmen von schätzungsweise 340 Millionen Euro 2017 (+8 Prozent gegenüber 2016). Der Matratzenhersteller Correct folgt mit einem Umsatz von 291 Millionen Euro 2016 vor der börsennotierten Gesellschaft Fabryka Mebli Forte mit 252 Millionen Euro, die für 2020 Einnahmen von 400 Millionen Euro anstrebt. Forte nimmt gegen Ende 2019/Anfang 2020 ihre fünfte Fabrik in Betrieb, wodurch sich ihre Produktionskapazität auf 6,5 Millionen Möbelstücke jährlich erhöhen wird.

Von Bedeutung ist außerdem der Hersteller von Polstermöbeln Com.40 Limited. Sitzgelegenheiten bilden die weitaus wichtigste Kategorie unter den in Polen hergestellten Möbeln mit einem Anteil von knapp der Hälfte an den Verkäufen.

Ausfuhren beleben sich
Die Möbelexporte sollen laut B+R Studio 2018 auf 10,6 Milliarden Euro steigen. Auf Zloty-Basis bedeutet das einen Zuwachs um etwa 2 Prozent gegenüber 2017 mit schätzungsweise 10,1 Milliarden Euro, als die Exporte um 1 Prozent gesunken waren. Auch im Inland nimmt die Nachfrage nach Möbeln dank des Wohnungs- und Gewerbeimmobilienbaus zu. Die steigende Kaufkraft der Bevölkerung ermöglicht zudem den Ersatz alter Einrichtungen durch neue. Importe ergänzen das Angebot der einheimischen Industrie.
 

Möbelverkäufe in Polen (in Mrd. Euro)
2013 2014 2015 2016 2017 1) 2018 2)
1,2 1,2 1,3 1,3 1,4 1,5

1) Schätzung; 2) Prognose

Quelle: B+R Studio

Die Branche leidet unter dem zunehmenden Arbeitskräftemangel, der zu höheren Löhnen führt. Die durchschnittlichen Bruttolöhne lagen 2017 laut GUS monatlich bei 833 Euro gegenüber 738 Euro 2016. Auf Zloty-Basis entspricht das einem nominalen Zuwachs um 7,3 Prozent.

Kontaktanschriften:

Ogolnopolska Izba Gospodarcza Producentow Mebli (OIGPM)
(Polnische Wirtschaftskammer der Möbelproduzenten)
Ansprechpartner: Michal Strzelecki
Al. Stanow Zjednoczonych 51, pok. 614
04-028 Warszawa, Polen
T +48 (0)22 517 78 39
oigpm@oigpm.org.pl
http://www.oigpm.org.pl

B+R Studio Analizy Rynku Meblarskiego
Marktforschungsinstitut für den Möbelmarkt:
Leiter der Analyseabteilung: Martin Czyrnia
MD Connect Sp.z o.o.
ul. Oleska 35
46-380 Dobrodzien, Polen
T +48/507 96 66 23
brstudio@brstudio.eu
http://brstudio.eu

Möbelproduzenten      Internetadressen
Egger      http://www.egger.com
Meble Wojcik http://www.meblewojcik.com.pl
DFM http://www.dfm.com.pl
Szynaka Meble http://www.szynaka.pl


 
  

Weitere Informationen:
Polen Möbelmarkt
Quelle:

Beatrice Repetzki, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Möbelmarkt in Frankreich Foto: Pixabay
24.04.2018

MÖBELMARKT IN FRANKREICH WÄCHST KRÄFTIG

  • Umsatz mit Küchen und Betten legt überdurchschnittlich zu
  • E-Commerce setzt die Branche unter Druck

Paris (GTAI) - Der Möbelverkauf in Frankreich ist 2017 das dritte Jahr in Folge kräftig gestiegen, wenngleich das Rekordniveau von 2011 noch nicht erreicht wurde. Dies berichtet der Verband FNAEM in seiner Jahresbilanz und verweist auf eine enge Verbindung mit dem boomenden Wohnungsmarkt. Dieser sollte den Möbelsektor auch 2018 antreiben.

  • Umsatz mit Küchen und Betten legt überdurchschnittlich zu
  • E-Commerce setzt die Branche unter Druck

Paris (GTAI) - Der Möbelverkauf in Frankreich ist 2017 das dritte Jahr in Folge kräftig gestiegen, wenngleich das Rekordniveau von 2011 noch nicht erreicht wurde. Dies berichtet der Verband FNAEM in seiner Jahresbilanz und verweist auf eine enge Verbindung mit dem boomenden Wohnungsmarkt. Dieser sollte den Möbelsektor auch 2018 antreiben.

Der französische Möbelmarkt hat nach Umsatzzuwächsen von 2,4 und 2,3 Prozent in den Jahren 2015 und 2016 im Jahr 2017 erneut ein stabiles Plus von 2 Prozent erreicht. Nach Informationen des Verbandes FNAEM (Federation française du negoce de l'ameublement et de l'equipement de la maison) hängt die Marktentwicklung eng mit dem Wohnungsbau und Immobilienmarkt zusammen. Nach Verbandsangaben erfolgte jeder dritte Möbelkauf durch einen Haushalt, der innerhalb der letzten 24 Monate umgezogen ist.
 
Im Jahr 2017 wurden in Frankreich im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent mehr Wohnungen gebaut. Bis Ende Oktober 2017 hatte auch der Immobilienmarkt 16 Prozent mehr Transaktionen registriert. Der Bauverband FFB (Federation française du batiment) erwartet mit einem leichten Minus von 2,5 Prozent bei den begonnenen Neubauwohnungen 2018 erneut eine starke Bauaktivität.
Auch die Entwicklung der Gesamtkonjunktur und des politischen Umfeldes haben einen starken Einfluss auf den Möbelmarkt. So führten die Präsidentschaftswahlen und der Regierungswechsel in Frankreich zu einer anfänglichen Verunsicherung der Verbraucher und zu Verzögerungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Der Möbelabsatz entwickelte sich daher im 1. Halbjahr 2017 zunächst schwach, danach aber umso dynamischer.

Möbelmarkt in Frankreich
  Umsatz 2017 (in Mrd. Euro) Veränderung 2017/16 (in %) Anteil (in %)
Küchenmöbel 2,57 4,0 26,3
Polstermöbel (Sofas, Sessel und Bänke) 2,42 2,3 24,8
Betten 1,34 3,0 13,8
Badmöbel 0,24 -1,6 2,5
Gartenmöbel 0,13 2,0 1,4
Andere Wohnmöbel (Tische, Stühle, Kommoden, Truhen) 3,06 0,1 31,2
Gesamt 9,76 2,0 100,0

Quelle: IPEA (Institut de prospective et d'etudes de l'ameublement)

Am stärksten zulegen konnte 2017 das Segment Küchen, während in den vergangenen Jahren vor allem Schlafzimmermöbel die Verkäufe anführten. Küchen profitieren besonders stark vom anziehenden Wohnungsmarkt sowie vom anhaltenden Trend in französischen Haushalten, der Kücheneinrichtung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Einbauküchen gewinnen Marktanteile
Nach einer Analyse des Marktforschungsunternehmens IPEA (Institut de prospective et d'etudes de l'ameublement) haben in Frankreich nur 60 Prozent der Haushalte eine Einbauküche, deutlich weniger als in anderen westeuropäischen Ländern (Deutschland: etwa 80 Prozent). Dieser Unterschied verheißt dem Segment auf Jahre hinaus gute Zuwachsraten.
Bei Polstermöbeln vergrößert sich nach Angaben der Marktforscher die Kluft zwischen dem gut laufenden Segment Sofas und Sessel gegenüber Sitzbänken. Vor allem Klappsofas, die immer günstiger angeboten werden, machen den Bänken weiter Konkurrenz.

Andere Wohnmöbel wie Tische, Stühle oder Truhen, die weiterhin den größten Teil des Marktes ausmachen, konnten 2017 nach Darstellung des Verbandes FNAEM im Handel weniger stark Boden gutmachen als Küchen und Betten. Auch 2018 wird sich den Erwartungen des Verbandes zufolge keine Erholung abzeichnen. Allenfalls der Onlinehandel sollte laut FNAEM im Wohnmöbelsegment weiter zulegen
Der Absatz von Gartenmöbeln wurde 2017 von Warmwetterperioden im Frühling begünstigt, wodurch sich die Verkaufssaison verlängerte. Badmöbel konnten nach Angaben von IPEA 2017 nicht umfassend vom Aufschwung im Wohnungsmarkt profitieren. Das Geschäft hänge hinge vielfach von den Baumärkten ab, die oft auf preiswerte Produkte setzten. Installationsfirmen hätten 2017 weniger Badmöbel und mehr Heizungsanlagen vertrieben.
 
Gute Absatzprognosen für Betten
Das Segment Schlafzimmer, Spitzenreiter beim Wachstum in den letzten Jahren, hat sich 2017 weniger stark entwickelt. IPEA führt dies auf einen härteren Wettbewerb mit mehr Preisaktionen zurück. Niedrigere Preise hätten trotz guter Volumina die Umsätze gebremst. Die Käufer fragten weiterhin größere Betten ab einer Breite von 160 cm nach.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Xerfi soll das Bettensegment bis 2019 stabil um 3,3 Prozent pro Jahr zulegen, getragen vom Wohnungsmarkt und höheren verfügbaren Einkommen. Auch würden französische Verbraucher ihre Matratzen inzwischen öfter austauschen. Nach Angaben der Händler kaufen Franzosen alle 14 Jahre eine neue Matratze, während dies in den USA alle acht Jahre geschehe. Der Fachverband der Matratzenindustrie nennt für Deutschland 13,5 Jahre.

Händler betreiben Multichannel-Strategie
Allerdings wächst die Konkurrenz im Betten- und Matratzenmarkt vor allem durch den Erfolg des E-Commerce. Online-Matratzenanbieter wie Casper aus den USA (mit Produktion in Deutschland), Tediber und Ilobed aus Frankreich oder Simba und Eve Sleep aus dem Vereinigten Königreich haben in Frankreich massive Werbekampagnen gestartet. Nach Schätzungen der Anbieter kommen sie im Matratzensegment inzwischen auf einen Marktanteil von etwa 5 bis 6 Prozent.

Der stationäre Handel mit Möbelhäusern wie Ikea, Conforama oder But und den Bettenspezialisten Maison de la literie, Compagnie du lit oder Litrimarche wehrt sich gegen die reinen Online-Anbieter. Alle großen Händler fahren inzwischen eine Multichannel-Strategie, das heißt sie versuchen nicht nur in ihren Möbelhäusern, sondern auch über ihre Online-Kanäle zu verkaufen. Gleichzeitig werden die Läden durch Events, mehr Beratung oder öfter wechselnde Ausstellungen aufgewertet.

Führend sind in Frankreich weiterhin die großen Möbelhäuser Ikea, Conforama und But. Marktführer Ikea nimmt 2017 einen Marktanteil von 19,4 Prozent für sich in Anspruch. Conforama und But haben für 2017 keine Anteile veröffentlicht, kamen aber 2016 auf 16,1 beziehungsweise 13,4 Prozent. Der Onlinehandel kommt nach Schätzungen von IPEA insgesamt auf etwa 12 Prozent Marktanteil. Davon entfällt jeweils die Hälfte auf reine Onlineanbieter und den Internetverkauf herkömmlicher, vormals rein stationärer Anbieter.

Ikea strebt in Frankreich einen Onlineanteil von 10 Prozent an. Conforama erwirtschaftet nach eigenen Angaben bereits 10 Prozent des Umsatzes über das Internet. Allerdings bietet das Unternehmen auch Unterhaltungs- und Haushaltselektronik an. Von den Online-Möbelkäufen werden immer noch 82 Prozent im Laden abgeholt. Dem will Conforma mit zusätzlichen Möbelmärkten im Niedrigpreissegment gerecht werden. Gleichzeitig sollen andere Verkaufsräume entstehen, in denen Einrichtungsideen präsentiert werden.

Möbelhandel in Frankreich nach Verkaufskanal
  Umsatz 2017 (in Mrd. Euro) Veränderung 2017/16 (in %)
Möbelhäuser 4,91 +0,9
Küchenhäuser 1,30 +6,0
Möbelgeschäfte, mittleres Segment 1,02 +1,4
Luxus-Möbelgeschäfte 0,37 +2,0
Handwerk 0,33 -0,4
E-Commerce, Kataloghandel und andere 1,83 +3,3
Gesamt 9,76 +2,0

Quelle: IPEA

Conforama war 2017 beim französischen Online-Pionier Showroomprive.com als Investor eingestiegen und erhoffte sich davon Know-how im Online-Marketing. Aufgrund der drohenden Pleite des südafrikanischen Mutterhauses Steinhoff hat Conforama seine Anteile Anfang 2018 an die Supermarktkette Carrefour weiterverkauft.

Das Unternehmen will sich aber weiterhin das gestiegene Kundeninteresse am Betten-Segment mit einer neuen Ladenkette für gehobene Ansprüche unter der Marke "Il etait une nuit" zunutze machen und kauft weitere kleinere Bettenhäuser hinzu. Die Kette But stand längere Zeit zum Verkauf, bis sie Mitte 2016 vom drittgrößten Möbelhändler Lutz aus Österreich gemeinsam mit Finanzinvestoren übernommen wurde.

Kontaktadressen
Bezeichnung Internetadresse Anmerkungen
AHK Frankreich http://frankreich.ahk.de Berät beim Markteinstieg in Frankreich
Federation française du negoce de l'ameublement et de l'equipement de la maison (FNAEM) http://www.fnaem.fr Verband des Möbelhandels
Union nationale des industries de l'ameublement français http://www.ameublement.com Verband der französischen Möbelhersteller


      

Weitere Informationen:
Frankreich Möbelmarkt
Quelle:

Peter Buerstedde, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Heimtextil Trend Council © Messe Frankfurt GmbH / Pietro Sutera
17.04.2018

HEIMTEXTIL 2019: TRENDS IN NEUEM GEWAND

Die Heimtextil treibt die Neukonzeption für 2019 weiter voran: Nachdem die Verantwortlichen eine rundum erneuerte Hallenplanung erarbeitet haben, richten sie nun auch das Trendprogramm neu aus. Mit einem Treffen internationaler Trendforscher am 20. und 21. Februar in Frankfurt am Main haben die Designexperten – so früh wie noch nie – die Vorbereitungen zu den Trends der kommenden Heimtextil (8. bis 11. Januar 2019) aufgenommen.

Die Heimtextil treibt die Neukonzeption für 2019 weiter voran: Nachdem die Verantwortlichen eine rundum erneuerte Hallenplanung erarbeitet haben, richten sie nun auch das Trendprogramm neu aus. Mit einem Treffen internationaler Trendforscher am 20. und 21. Februar in Frankfurt am Main haben die Designexperten – so früh wie noch nie – die Vorbereitungen zu den Trends der kommenden Heimtextil (8. bis 11. Januar 2019) aufgenommen.

„Seit Jahrzehnten genießen die Heimtextil Trends ein weltweit beachtetes Renommee. Mit ihrer großflächigen und progressiven Inszenierung sind sie ein wesentliches Aushängeschild unserer Messe“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „Daher liegt uns sehr viel daran, dass wir mit unserem neuen Trendkonzept weiter unserer Vorreiterrolle gerecht werden und unseren Ausstellern und Besuchern ein zukunftsorientiertes Programm anbieten. Künftig werden wir die Inszenierung vor allem auf digitaler Ebene verstärken.“
 
Beginnend mit dem Meeting in Frankfurt arbeiten Trendforscher aus drei europäischen Büros an den Heimtextil Trends 2019/20. Das britische Designstudio FranklinTill wird ein weiteres Mal eine führende Rolle einnehmen und die Umsetzung des Trendbuchs verantworten. An ihrer Seite wirken das Stijlinstituut Amsterdam (Niederlande) und SPOTT Trends & Business (Dänemark) mit und bilden gemeinsam das neue Heimtextil Trend Council.

Während des zweitägigen Workshops trugen die drei Agenturen Erkenntnisse über aktuelle Strömungen aus Interior Design, Architektur, Mode und Kunst zusammen. Dabei legten sie ihren Fokus auf Entwicklungen von Materialien und Texturen, Farben und Mustern. Abschließend definierten sie stilprägende Designthemen, aus denen in den kommenden Monaten eine global gültige Trendprognose herausgearbeitet wird.

Neu: „Trend Space“ in Halle 3.0
Bei der Inszenierung der Trends auf der Messe erhält die Heimtextil Unterstützung von der Frankfurter Agentur Atelier Markgraph. Als Spezialist für Kommunikation im Raum plant Atelier Markgraph eine interaktive, zukunftsweisende Ausstellung, die die Messebesucher mit analog-digitalen Erlebnisformaten in die Welt der Trends 2019/2020 versetzt. Die Trendinszenierung trägt künftig den Namen „Trend Space“ und ersetzt damit den bisherigen „Theme Park“. Als neue Location haben die Verantwortlichen die Halle 3.0 gewählt. Im Rahmen der Neukonzeptionierung der Heimtextil befindet sich der „Trend Space“ in unmittelbarer Nachbarschaft mit internationalen Textildesignern, CAD/CAM-Anbietern und Digitaldruckmaschinenherstellern. Somit führt die Heimtextil die progressiven Themen Trends, Textildesign und Digitaldruck auf einer Hallenebene zusammen und schafft ein Areal voll Inspirationen und Zukunftstechnologien. Zur kommenden Heimtextil wird die Halle 3.0 – exklusiv für Aussteller – bereits am Messevortag, am 7. Januar 2019, geöffnet.

Preview: Trend-Präsentation im Spätsommer
Die Ergebnisse der Trendforscher werden im neuen Heimtextil Trendbuch festgehalten. Aussteller der Heimtextil erhalten das Trendbuch vorab für ihre Produktgestaltung und Kollektionierung. Einen ersten Einblick in die neuen Trends geben die Messeverantwortlichen gemeinsam mit dem „Trend Council“ am 4. September. Hierzu lädt die Heimtextil Pressevertreter zu einer Preview ein, deren Rahmen ebenfalls neu konzipiert wird.   
 
Folgende Designbüros wirken an der Heimtextil 2019 mit:

Das Designbüro FranklinTill (Großbritannien) übernimmt die Hauptverantwortung für die Ausarbeitung der Heimtextil Trends 2019/2020. Das Studio mit Sitz in London umfasst Trendforscher, Designer und Stylisten sowie ein weit gespanntes, internationales Netzwerk aus Kreativen und Visionären. Zu den vielfältigen Projekten der multidisziplinären Agentur zählen Trendreports, Farbprognosen, Designrealisierungen, Markenentwicklungen sowie Messe- und Ausstellungskurationen. Neben den Agenturgründerinnen Kate Franklin und Caroline Till arbeitet auch Titia Dane an der Heimtextil mit. www.franklintill.com

Anne Marie Commandeur vom Stijlinstituut Amsterdam (Niederlande) leitet ein Team von Designern, die sich mit den Bereichen textile Innovationen, Prognosen, Farbtrends und strategische Design-Konzepte beschäftigen. Die Agentur agiert als vielseitige und dynamische Kraft in der Branche und hält Modefirmen und modenahe Unternehmen über die wichtigsten Entwicklungen auf dem aktuellsten Stand. Researcherin Emma Wessel unterstützt Anne Marie Commandeur in diesem Jahr rund um die Heimtextil. www.stijlinstituut.nl

SPOTT Trends & Business (Dänemark) berät skandinavische Lifestyle-Marken in Fragen der Konsumenteneinsicht, Trend- und Farbprognose. SPOTT zielt auf eine individuelle Entfaltung der Marke ab und kombiniert dazu Trendforschung mit Neurowissenschaften und kommerziellen Erfahrungen. Anja Bisgaard Gaede ist Gründerin von SPOTT. Neben ihrer Beratertätigkeit arbeitete sie in den vergangenen zehn Jahren an zahlreichen Vorträgen und gab ein Fachbuch heraus. www.spottrends.dk

Atelier Markgraph (Deutschland) gestaltet Räume, die kommunizieren und zur Kommunikation anstiften. Seit über 30 Jahren begleitet das Gestaltungsstudio seine Kunden aus dem Spannungsfeld von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft bei der Schaffung immersiver Erlebnisse. An der Schnittstelle von digitaler und analoger Kommunikation übersetzt ein 60-köpfiges interdisziplinäres Team zentrale Themen und Markenbotschaften in unmittelbar erfahrbare Szenografien: von Ausstellungen und Showrooms über Messestände bis hin zu Medieninstallationen und AR-Anwendungen. www.markgraph.de

 

Schlussbericht Ambiente Foto: Messe Frankfurt GmbH/Pietro Sutera
27.02.2018

Rekord auf der Besucherseite

  • Einkäufer aus 168 Ländern machen die Ambiente 2018 zur internationalsten aller Zeiten

Mit bester Stimmung geht nach fünf energiegeladenen Tagen die Weltleitmesse der Konsumgüterindustrie heute zu Ende. Fachbesucher aus mehr Ländern als je zuvor vernetzten sich, orderten für ihre Geschäfte die neuesten Produkte aus der ganzen Welt und holten sich Impulse für eine digitale Zukunft.

  • Einkäufer aus 168 Ländern machen die Ambiente 2018 zur internationalsten aller Zeiten

Mit bester Stimmung geht nach fünf energiegeladenen Tagen die Weltleitmesse der Konsumgüterindustrie heute zu Ende. Fachbesucher aus mehr Ländern als je zuvor vernetzten sich, orderten für ihre Geschäfte die neuesten Produkte aus der ganzen Welt und holten sich Impulse für eine digitale Zukunft.

Auf einer Fläche von 308.000 Bruttoquadratmetern [1] präsentierten 4.441 Aussteller aus 89 Ländern [2] die Trends des kommenden Geschäftsjahres. 81 Prozent [3] aller Aussteller kamen aus dem Ausland und machten die Ambiente zur internationalsten Konsumgütermesse aller Zeiten. Internationale Topentscheider aller Handelsformen waren um sechs Prozent stärker vertreten als vor einem Jahr und stellen damit erstmals 60 Prozent der Besucher. Das sorgte für gute Exportgeschäfte und beste Stimmung in den Hallen. Insgesamt 134.600 Einkäufer aus 168 Ländern [4] besuchten die Ambiente in Frankfurt am Main. Bedingt durch zum einen den Veränderungen in der deutschen Handelslandschaft als auch zum anderen der Parallelität mit Karneval und der Überlappung mit der Feriensaison in den südlichen Bundesländern, die sich aus dem internationalen Messekalender ergab, kamen erwartungsgemäß weniger Besucher aus Deutschland nach Frankfurt.

„Konsum ist in! Auf der Ambiente ist die ganze Welt zu Gast. Hier werden im Februar für die internationale Konsumgüterindustrie die Weichen für das ganze Jahr gestellt. Das belegen eindrucksvoll das Orderverhalten und die Qualität der deutschen und internationalen Einkäufer“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH. Auch Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Wohnen und Büro e.V. (HWB) zieht ein positives Resümee: „Die Messe Ambiente hat wieder gezeigt: Der persönliche Kontakt mit bekannten und neuen Lieferanten und ihren Neuheiten ist durch nichts zu ersetzen. Die Messe in Frankfurt hat die Erwartungen des Fachhandels voll erfüllt!“

Die Top-Ten-Besuchernationen nach Deutschland waren Italien, China, Frankreich, USA, Großbritannien, Niederlande, Spanien, Türkei, Korea und die Schweiz. Bei den Besuchern blieben die Zufriedenheitswerte mit 96 Prozent stabil auf höchstem Niveau. Überproportionale Besucherzuwächse gab es aus China und Korea, Russland, den nordafrikanischen Ländern, Südafrika und ganz Südamerika, der Türkei sowie dem Libanon und Zypern.

Ausstellerstimmen

Trotz leicht geringerer Besucherzahlen stimmten auf der Ambiente Besucherqualität und -frequenz. Darin waren sich die Aussteller der Messe einig.

Dining

Birgit Dubberke, Bereichsleiterin Marketing, BHS Tabletop:

„Die Ambiente ist für uns hinsichtlich ihrer Internationalität immer wieder beeindruckend. Nicht nur bezogen auf die Aussteller, auch in Hinblick auf die Besucher. Sie ist der Treffpunkt der Branche. Hier erhält man wertvolle Kontakte zu Ländern, in die man sonst nicht kommen würde. In meinen Augen ist der HoReCa-Markt im Aufwind. Die Gäste sind andere, sie möchten sich emotionaler und als Privatmenschen angesprochen fühlen und das spiegelt sich in den Restaurants und Hotels sowie in den Speisen. Und das zeigt sich auch auf der Ambiente. Die Nachfrage ist da.“

Maren Lehmann, Director Internal Sales, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen:
„Die Ambiente 2018 lief sehr gut für uns, wir haben unsere Ziele erreichen können und deshalb sind wir zufrieden. Meissen hat sich neu aufgestellt, wir wollten zeigen, dass wir viel mehr können als nur Tradition, und das ist uns geglückt. Die Messe hat dafür eine sehr gute Bühne geboten. Auch die Organisation war super.“

Living

Alexander Haas, Vertriebsleiter, Scholtissek:

„Ob Architekten, Hotellerie oder Gastro – auf die Ambiente kommen die B2B-Besucher, die wir ansprechen möchten. Auch in diesem Jahr lief Contract Business wieder prima: Sowohl die Besucherqualität als auch die Frequenz hat gestimmt. Wir haben unsere Umsatzziele erreicht und sind zufrieden.“

Michael Rossmann, Geschäftsführer, PAD Home:
„Die Ambiente bietet ein internationales Publikum und einen sehr guten Standort. Wir bieten gute Stimmung auf dem Stand, schöne Produkte und engagierte Mitarbeiter. Deshalb lief es bei uns auf der Ambiente 2018 hervorragend. Was die Internationalität der Messe betrifft, war sie in diesem Jahr noch besser aufgestellt: Wir hatten ungewöhnlich viele Italiener am Stand und auch Argentinier und Südamerikaner und das ist ein Novum.“

Giving

Rebecca Staton, Sales Managerin Frankreich & Deutschland, Jellycat:

„Die Messe lief für uns ziemlich gut. Das war schon letztes Jahr der Fall, wir sind daher zufrieden. Zwar wird viel geguckt, doch es wird auch gut geordert. Die Besucherqualität stimmt und auch die Internationalität. Frankreich war dabei, viel Deutschland, Luxemburg, die Schweiz und ein paar asiatische Länder. Auch die Anzahl der Neukunden, die wir gewinnen konnten, entsprach unseren Vorstellungen.“

Ralf Vogt, Eigentümer, Noi:

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Ambiente lief gut für uns, unsere Kollektion kam sehr gut an und ist generell gefragt. Auch über die Orderbereitschaft und die Besucherqualität kann ich nicht klagen: Wer auf die Ambiente kommt, hat Orderbefugnis.“

Vaarwel Niederlande, Namaskar Indien!

Die Weltleitmesse stand 2018 ganz im Zeichen von Oranje. Die traditionelle Partnerlandpräsentation wurde vom niederländischen Industriedesigner Robert Bronwasser inszeniert. DO DUTCH setzte Konsumgüter des Königreichs in einen neuen überraschenden Kontext. Am Partnerlandtag gab es darüber hinaus zahlreiche Aktionen und Events unter niederländischer Federführung. Als Ehrengast der Ambiente stand gestern Sylvie Meis im Zentrum aller Aufmerksamkeit. Die bekannte TV-Moderatorin und Unternehmerin, die selbst gebürtig aus dem Königreich stammt, entdeckte auf einer Tour durch die Messehallen modernes Design aus den Niederlanden und Deutschland. Im nächsten Jahr findet die Ambiente vom 8. bis 12. Februar 2019 ganz im Zeichen des Subkontinents statt.

 

[1] FKM-zertifiziert, 2017: 308.000 Bruttoquadratmeter

[2] FKM-zertifiziert, 2017: 4.460 Aussteller aus 94 Ländern

[3] 2017: 80 Prozent

[4] FKM-zertifiziert, 2017: 140.963 aus 153 Ländern

R+T Messe Stuttgart (c) Messe Stuttgart
13.02.2018

R + T: Die neuen Markisentuch-Kollektionen

Kaum eine Branche verbindet so gekonnt Technik und Design, wie die für Rollladen, Tore und Sonnenschutz. Davon werden sich die Besucher der R+T 2018 in Stuttgart überzeugen können, wenn ihnen die neuen Markisentuch-Kollektionen präsentiert werden.

Die Produkte und Services, die vom 27. Februar bis zum 3. März 2018 in insgesamt zehn Messehallen auf der R+T in Stuttgart gezeigt werden, überzeugen gleichermaßen mit einem hohen Innovationsfaktor. Insbesondere im Bereich der Markisentücher gelingt es den ausstellenden Unternehmen dabei, diesen auch optisch in den Fokus des Interesses zu rücken. So können sich die Besucher auf die neuen Markisentuch-Kollektionen freuen, die vor Ort live erlebt werden können.

Kaum eine Branche verbindet so gekonnt Technik und Design, wie die für Rollladen, Tore und Sonnenschutz. Davon werden sich die Besucher der R+T 2018 in Stuttgart überzeugen können, wenn ihnen die neuen Markisentuch-Kollektionen präsentiert werden.

Die Produkte und Services, die vom 27. Februar bis zum 3. März 2018 in insgesamt zehn Messehallen auf der R+T in Stuttgart gezeigt werden, überzeugen gleichermaßen mit einem hohen Innovationsfaktor. Insbesondere im Bereich der Markisentücher gelingt es den ausstellenden Unternehmen dabei, diesen auch optisch in den Fokus des Interesses zu rücken. So können sich die Besucher auf die neuen Markisentuch-Kollektionen freuen, die vor Ort live erlebt werden können.

„Alle fünf Jahre findet der Kollektionswechsel statt, der diesmal in das R+T-Jahr fällt. Demnach wird es auf der Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz jede Menge in diesem Segment zu sehen geben, womit sich Wohnräume im Freien stilvoll und langfristig gestalten lassen“, so Wolfgang Rudorf-Witrin, Präsident des ITRS (Industrieverband Technische – Textilien – Rollladen - Sonnenschutz e. V.). Insgesamt wurde bei der Entwicklung der Designs großer Wert darauf gelegt, dass sich die Nutzer rundum wohl unter den Markisentüchern fühlen und für nahezu jede Anforderung etwas dabei ist.

Frisch aus der Ideenschmiede
Sattler berührt mit der neuen Kollektion die Kunden nicht nur auf visueller, sondern auch auf anderen Sinnesebenen. „Mit Lumera 3D Surface ist es gelungen, erstmals echte und somit auch fühlbare Strukturen in das Tuch zu bringen“, erklärt Markus Szotrell, Geschäftsführer Sattler Deutschland. Dieser Effekt wird erreicht, indem das Clean Brillant Acrylic Garn (CBA) nun auch in Kombination mit dem Stapelfaser Garn in die Kette eingesetzt wird. Dabei ist das Farbkonzept der neuen Kollektion ein Auszug der aktuellen Farbtrends aus allen Bereichen des unmittelbaren Lebensraums. „Naturnahe, monochrome Farbwelten - das sind Farben aus erdigen, steinernen und metallischen Tönen - machen sich immer stärker bemerkbar“, so Markus Szotrell. In Oberflächen wie Gold, Chrom, Kalk, Marmor oder Granit gibt es ausreichend Vorlagen, um diese neue Farbigkeit, die laut den Farbanalysen von Sattler voll im Trend liegt, darzustellen. Markus Szotrell: „Darum haben wir uns auch für den Namen Lumera 3D Surface entschieden.“

Auch Parà hält eine neue Kollektion für die R+T 2018 in Stuttgart bereit. „Die Kollektion Tempotest umfasst über 500 Varianten und beinhaltet historische Evergreens sowie noch nie vorher gesehene, völlig neue Textilkonzepte“, berichtet Matteo Parravicini, Mitglied der Geschäftsführung bei Parà. So wird beispielsweise bei dem Gewebe „Wildseide” auf natürliche Unregelmäßigkeit gesetzt, während die „Lifestyle“-Gewebe mit ihrer komplexen Textilkonstruktion zu überzeugen wissen. „Der Markt wird immer anspruchsvoller, worauf wir mit einem breiten Angebot von über 140 Unis reagiert haben“, so Matteo Parravicini.

Komplett umgedacht bei der Entwicklung der neuen Kollektion hat Dickson. „Früher waren Kollektionen eher auf das Gestern ausgerichtet, jetzt steht das im Fokus, was sein wird", erklärt Lars Rippstein, Geschäftsführer Dickson-Constant. Diese Neuausrichtung rückt bewusst die Bedeutung von Uni-Farbtönen in den Mittelpunkt. „Diese Erkenntnisse basieren auf einer erstmals durchgeführten, umfangreichen und repräsentativen Endverbraucherstudie", berichtet Lars Rippstein. Die neue Kollektionsgliederung ist designorientiert, es wurden insgesamt drei Bereiche herausgearbeitet. „Graphic" beinhaltet Pastell- und strukturierte Unifarben sowie subtile Streifen und graphische Jacquard-Muster. „Color" repräsentiert natürliche Grün-, sonnige Gelb- und feurige Rottöne in Ton-in-Ton-Streifenmustern. Lars Rippstein: „Mit der Palette „Essential" zeigen wir vielfältige Designs in sechs unterschiedlichen Farbbereichen: grau, grün, blau, rot und pink, gelb und orange sowie beige und braun. Alles in allem ist die Kollektion mehr als zeitgemäß und wir sind überzeugt, dass unsere Partner damit erfolgreich aufgestellt sein werden."

Die Trends im Blick
Die Besucher der R+T 2018 in Stuttgart können sich schon jetzt auf eine breite Palette an Designs freuen, mit denen sie ihre Kunden begeistern können. Mit Hilfe der neuen Markisentuch-Kollektionen ist es ein Leichtes, für jeden Anspruch das richtige Tuch zu finden und damit im Outdoor-Bereich sowohl qualitativ als auch designorientiert Maßstäbe zu setzen - Wohlfühlfaktor inklusive.

Weitere Informationen:
R+T Markisen
Quelle:

Messe Stuttgart

06.02.2018

POLEN KAUFEN BEKLEIDUNG IMMER HÄUFIGER ONLINE

  • Einzelhandel konsolidiert sich
  • Marktführer LPP expandiert weiter

Die Verkäufe von Bekleidung und Schuhen steigen in Polen jährlich um etwa 5 Prozent. Ein steigender Anteil der Umsätze wird online generiert. Die deutsche Discounter-Kette KiK verbreitet sich erfolgreich. Für hochwertige Mode aus Deutschland bestehen Marktnischen. Die führende inländische Handelskette LPP expandiert im In- und Ausland. Sie investiert nicht nur in neue Entwürfe sondern auch in das Online-Segment. Die Einzelhandelsstruktur wird straffer.

  • Einzelhandel konsolidiert sich
  • Marktführer LPP expandiert weiter

Die Verkäufe von Bekleidung und Schuhen steigen in Polen jährlich um etwa 5 Prozent. Ein steigender Anteil der Umsätze wird online generiert. Die deutsche Discounter-Kette KiK verbreitet sich erfolgreich. Für hochwertige Mode aus Deutschland bestehen Marktnischen. Die führende inländische Handelskette LPP expandiert im In- und Ausland. Sie investiert nicht nur in neue Entwürfe sondern auch in das Online-Segment. Die Einzelhandelsstruktur wird straffer.

Der polnische Einzelhandel mit Bekleidung und Schuhen konsolidiert sich. Die Anzahl der Geschäfte sinkt jährlich um etwa 1.000. Der Hauptgrund dafür ist laut der Tageszeitung Rzeczpospolita der wachsende Online-Handel. Auf große Handelsketten, die sowohl im stationären als auch im virtuellen Handel aktiv sind, wirkt sich dieser Trend nicht negativ aus: Sie eröffnen sogar weitere herkömmliche Verkaufssalons und steigern ihre Umsätze.

Verkäufe von Bekleidung und Schuhem in Polen (in Mrd. Euro)
2013 2014 2015 2016 2018 *)
6,9 7,4 7,7 7,8 8,4

*) Schätzung

Quelle: Marktforschungsfirma PMR

Kleine Geschäfte haben diese Möglichkeiten dagegen nicht. Sie können im harten Preiswettbewerb nur schwer bestehen und werden zum Teil vom Markt verdrängt. Zusätzliche Konkurrenz machen ihnen Discount- und Hypermärkte, die ihr Bekleidungssortiment weiter ausbauen. Dazu zählen nicht nur große Lebensmittelketten wie Biedronka, Tesco und Lidl, sondern auch die spezialisierten Textil-Discounter Pepco mit fast 780 und KiK mit über 200 Bekleidungsgeschäften. Auch sie verfolgen weitere Expansionspläne.

Anzahl der Geschäfte für Bekleidung und Schuhe
2016 2017 2018 *)
39.000 38.000 37.000

*) Prognose

Quelle: Euromonitor International

Bekleidung und Accessoires bilden die Produktgruppe, die Internet-Nutzer am häufigsten im Netz bestellen, wie aus einem Bericht der Marktforschungsfirma Gemius hervorgeht. Schuhe belegen dagegen erst den siebten Platz. In Polen entfallen jedoch erst ein paar Prozent der Verkäufe von Bekleidung auf das Internet. Das Wachstumspotenzial ist daher noch beträchtlich. Große Firmen können ihre Online-Verkäufe mitunter jährlich verdoppeln.

Online-Käufe einzelner Produktgruppen durch Internet-Nutzer 2017
Produktgruppe Nennungen in %
Bekleidung, Accessoires 72
Bücher, Platten 68
Kleine elektronische Geräte 56
Haus-, Audio-, Videogeräte 55
Kino- und Theaterkarten 54
Kosmetika, Parfums 51
Schuhe 49
Computer und ähnliche Geräte 48
Sportbekleidung 46

Quelle: Gemius

Bislang spielen Auktionsplattformen die größte Rolle bei Online-Käufen von Bekleidung, wie das Instytut Badan Rynkowych i Spolecznych (IBRiS, Institut für Markt- und Gesellschaftsforschung) im Rahmen einer Befragung von Internet-Nutzern für Rzeczpospolita ermittelte.

Anteil der Online-Beschaffungsquellen von Bekleidung in Polen (in %)
Auktionsplattformen Markengeschäfte Geschäfte mit vielen Marken Andere
39,2 38,2 13,7 8,9

Quelle: IBRiS

LPP eröffnet 50 Verkaufssalons

Ungeachtet des E-Commerce-Booms vergrößert die führende Handelskette LPP, zu der die Marken Reserved, Mohito, Cropp, Sinsay und House gehören, ihre Verkaufsfläche weiter. Diese liegt bereits insgesamt bei gut 1 Million Quadratmetern. Mitte 2017 besaß LPP 1.710 Geschäfte in knapp 20 Ländern. Im September eröffnete die Gesellschaft aus Gdansk (Danzig) eine erste Reserved-Boutique im Vereinigten Königreich in der Londoner Oxford Street. Die Einnahmen von LPP stiegen 2017 gegenüber dem Vorjahr auf Zloty-Basis um 17 Prozent auf fast 1,7 Milliarden Euro.

Auch 2018 will LPP laut ihrem Stellvertretenden Vorsitzenden Przemyslaw Lutkiewicz weiter expandieren. Die Kette plant die Eröffnung von rund 50 neuen Verkaufssalons im In- und Ausland. Erschlossen werden sollen mitunter neue Märkte: Kasachstan, Israel und Slowenien. In unbestimmter Zukunft will LPP mit seiner wichtigsten Marke Reserved auch in Paris und Mailand vertreten sein. In Deutschland betrieb die Gesellschaft neben einem Internetshop Mitte 2017 bereits 19 Verkaufssalons.

LPP bringt ständig Neuheiten auf den Markt. Die Gesellschaft strebt laut ihrem Vorsitzenden Marek Piechocki an, dass bis Ende 2018 an ihren Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E) 2.000 Personen arbeiten. Das wären 800 Spezialisten mehr als noch im Herbst 2017. Das Forschungs- und Entwicklungsbudget soll auf 48 Millionen Euro aufgestockt und vor allem für das Entwerfen neuer Kleidung verwendet werden.

Bislang entwerfen 810 Modeschöpfer für LPP rund 40.000 Kleidungsstücke jährlich. Mit der Ausstattung der Geschäfte befassen sich 40 Architekten und Koordinatoren. Etwa 250 Programmierer führen neue Technologien ein, insbesondere im Bereich von E-Commerce. Die Anzahl der IT-Experten will LPP mittelfristig verdreifachen. Im Herbst 2017 lag der Anteil der Online-Verkäufe der LPP-Marken bei 4 Prozent. Bis 2020 soll er sich sogar verdoppeln.

Premiummarken legen zu

Die spanische Gesellschaft Inditex mit ihren Marken Zara, Oysho und Pull&Bear fehlt in keinem Einkaufszentrum in Polen. Sie dürfte daher ebenfalls dort weiter expandieren. Auch die schwedische H&M entwickelt neben dem Online- auch den stationären Handel und eröffnet im März 2018 ein neues Geschäft in Tychy.

Angesichts der zunehmenden Beschäftigungsrate und Kaufkraft der Polen vergrößern sich ebenfalls die Absatzchancen für hochwertige Bekleidung aus Deutschland. Das Potenzial zeigt unter anderem die inländische Grupa Vistula auf, die 2017 die polnischen Verkaufsflächen ihrer eleganten Marken Vistula, Wolczanka, Deni Cler und W.Kruk um 9 Prozent auf fast 33.500 Quadratmeter vergrößerte. Weitere Flächen kommen auf Franchising-Basis hinzu. Auch der Herrenausstatter Bytom, um dessen Fusion mit Vistula sich hartnäckige Gerüchte halten, vergrößert seine Handelsbasis.

Schuhkonzern CCC wächst im Ausland

Die polnische Schuhgruppe CCC, bestehend aus dem größten inländischen Schuhhersteller und dem Betreiber der Handelskette CCC, erwirtschaftete 2017 Einnahmen von gut 984 Millionen Euro. Das waren rund 235 Millionen Euro mehr als 2016. Die stationären CCC-Geschäfte nahmen 796 Millionen Euro ein (auf Zloty-Basis +24 Prozent).

Die Gruppe will entsprechend weiter expandieren. Unter anderem sollen 2018 in Österreich sieben Geschäfte eröffnet oder erweitert werden, in Kroatien und Slowenien jeweils drei neue Filialen eingerichtet werden. CCC betreibt insgesamt über 900 Schuhgeschäfte in 16 Ländern, darunter 77 in Deutschland und 45 in Österreich.

Für den Ausbau der Online-Tätigkeit hat sich CCC im September 2017 über die Ausgabe neuer Aktien an der Warschauer Börse 127 Millionen Euro von Investoren gesichert. Auf einigen Märkten, wie zum Beispiel Griechenland, ist sie ausschließlich virtuell auf Kundenjagt. In Polen nimmt der E-Commerce ebenfalls Fahrt auf: Das Online-Geschäft der Gruppe eObuwie.pl steigerte 2017 seine Einnahmen um 111,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 142 Millionen Euro.

DOMOTEX 2018 (c) Deutsche Messe
23.01.2018

NEUE DOMOTEX HERVORRAGEND VON DER WELTWEITEN BODENBELAGSBRANCHE ANGENOMMEN

  • Rekordwerte bei Ausstellern und Fläche
  • Starker Besucherzuspruch bestätigt Neuausrichtung
  • Neues Format „Framing Trends“ begeistert Aussteller und Besucher

Moderner, frischer und trendiger präsentierte sich die DOMOTEX 2018 vom 12. bis 15. Januar in Hannover. Eine komplett neue Hallenstruktur und Geländebelegung, eine neue Tagesfolge von Freitag bis Montag sowie inspirierende Erlebniswelten zum aktuellen Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE gaben eine bessere Orientierung und setzten frische Akzente. Die weltweit wichtigste Messe für Teppiche und Bodenbeläge hat sich einmal mehr als starker Impulsgeber für Geschäfte, Trends und Innovationen erwiesen. 1 615 Aussteller und 45 000 Fachbesucher aus mehr als 100 Nationen kamen nach Hannover, um in ein aussichtsreiches Geschäfts- und Messejahr zu starten. Die neue DOMOTEX wurde hervorragend von der weltweiten Bodenbelagsbranche angenommen.

  • Rekordwerte bei Ausstellern und Fläche
  • Starker Besucherzuspruch bestätigt Neuausrichtung
  • Neues Format „Framing Trends“ begeistert Aussteller und Besucher

Moderner, frischer und trendiger präsentierte sich die DOMOTEX 2018 vom 12. bis 15. Januar in Hannover. Eine komplett neue Hallenstruktur und Geländebelegung, eine neue Tagesfolge von Freitag bis Montag sowie inspirierende Erlebniswelten zum aktuellen Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE gaben eine bessere Orientierung und setzten frische Akzente. Die weltweit wichtigste Messe für Teppiche und Bodenbeläge hat sich einmal mehr als starker Impulsgeber für Geschäfte, Trends und Innovationen erwiesen. 1 615 Aussteller und 45 000 Fachbesucher aus mehr als 100 Nationen kamen nach Hannover, um in ein aussichtsreiches Geschäfts- und Messejahr zu starten. Die neue DOMOTEX wurde hervorragend von der weltweiten Bodenbelagsbranche angenommen. Sie verzeichnete Rekordwerte bei Ausstellern und Fläche (106 000 Quadratmeter) und spiegelte damit den spürbaren Aufschwung der Bodenbelagsbranche wider. „Der deutliche Aussteller- und Flächenzuwachs, die starke Besucherresonanz, Neuheiten in Hülle und Fülle sowie eine durchweg positive Stimmung in den Messehallen belegen den großen Erfolg der diesjährigen Veranstaltung“, sagte Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, Hannover, zum Abschluss der Messe. „Mit dem Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE hat die DOMOTEX den Trend der Individualisierung aufgegriffen, den Fokus noch stärker auf Inspiration und Innovation gesetzt und ihre Position als Einrichtungs- und Lifestyle-Messe ausgebaut.“

Erlebniswelt Framing Trends sorgte für frische Impulse
Die Besucher konnten das Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE insbesondere auf der neuen Sonderfläche „Framing Trends“ in Halle 9 erleben. Dort setzten sich Aussteller, Künstler und Nachwuchsdesigner in 20 „eingerahmten“ Räumen kreativ mit dem Thema Individualität auseinander. Die Sonderfläche entwickelte sich zum Besuchermagneten und bot eine Fülle an Inspirationen. „Framing Trends war ein großer Erfolg. Das Konzept hat für frische Impulse gesorgt und die Attraktivität der DOMOTEX weiter gesteigert“, sagte Gruchow. „Daher wird die Sonderfläche auch in Zukunft zentraler Bestandteil der DOMOTEX sein.“

Insbesondere für Architekten, Designer und Planer stand der Besuch der Sonderfläche ganz oben auf der Agenda. Sie nutzten den kreativen Hotspot, um neue Anregungen für ihre Arbeit zu bekommen, denn Framing Trends bildete alle Produktarten des Bodenbelags ab. „Das Konzept ‚Framing Trends‘ in der Halle 9 ist eine ansprechende und passende Zusammenfassung der DOMOTEX. Innovativ gestaltet und zentral positioniert wirkte das Forum wie das Herzstück der Messe, was insbesondere auch für ArchitektInnen, InnenarchitektInnen und DesignerInnen interessant ist“, sagte Chris Middleton, Architekt, KINZO, Berlin.

Hohe Internationalität bei den Besuchern
Von den 45 000 Besuchern kamen mehr als 65 Prozent aus dem Ausland – davon rund 60 Prozent aus Europa, rund 25 Prozent aus Asien und 11 Prozent aus Amerika. Deutliche Besucherzuwächse gab es insbesondere aus den USA sowie Süd- und Mittelamerika. Die Mehrheit der DOMOTEX-Besucher bildeten Einkäufer aus dem Facheinzel- und Großhandel, dem Handwerk sowie Architekten und Innenarchitekten. Ein Zuwachs war insbesondere bei Einrichtungs- und Möbelhäusern, Architekten, Innenarchitekten und Objektausstattern sowie Handwerkern erkennbar. Die Entscheiderkompetenz der DOMOTEX-Besucher war erneut sehr hoch.

Die Besucher zeigten sich von den Neuerungen begeistert: „Als SÜDBUND sind wir jedes Jahr auf der DOMOTEX. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal eine Delegationsreise für unsere Mitglieder auf die DOMOTEX organisiert. Wir waren begeistert und konnten viele interessante Anregungen bekommen sowie die neuesten Entwicklungen in Sachen Bodenbelag entdecken. Für uns steht jetzt schon fest: Wir kommen in 2019 gerne auch mit einer größeren Gruppe wieder“, sagte Michael Kovac, Einkaufsleiter Bodenbeläge & Zubehör, SÜDBUND – Einkaufsverband für Heimtextilien Eg., Backnang.

Starke Stimmen aus Architektur und Design
Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Vorträgen rund um das Leitthema sorgte für weitere Inspirationen und begeisterte Aussteller und Besucher. Zu den Sprechern der Talk-Runden zählten namhafte Architekten wie der Designer Werner Aisslinger (Studio Aisslinger, Berlin), Andreas Krawczyk (NKBAK, Frankfurt/Main), Chris Middleton (KINZO, Berlin) und Jürgen Mayer H. (J.MAYER.H und Partner, Berlin). Dabei wurden aktuelle Projekte aus Architektur und Design vorgestellt und diskutiert – von der Idee ausgehend über den Designprozess bis hin zu Produktion und Vertriebsstrategien. Tägliche Führungen mit namhaften Architekten und Designern wie Peter Ippolito (Ippolito Fleitz Group, Stuttgart), Jürgen Mayer. H. (J.MAYER.H und Partner, Berlin) und Susanne Schmidhuber (SCHMIDHUBER, München) ermöglichten einen besonderen Blick auf Produkte, das Leitthema und eine schnelle Kontaktaufnahme zu den Ausstellern.

Großen Zuspruch hatten auch die Vorträge der international bekannten Interior-Design-Bloggerin und Buchautorin Holly Becker von Decor8. Sie erörterte, wie Aussteller der DOMOTEX mit Bloggern kooperieren können, um ihre Produkte auf dem Markt bekannter zu machen. Zudem diskutierte sie mit weiteren namhaften Bloggern über die Einrichtungstrends der Zukunft. Ebenso war das Einrichten mit virtueller Realität in Halle 9 ein spannendes Thema. Viele Besucher testeten die Virtual-Reality-Brillen, um sich über die Möglichkeiten der neuen Technologie zu informieren.

Inspirierend waren auch die Art-Day-Workshops von der kanadischen Designfirma Creative Matters auf der Sonderfläche Framing Trends. Dort konnten die Teilnehmer mit Farben, Kohle, Tinte und Wachs auf Papier experimentieren, um ein frisches Design zum Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE zu kreieren. Auch in den sogenannten floorCODES WorkLabs des Instituts International Trendscouting (IIT) der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim hatten Teilnehmer die Gelegenheit, Szenarien für den Boden der Zukunft nach der Methode IIT HAWK zu erarbeiten.

Mit der Verleihung der Carpet Design Awards am Messe-Samstag wurde in Halle 9 ein weiterer Glanzpunkt gesetzt. Der international renommierte Preis zeichnete die weltweit schönsten handgefertigten Designer-Teppiche in acht Kategorien aus. Zudem hat sich die Halle 13 als neuer Anziehungspunkt für Parkett-, Bodenleger, Raumausstatter und Maler etabliert. Beim Treffpunkt Handwerk wurde ein umfangreiches Programm mit wertvollen Tipps und Tricks für den Arbeitsalltag vorgestellt.

Die nächste DOMOTEX wird vom 11. bis 14. Januar 2019 veranstaltet.

Die DOMOTEX wird ab 2019 auch in Nordamerika ausgerichtet. Die Premiere der DOMOTEX USA findet vom 28. Februar bis zum 2. März 2019 im Georgia World Congress Center in Atlanta, US-Bundesstaat Georgia, statt.

imm cologne 2018 (c) far.design; Koelnmesse
16.01.2018

IMM COLOGNE 2018: DIE MEGATRENDS UND DAS WOHNEN

Beim Wohnen nimmt die Sichtbarkeit der Megatrends weiter zu.
Seien es Globalisierung, Urbanisierung, Digitalisierung, Individualisierung oder Neo-Ökologie: Die deutschen wie internationalen Hersteller sind nah am Puls der Zeit und bieten immer mehr Wahlmöglichkeiten im Möbel- und Einrichtungsangebot. Kundenbedürfnisse lassen sich nämlich nicht mehr alleine an soziodemografischen Merkmalen und Zielgruppen ablesen. Dazu sind heute die Lebensstile der Menschen zu unterschiedlich. Dieses "Mehr an Wahlmöglichkeiten" wird durch die Megatrends in seinen Richtungen stimuliert. Megatrends sind also Impulsgeber und zeigen gleichzeitig Richtungen auf.

Beim Wohnen nimmt die Sichtbarkeit der Megatrends weiter zu.
Seien es Globalisierung, Urbanisierung, Digitalisierung, Individualisierung oder Neo-Ökologie: Die deutschen wie internationalen Hersteller sind nah am Puls der Zeit und bieten immer mehr Wahlmöglichkeiten im Möbel- und Einrichtungsangebot. Kundenbedürfnisse lassen sich nämlich nicht mehr alleine an soziodemografischen Merkmalen und Zielgruppen ablesen. Dazu sind heute die Lebensstile der Menschen zu unterschiedlich. Dieses "Mehr an Wahlmöglichkeiten" wird durch die Megatrends in seinen Richtungen stimuliert. Megatrends sind also Impulsgeber und zeigen gleichzeitig Richtungen auf.

Der Megatrend der Individualisierung ist im Möbelbereich in mindestens zwei Ebenen noch einmal stärker geworden: Typenpläne strotzen vor Vielfalt und für den ersten Angebotsüberblick ist das Internet gesetzt. Hier bieten viele Portale individuelle Beratung an oder ermöglichen per "virtual Reality" die individuelle Einrichtung der eigenen Wohnung.

Der Megatrend der Digitalisierung hat ebenfalls zwei deutliche Folgen beim Wohnen: Bei den Produkten selbst wird das Thema "Smart Home" immer wichtiger. Hier werden bei vielen Haushaltsgeräten, Fenstern und Türen, bei der Weißen Ware, der Heizungssteuerung etc. Anwendungsfunktionen angeboten, die vor allem den Komfort und die Bequemlichkeit im Alltag erhöhen. Die zweite Dimension hat weitreichende Auswirkungen auf unser Gemüt: Wer ehrlich ist, gibt seine medialen Strapazen zu. Schon eine Minute nach dem Aufwachen haben die allermeisten Menschen ihr Smartphone in der Hand. Direkt beginnt damit oder auch mit dem Fernseher oder Radio die Reizüberflutung, die Dauerablenkung und multiple Sehnsüchte erwachen. Vor lauter Möglichkeiten (Wetter, Börse, Eilmeldungen, Emails, Rezepte, Musik…) verlieren wir uns. Wenn dann noch der Hinterkopf erwacht und mit ihm Begriffe wie digitale Transformation, Chatbots, Bitcoins, Blockchain, Dash Bottoms … ist plötzlich Bodenhaftung gewünscht. Bewährtes kehrt zurück. Schallplatten, Oldtimer und Filterkaffee haben Hochkonjunktur und beim Wohnen sind es Modelle aus einer vermeintlich guten alten Zeit. Vintage-Look, Retro, Boho-Stil, Mid-Century-Design. Es ist in unserer schnelllebigen Zeit nicht verwunderlich, dass viele Menschen in den Industrienationen gerade solche Möbel lieben. In der virtuellen Wirklichkeit will man Echtes, oder vermeintlich Echtes.… und Pantone erklärt Ultra-Violett als die Farbe des Jahres 2018. Sie ist eine sehr alte Bekannte: Klerikale Macht, Feminismus, Extravaganz, Drama, Kreativität, "der letzte Versuch", mystisch und spirituell, zugleich zukunftsoffen und traditionell, aber auf jeden Fall eine "Gegenkultur. Aus Dänemark kommt die Erscheinung "Hygge" zu uns, das heißt als Gegenmaßnahme kehrt Gemütlichkeit auch zurück in unsere Wohnungen.

Für zwei Drittel der Deutschen muss die eigene Wohnung Gemütlichkeit ausstrahlen. Mit einer organischen Formensprache, authentischen Materialien, warmen Farben geht das für die meisten Menschen besser, als mit schlichten, kantigen und kühlen Möbelentwürfen. Dabei sind auch bunte Kombinationen aus Möbeln, Wandfarbe, Tapete, Dekorationen und Accessoires beliebt und lassen vor allem die gewünschte Individualität erkennen.
 
Immer wichtiger für die Gesamtatmosphäre beim Wohnen wird gutes Licht. Die inzwischen kostengünstige LED-Lichttechnik findet sich in der gläsernen Vitrine, hinterm Regal oder unterm Bett und trägt zur wohnlichen Beleuchtungsatmosphäre der Wohnung bei. Neuster Clou der Leuchten Branche: verbesserte LED-Licht-Akkus mit langer Laufzeit. Diese kabellosen und tragbaren flexiblen Lichtspender sind gerade für Kleinwohnungen super praktisch. So eine kleine Lampe geht nacheinander als Funktionsleuchte in der Küche, Leselicht am Tisch, indirekte Beleuchtung zum Plaudern … in Goethes Zeit wurde noch die Kerze durch die Wohnung getragen, heute ist es die moderne LED-Akku-Leuchte. Apropos Kerzen, der Kerzenkonsum echter Kerzen steigt seit gut fünf Jahren merkbar an. Laut European Candle Association (eca), hat im Jahr 2016 jeder Bürger der Europäischen Union durchschnittlich 1,45 kg Kerzen (+6,2%) konsumiert, Tendenz weiter steigend. Opulente, fast barocke Kerzenständer haben Hochkonjunktur und tragen zum gemütlichen Wohnen bei. Kerzenlicht ist hochgeschätzt. Ja man könnte auch von einer Digitalisierung im Kerzenschein sprechen. Wohn-Stil hängt eng mit dem ersehnten Lebensgefühl zusammen. Es ist in dieser Zeit daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen ihre Welt zweiteilig aufspalten. Da ist zum einen ein "privates Auenland", wie es Stephan Grünewald vom Institut Rheingold benennt, in dem sich die Menschen geborgen und aufgehoben fühlen, und zum anderen ein äußeres "Grauenland", eine teilweise furchterregende Welt aus Terror, Globalisierung, Lebensmittelskandalen, Brexit und unberechenbaren politischen Führern. Um das Äußere leichter auszublenden, wird das Private deshalb tendenziell idyllisch gestaltet. Das Idyll ist die Gegenwelt zur harten und digitalen Realität. Es geht um Nestbau, Geborgenheit, Sicherheit und eben Gemütlichkeit um einer im Außen oft gefühlten Anonymität zu entkommen.
 
Vor dem Hintergrund der Globalisierung wird das Zuhause der zentrale Ort für Identität. Durch die persönliche Wohnungseinrichtung wissen die Menschen, wo sie wirklich hingehören. Identität ist Selbstgestaltung, nicht nur der eigenen Persönlichkeit, sondern auch der des eigenen, privaten Umfeldes. Wohnen ist alltägliche Identitätsstiftung. Viele Menschen empfinden die Welt als ein Zuviel und die eigene Wohnung als identitätsbildende Schutzzone. Das eigene Zuhause wird behütet, gestaltet und geliebt. Sicherheitstechnik und Kreativität machen sich breit und die eigene Wohnung wird zur einzigen Enklave von Zwanglosigkeit. Nach dem Motto: "Die Welt ist mir zu viel, ich bin mir genug", ist das Zuhause Schutz, Rückzugsort und heile Welt.
 
Tendenziell zieht es die Bevölkerung auf unserer Welt weg vom Land, hinein in die Städte. Erstmals in der Geschichte lebt heute über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Metropolen haben zwei schon längst bekannte Herausforderungen, mit denen sie zu kämpfen haben: Die ständige Schaffung von mehr Wohnraum und die Organisation des wachsenden Verkehrsaufkommens. Beim Wohnen konkretisiert sich der Megatrend der Urbanisierung in vielerlei Hinsicht. Zum einen steigt schon heute in den Städten die Sehnsucht nach Ruralisierung und zum andern bieten paradoxerweise ausgerechnet die digitalen Möglichkeiten gerade in der Arbeitswelt wieder neue Lebensmodelle fernab der Großstadt. Arbeiten geht in vielen Jobs schon heute ohne stationäre Basis. Wenn der Toilettendeckel des Smart Home in Zukunft noch regelmäßig den Urin auf Krankheitsanzeichen hin untersucht, ist Prävention gegeben und ärztliche Versorgung planbar. Dörfer könnten eine Renaissance erleben, wenn Drohnen Einkäufe liefern und Elektroautos autark die Kinder in die Schule bringen.

Insgesamt werden in der kommenden Saison mehr organische Formen vor allem im Sitzmöbelbereich auf den Markt kommen. Organisches Design orientiert sich an der organischen Natur. Dynamische Rundungen und kraftvolle Wölbungen treten als auffällige Merkmale hervor. Organisches Design ist weich und grenzt sich daher deutlich von geometrischen und sachlichen Formen ab. Bei den Bezugsstoffen für Polstermöbel ist ein breites Angebot an Naturfasern zu erkennen. Cord und Samt spielen eine herausragende Rolle.    

Das blaue Farbspektrum von Europablau über Hellblau, Türkis zu Petrol bleibt beliebt. Blau steht für Harmonie, wirkt seriös und hat eine beruhigend-angenehme Wirkung. Als neue Farbe kommt Olivgrün. Es steht für Natürlichkeit, Frühling, Hoffnung, Gesundheit, Jugend, Natur und Vegetation. Aber Oliv ist nicht knallig, sondern mit seinem Grauanteil eher leise und unauffällig.

Linoleum kommt zurück. Das vor allem aus Leinöl, Korkmehl und Jutegewebe bestehende und schon 1860 erfundene Material war ursprünglich als elastischer Fußbodenbelag gedacht und findet auch hier heute noch Verwendung. Die Möbelindustrie zeigt den robusten und ökologischen Werkstoff als Tischplatte, Sideboardfront oder Intarsie im Sekretär. Linoleum ist ein robustes, ökologisches und wohngesundes Material.

Massivholz wird seine Stellung noch einmal ausbauen. Die Entwürfe von Tischen, Schränken oder Sideboards sind dabei filigran und elegant und weg von der Rustikalität vergangener Zeiten. Eiche bleibt Bestseller, aber auch Nussbaum und Kirsche halten ihre Stellung. Holz wird im Frontenbereich auch gerne mit anderen natürlichen Materialien wie Glas und Metall kombiniert. Generell werden Möbel in allen Preisklassen optisch hochwertiger. Möbel, die wie auch immer "billig" aussehen erreichen in Zukunft keine gute Marktperformance mehr.

Mit dem "Smart Home", der Bäder- und Lichtschau werden wir - neben allem anderen Möbel- und Einrichtungsangebot auf der imm cologne 2018 - ein Feuerwerk an Innovation und Inspirationen erleben. Indem man sich auf eine Sache leidenschaftlich einlässt, wird sie aus dem Strudel des Normalen und Gewöhnlichen befreit. Das ist bei einem guten Essen genauso wie bei einem guten Möbel auf der imm cologne. Nur, wer das tut, kann das Neue entdecken.

Weitere Informationen:
imm cologne Megatrend
Quelle:

Ursula Geismann, Pressesprecherin und Trendanalystin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie e.V

Heimtextil: 2.975 Unternehmen präsentieren Designneuheiten © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / jochen günther
09.01.2018

Heimtextil: 2.975 Unternehmen präsentieren Designneuheiten

  • Die textile Inneneinrichtung steht von heute an im internationalen Rampenlicht der Heimtextil in Frankfurt am Main.
  • Vom 9. bis 12. Januar 2018 versammelt die weltweite Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien Vertreter aus Industrie, Handel, Design, Architektur und Hotellerie.

„Mit 2.975 Ausstellern aus 64 Ländern (2017: 2.949)* ist die Heimtextil im achten Jahr in Folge auf Wachstumskurs und schreibt ihre beachtliche Erfolgsgeschichte in einem herausfordernen Markt fort. In den kommenden Tagen erleben wir eine weltweit einzigartige Designschau mit vielfältigen Produktneuheiten und textilen Inspirationen internationaler Marktführer“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Ein hochkarätiges Event-Programm mit namhaften Gästen und renommierten Branchenexperten beleuchtet die Themen Einrichtungstrends und Design, Architektur und Hotellerie.

  • Die textile Inneneinrichtung steht von heute an im internationalen Rampenlicht der Heimtextil in Frankfurt am Main.
  • Vom 9. bis 12. Januar 2018 versammelt die weltweite Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien Vertreter aus Industrie, Handel, Design, Architektur und Hotellerie.

„Mit 2.975 Ausstellern aus 64 Ländern (2017: 2.949)* ist die Heimtextil im achten Jahr in Folge auf Wachstumskurs und schreibt ihre beachtliche Erfolgsgeschichte in einem herausfordernen Markt fort. In den kommenden Tagen erleben wir eine weltweit einzigartige Designschau mit vielfältigen Produktneuheiten und textilen Inspirationen internationaler Marktführer“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Ein hochkarätiges Event-Programm mit namhaften Gästen und renommierten Branchenexperten beleuchtet die Themen Einrichtungstrends und Design, Architektur und Hotellerie.

Martin Auerbach, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V., freut sich über die Fortsetzung des Trends zu mehr Stofflichkeit in privaten und öffentlichen Räumen. „Heimtextile Produkte sind wieder deutlich sicherbarer, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Damit bestätigt sich das, was sich für uns in den letzten ein, zwei Jahren angekündigt hat“, freut sich Auerbach. „Die Vielfalt an heimtextilen Produkten, Designs und Farben macht die internationale Messeplattform für Heimtextilien zur wegweisenden Jahresauftaktveranstaltung. Wenngleich die Konjunktur des vergangenen Jahres wohl hinter den Erwartungen bleibt – es liegen noch nicht alle Zahlen aus der deutschen Industrie vor – ist die Stimmung in der Branche grundsätzlich gut.“

VIP-Gäste: Barbara Schöneberger präsentiert Tapetenkollektion 

In der Halle 3.0 feiert das DecoTeam sein 30. Jubiläum und begeistert mit einem vielseitigen Programm, spannenden Trendinszenierungen und namhaften Gästen, wie etwa TV-Moderatorin Enie van de Meiklokjes und Starkoch Alexander Herrmann. Zu den Highlights der Halle 3.1 zählen die Präsentationen internationaler Textilverlage, wie etwa Alhambra / Tormes Design aus Spanien, Damaceno & Antunes / Evo Interior Fabrics aus Portugal, Fryett’s Fabrics aus Großbritannien, Kobe aus Deutschland und Wind aus Belgien. Daneben erwartet Besucher die weltweit größte Tapetenpräsentation mit internationalen Marktführern und prominenten Gästen. Vorzeige-Entertainerin Barbara Schöneberger präsentiert ihre erste Kollektion für die Tapetenfabrik Gebr. Rasch.

VDT peilt Tapezier-Weltrekord an

Auf einer 100 Meter langen Aktionsfläche peilt der Verband der Deutschen Tapetenindustrie (VDT) in Kooperation mit der Heimtextil einen Weltrekord im Dauertapezieren an. In der Halle 5.1 (Ostseite) wird vom 8. bis 12. Januar Tag und Nacht durchtapeziert. Dabei erlebt das Publikum, wie Tapete Atmosphäre schafft und Räume spürbar aufwertet. Fachbesucher, Journalisten und Hersteller sind an der Seite prominenter Gäste, wie etwa der Maus und RTL-Moderatorin Resi Colter, zum Mitgestalten eingeladen.

„upholstery“: neue Präsentationsfläche in Halle 4.2

Erneutes Ausstellerwachstum verzeichnet der Angebotsbereich „upholstery“ in der Halle 4 – mit Beteiligungen namhafter Produzenten, wie etwa Beaulieu Fabrics aus Belgien, Konrad Hornschuch aus Deutschland, Luilor und Vigano aus Italien und Dina Vanelli aus der Türkei. Aufgrund der großen Nachfrage wurden erstmals auch in der Halle 4.2 Präsentationsmöglichkeiten für hochwertige Möbel- und Dekostoffe geschaffen. Hier wartet außerdem mit Trevira ein vielversprechendes Highlight auf. Erstmals seit einigen Jahren präsentiert sich das Unternehmen mit seinen CS Partnern in einer großen Gemeinschaftspräsentation. Dazu zählen unter anderem Engelbert E. Stieger und Getzner Textil aus Österreich, Jenny Fabrics und Swisstulle aus der Schweiz, Pugi aus Italien und Spandauer Velours aus Deutschland.

„bed“, „bath“ & „table“: Große Vielfalt konfektionierter Produkte

Mit einer starken Bandbreite glänzt auch der haustextile Bereich. In den Hallen 8 bis 11 präsentieren rund 1.500 Anbieter konfektionierte Produkte in den Segmenten „bed“, „bath“ und „table“. Dabei sticht das Angebot an Bettwäsche als das weltweit größte heraus.

Zur zentralen Anlaufstelle für die Bettenbranche avanciert die komplett ausgebuchte Halle 8.0. Zahlreiche marktführende Unternehmen sind vor Ort, wie etwa Irisette, Billerbeck und Frankenstolz. Neu dabei sind zudem Mascioni aus Italien und Dún or Fior aus Island. Mit Rössle & Wanner begrüßt die Heimtextil zudem einen renommierten deutschen Anbieter von Premium-Matratzen und Marktführer im Bereich manuell und motorisch verstellbarer Lattenroste. Rössle & Wanner wird in der Galleria 1 mit der Marke Röwa ausstellen. 

Home-Kollektionen internationaler Fashion-Labels, wie etwa Joop Living oder Marc O’Polo und Esprit, sind in der Halle 11.0 zu sehen. Daneben stellen Premium-Anbieter in einem lifestyle-orientierten Umfeld ihre Neuheiten vor. Zeitgeistig-modern als auch klassisch-elegant präsentieren sich die Unternehmen in der Halle 11.1. Unter anderem sind Schlossberg aus der Schweiz, Collection Stiegler und Curt Bauer aus Deutschland, Kas International aus Australien, Martinelli Ginetto aus Italien, Sorema aus Portugal und Welspun aus Großbritannien mit Kollektionen von höchster Qualität vertreten.

Darüber hinaus führt die Heimtextil eine neue Produktgruppe ein:

„All about pets“ präsentiert ausgewählte Anbieter von Textilien und Accessoires für Tiere. In der Galleria 0 sind Betten für Hunde und Katzen, Kissen, Kuscheldecken und vieles mehr zu sehen. Zu den Ausstellern zählen Darling Little Place und Studio am Meer aus Deutschland, Lex & Max aus den Niederlanden und Volentis aus der Schweiz.

„Interior.Architecture.Hospitality“: Top-Thema Objektausstattung

Eine zentrale Rolle im Programm der Messe nimmt der Themenkomplex der Objektausstattung ein, den die Heimtextil unter dem Titel „Interior.Architecture.Hospitality“ zusammenfasst. Dabei lanciert die Heimtextil mit der „Interior.Architecture.Hospitality Expo“ ein neues Veranstaltungsformat in der Halle 4.2. Folgende renommierte Anbieter präsentieren im exklusiven Rahmen ihre textilen Produkte und Materiallösungen: Drapilux-Schmitzwerke, Low & Bonar, Gerriets und Maasberg aus Deutschland, Forster Rohner aus der Schweiz, Chieftain Fabris aus Irland sowie The Cotting Group (Griffine) und Senfa aus Frankreich. Sie richten sich damit gezielt an Architekten, Innenarchitekten, Interior Designer, Objektplaner und Hoteliers. Das Angebot der Expo liefert sowohl ästhetische als auch funktionale Antworten auf Fragen nach modernem, nachhaltigem Design sowie brandschutzrechtliche und bauphysikalische Anforderungen. Ein viertägiges Vortragsprogramm, geführte Ausstellerrundgänge und ein spezielles Ausstellerverzeichnis („Contract Guide“) bieten ebenfalls zum Thema Objektausstattung vertiefende Informationen.

Teppich-Schau zeigt Vorzüge textiler Bodenbeläge

Ob in Hotels, Restaurants, Theatern, der Bahn oder auch im Privatbereich – mit textilem Bodenbelag lassen sich Räume behaglich, fußwarm und individuell gestalten. Die zahlreichen Vorzüge textiler Bodenbeläge werden auf der Heimtextil 2018 erlebbar in Szene gesetzt. Mit der Präsentation in der Halle 4.2 „Carpet by Heimtex“ spricht der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. insbesondere Architekten und Objektentscheider in einem architekturaffinen Umfeld an. Mitarbeiter der Heimtex-Mitgliedsunternehmen, wie etwa Findeisen, German Rugs, Object Carpet, TOUCAN-T, Vorwerk und Weseler Teppich, bieten Beratung an in Sachen Akustik, Modularität und Gestaltung mit textilen Bodenbelägen.

Heimtextil „Theme Park“: Einrichtungstrends von morgen

Das Programm-Highlight für Design-Interessierte ist der „Theme Park“ in der Halle 6.0. Im Trend- und Inspirationsareal dürfen sich Besucher und Aussteller auf eine Fülle an Materialinnovationen, Farbtrends und Design-Neuheiten freuen. Das übergreifende Thema lautet „The Future is urban“. Ein begleitendes Vortragsprogramm gibt Einblicke in neue Designprojekte. Zur Saison 2018/19 erarbeitete ein Team von sieben internationalen Designbüros aus den vielfältigen Trendströmungen die wichtigsten Themen. Bei der Inszenierung des „Theme Parks“ in Halle 6.0 übernahm das renommierte Londoner Studio FranklinTill die Regie.

Performance Days November 2017 © Performance Days
28.11.2017

WIEDER NEUE REKORDE FÜR DIE MÜNCHNER PERFORMANCE DAYS

Die soeben zu Ende gegangene Veranstaltung bewies erneut, dass das Konzept der PERFORMANCE DAYS aufgeht! In der 19. Ausgabe der Messe für funktionelle Stoffe und Zutaten für den Sport am 8. und 9. November 2017 konnten in allen Bereichen neue Bestnoten erreicht werden.

Innovationen sind die Spezialität der PERFORMANCE DAYS. Die Messe für funktionelle Stoffe ist dafür bekannt, stets die neuesten Trends vor allen anderen Messen und Branchentreffs zu zeigen. Dafür werden besondere Tools wie das Focus Topic, das PERFORMANCE FORUM mit den PERFORMANCE TABLES und der PERFORMANCE WALL, die PERFORMANCE AWARDS, das Vortrags- und Workshop-Programm sowie die Guided Tours eingesetzt. Das Besondere daran: Nicht nur der Eintritt zur Messe im Münchner MTC, sondern auch alle hochwertigen Angebote sind kostenfrei!

Die soeben zu Ende gegangene Veranstaltung bewies erneut, dass das Konzept der PERFORMANCE DAYS aufgeht! In der 19. Ausgabe der Messe für funktionelle Stoffe und Zutaten für den Sport am 8. und 9. November 2017 konnten in allen Bereichen neue Bestnoten erreicht werden.

Innovationen sind die Spezialität der PERFORMANCE DAYS. Die Messe für funktionelle Stoffe ist dafür bekannt, stets die neuesten Trends vor allen anderen Messen und Branchentreffs zu zeigen. Dafür werden besondere Tools wie das Focus Topic, das PERFORMANCE FORUM mit den PERFORMANCE TABLES und der PERFORMANCE WALL, die PERFORMANCE AWARDS, das Vortrags- und Workshop-Programm sowie die Guided Tours eingesetzt. Das Besondere daran: Nicht nur der Eintritt zur Messe im Münchner MTC, sondern auch alle hochwertigen Angebote sind kostenfrei!

Besucher- und Ausstellerplus
Die bis auf den letzten Platz besetzten Hallen des MTCs konnten deutlich mehr Besucher als bei der Vormesse im April, aber auch als beim Vorjahrestermin im letzten November verzeichnen. So stieg die Zahl der Fachbesucher von 1868 im November 2016 auf 2001 Besucher und knackte damit erstmals die 2000er-Marke. Dieses Wachstum entspricht einem Plus von 7,1%. Auch die Ausstellerzahl ist im Vergleich zum Vorjahr abermals gestiegen, im Herbst 2017 waren es 9,9% mehr. Mit den insgesamt 177 Ausstellern aus 23 Ländern waren alle Hallen bis auf den letzten Platz belegt, sodass der für November 2018 anstehende Umzug in die Hallen der Messe München der richtige Schritt ist. Denn bereits jetzt, kurz nach Öffnung der Aussteller-Registrierung, ist die Nachfrage höher als die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze.

Umzug nach Riem steht bevor
Wenn im kommenden Jahr am 28. und 29 November 2018 die PERFORMANCE DAYS bevorsteht, feiert die Messe nicht nur 10-jähriges Jubiläum, sondern ist auch das erste Mal auch in der neuen Location zu Gast. In Zukunft wird die Messe München zwei Mal pro Jahr auf dem Messegelände in München Riem eine Halle für die funktionellen Stoffe bereitstellen. Zum Auftakt wird die PERRFORMANCE DAYS in der Halle C1 stattfinden, die problemlos über den Nord-West-Eingang am Parkhaus West zu erreichen ist.

Alle Highlights auch online zu finden
Da die vergangene Messe gerade erst vorbei ist, gibt es wieder einen besonderen Service für alle Interessierten, die nicht ausreichend Zeit hatten: In Kürze sind alle Highlights und wichtige Informationen wie die Vorträge (auch als Podcast!), aber auch alle Stoffe des Forums unter www.performancedays.com zu finden. Und was noch wichtiger ist: Alle Stoffe des PERFORMANCE FORUMS kön-nen als Muster online bestellt werden, d.h. das Sourcing der Materialien kann ab sofort auch bequem im Büro erfolgen.
Besonderes Highlight der vergangenen Messerunde waren das Focus Topic „Thermal Technologies – From Fibre to Smart Textiles“, das die ganze Bandbreite von Wärmerückhalt und Erzeugung in der Sportbekleidung beleuchtet, sowie der ECO PERFORMANCE AWARD. Dieser wurde an Pontetorto vergeben für die Entwicklung des ersten Fleeces, das mit einer gebrushten Innenseite hergestellt wird, dessen Partikel und Fasern sogar in Meerwasser biologisch abbaubar sind. Diese Innovation wurde in Zusammenarbeit mit Vaude und Lenzing entwickelt. Auch der Workshop von Ana Kristiansson über die Möglichkeiten der Gründung einer Sportswear-Marke fand sehr großen Anklang.
Neben bekannten Ausstellern wie Invista, Cocona/37.5, Lenzing, Microban, 3M, bluesign, Burlington, Dyneema, Nilit, Outlast, Pertex, Polartec, Pontetorto, PrimaLoft, Schoeller, Singtex, Sympatex, Südwollle, Toray, und YKK konnte die Messe als Neuaussteller auch Freudenberg Performance Materials, Clo Insulation, Flying Textile, Inuheat Group, ISKO ARQUAS, Manifattura Effe Pi, The Woolmark Company und Tough Knitting Enterprise begrüßen.

Über die PERFORMANCE DAYS
PERFORMANCE DAYS “functional fabric fair” wurde 2008 als erste und einzige Veranstaltung speziell für funktionelle Textilien für die Sport- und Berufsbekleidung gegründet. Ziel der halbjährlichen Messe ist es, hochwertigen und innovativen Textilherstellern, Zulieferern und Dienstleistern die Möglichkeit zu geben, funktionelle Stoffe, Membranen sowie Beschichtungen, Laminate, Wattierun-gen, Ausrüstungen und Accessoires wie beispielsweise auch Garne, Tapes, Prints, Knöpfe und Reißverschlüsse zu präsentieren.
Die Fachbesucher der Messe - Modedesigner, Produktmanager, Einkäufer und Entscheider nahezu aller europäischen Sportmode- und Funktionsbekleidungs-Hersteller (Beispiele online unter: Visitor List) - finden damit genau zum richtigen Zeitpunkt im April/Mai und November das gesamte Portfolio hochwertiger Materialien. Dank der Spezialisierung auf Funktionstextilien ist das Timing entsprechend früh und optimal für Sommer- und Winter-Sportkollektionen gewählt. (Alle Messekataloge vorangegangener Veranstaltungen sind online unter „Catalogs“ sowie die aktuelle Aussteller-Liste unter „Exhibitor List“ abrufbar).
 
Die ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre unterscheidet die functional fabric fair von anderen, oft unüberschaubaren und stressigen Messen. Auch das macht die Münchener Messe im Herzen der europäischen Sportswear-Industrie zu der Top-Adresse für neue Stoffe, Innovationen und dem Branchentreff für Geschäftsbeziehungen.
Im einzigartigen PERFORMANCE FORUM der PERFORMANCE DAYS erhält der Besucher eine inspirierende und fundierte Übersicht über neue Materialien, Trends und Innovationen der Aussteller. Hier wird auch der (ECO) PERFORMANCE AWARD präsentiert.
Hochwertige Fachvorträge, Workshops und Guided Tours runden das Informationsangebot ab (Alle Vorträge sind nach der Messe auch online abrufbar - siehe „Presentation Library“).
Messeeintritt sowie alle Angebote sind für Fachbesucher gratis.

21.11.2017

ITALIENS LEITMESSEN GEWINNEN WIEDER AN BEDEUTUNG

  • Steigende Besucher- und Ausstellerzahlen
  • Internationalisierung kommt voran
Mailand (GTAI) - Die italienischen Messegesellschaften gehen gestärkt aus der Wirtschaftskrise des Landes hervor: Übernahmen und Fusionen haben für eine Konsolidierung in der Branche gesorgt, hinzu kommt die stärkere Internationalisierung führender Gesellschaften. Die großen Leitmessen werden wieder besser besucht, die Zahl der Aussteller steigt. Italien zählt zu den führenden Messestandorten in Europa, insbesondere was die Branchen Mode, Maschinenbau, Möbel und Nahrungsmittel betrifft.
  • Steigende Besucher- und Ausstellerzahlen
  • Internationalisierung kommt voran
Mailand (GTAI) - Die italienischen Messegesellschaften gehen gestärkt aus der Wirtschaftskrise des Landes hervor: Übernahmen und Fusionen haben für eine Konsolidierung in der Branche gesorgt, hinzu kommt die stärkere Internationalisierung führender Gesellschaften. Die großen Leitmessen werden wieder besser besucht, die Zahl der Aussteller steigt. Italien zählt zu den führenden Messestandorten in Europa, insbesondere was die Branchen Mode, Maschinenbau, Möbel und Nahrungsmittel betrifft.

Mehr als die Hälfte der italienischen Messegesellschaften berichtet, dass die Zahl der Aussteller und Besucher im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen ist. Das geht aus der jüngsten Umfrage des italienischen Messeverbandes Associazione Esposizioni e Fiere italiane (AEFI) hervor. Im Gesamtjahresvergleich scheint die Entwicklung weniger positiv, 2016 besuchten deutlich weniger Kunden Ausstellungen als noch 2015. Der wichtigste Grund dafür aber ist die Weltausstellung in Mailand, die 2015 mehr als 21 Millionen Besucher ins Land gelockt hatte.

Der AEFI-Umfrage zufolge kommen immer mehr Besucher und Aussteller aus nicht EU-Ländern zu den Messen in Italien. Besonders gut frequentiert seien die hochspezialisierten, international ausgerichteten Branchenmessen in den Bereichen Nahrungsmittel und Wein, Tourismus, Mode und Kosmetika, Möbel und Design sowie Maschinenbau.

Ein weiterer Trend ist der zunehmende Internationalisierungsgrad der italienischen Messelandschaft, so ist Zahl der ausländischen Aussteller 2016 wieder gestiegen, ihr Anteil lag bei 34 Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung ist aber auch die Tatsache, dass die Zahl der italienischen Aussteller in den Jahren der Wirtschaftskrise von 2009 bis 2015 zurückgegangen ist. Gleichzeitig setzen die italienischen Messeaussteller auf die Internationalisierung des Angebots, konkret gründen sie zum Beispiel Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen im Ausland. Nicht zuletzt fördert auch die italienische Regierung die Beteiligung kleinerer und mittlerer Unternehmen auf Messen im Ausland, sie setzt dabei auf Gemeinschaftsstände und Fördermittel.
 
Entwicklung der Messen in Italien *)
  2014 2015 2016
Anzahl der Veranstaltungen 54 57 56
Ausstellungsfläche (Mio. qm) 1,9 1,6 1,6
Anzahl der Aussteller 39.640 35.635 39.690
.. davon aus dem Ausland 12.610 12.601 13.379
Anzahl der Besucher 3.201.234 3.017.166 2.732.838
.. davon aus dem Ausland 779.096 805.960 551.013

*) Mitglieder des Verbands Comitato Fiere Industria

Quelle: Comitato Fiere Industria (CFI)
 
Konsolidierung der Messegesellschaften bietet Chancen
Die italienischen Messegesellschaften haben sich in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelt. Große Messezentren wie Mailand, Verona, Bologna und Parma behaupteten sich gemessen am Umsatz besser als Standorte zweiten Ranges. Positiv zu Buche schlägt die stärkere internationale Präsenz der Gesellschaften.

Die größte Messegesellschaft Italiens, die Messe Mailand, hat in den vergangenen Jahren mehrere Gemeinschaftsunternehmen im Ausland gegründet. In Indien und China arbeitet Fiera Milano mit der Hannover Messe zusammen. Mit der Messe Düsseldorf ist im Oktober 2017 eine Kooperation der Düsseldorfer Interpack mit der Mailänder Ipack-Ima, der beiden größten Messen Europas im Bereich Verpackungen und Verpackungsmaschinen, bekanntgegeben worden. Gleichzeitig fährt die Messe Mailand ihre Aktivitäten in Brasilien, Südafrika, Russland und Thailand zurück, Grund dafür ist die wirtschaftliche Lage in diesen Ländern. Insgesamt erzielte die Messe Mailand 2016 einen Umsatz von 221 Millionen Euro, davon 7 Millionen Euro im Ausland. Nach wir vor aber ist das Geschäft seit vielen Jahren defizitär, 2016 summierten sich die Verluste auf 23 Millionen Euro. Neben der schwierigen Finanzlage musste die Messe einen (Finanz)-Skandal, der die Infiltration einer Tochtergesellschaft durch die Mafia betraf, verkraften. Lediglich 2015 konnte die Gesellschaft - vor dem Hintergrund der Expo 2015 - schwarze Zahlen schreiben.

Im Jahr 2016 sind die Messegesellschaften von Rimini (wichtig in den Bereichen Umwelt, Tourismus, und Transport) und Vicenza (vor allem im Bereich Gold und Schmuck stark vertreten) zur Exhibition Group (IEG) fusioniert. Die Gruppe erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 125 Millionen Euro. Damit konnte sie die Messe Bologna - gemessen am Umsatz - aber nicht von Platz 2 der italienischen Anbieter verdrängen. Die Messe Bologna, die auch für die Ausstellungen in Modena und Ferrara verantwortlich zeichnet, weist für 2016 einen Umsatz von 132 Millionen Euro und einen Gewinn von gut 5 Millionen Euro aus. IEG und Messe Bologna bauen ihr Geschäft in Asien und insbesondere in China aus.

Die kleineren Messegesellschaften haben die lange Wirtschaftsflaute in Italien deutlich zu spüren bekommen. Die Messe in Brescia ist in Konkurs gegangen, die in Reggio Emilia musste von der Provinzverwaltung gerettet werden. Auch eine der wichtigsten Messen Süditaliens, die Fiera del Levante in Apulien, hat in den Krisenjahren an Bedeutung verloren. Der wichtigste Grund für die Konsolidierung der Messebranche ist das Überangebot von Veranstaltungen in Italien. Hier werden mehr als doppelt so viele Messen veranstaltet wie in Deutschland.

Einen Überblick über die wichtigsten internationalen Messen bietet der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA). Hier können auch Informationen über die Auslandsmesseprogramme des Bundes und der Bundesländer eingeholt werden (http://www.auma.de).
 
Kontaktadressen
Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA)
Littenstraße 9
10179 Berlin
Postfach 02 12 81
10124 Berlin
T +49 (0)30 240 00-0
F +49 (0)30 240 00-330
info@auma.de
http://www.auma.de

Comitato Fiere Industria (Industriemesse)
Via Pantano, 2
20122 Mailand, Italien
T +39 (0)2 720 002 81
info@cfionline.net
http://www.cfionline.net

Associazione Esposizioni e Fiere italiane (Italienischer Verband der Messen und Ausstellungen)
Via Emilia, 155
47900 Rimini, Italien
T+39 (0)541 744 230
info@aefi.it
http://www.aefi.it
Weitere Informationen:
Messen Italien
Quelle:

Robert Scheid, www.gtai.de