|
GFK Studie 2006
Die Bekanntheit des Labels „Textiles Vertrauen
– schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“ hat in den letzten
vier Jahren um fast das Doppelte zugenommen. Das ist das Ergebnis einer
repräsentativen Umfrage, welche die GfK Marktforschung, Nürnberg, zwischen
dem 6. und 13. Oktober 2006 im Auftrag der Deutschen Zertifizierungsstelle
Öko-Tex unter 1.046 Personen ab 14 Jahren in Deutschland durchgeführt
hat. Mit 46% gab bei der Studie zu Textilsiegeln fast die Hälfte aller
Befragten an, das Öko-Tex Prüfzeichen schon einmal gesehen zu haben. 2002
war das Label lediglich 24% der Bevölkerung bekannt.
Hinsichtlich der Bedeutung einzelner Aspekte beim Textilkauf spielen Qualität
(89%) und Preis (86%) der Produkte nach wie vor die wichtigste Rolle für
den Verbraucher. An dritter Stelle rangiert mit 79% allerdings bereits
die Hautverträglichkeit von Bekleidung und anderen textilen Artikeln.
Dieses Qualitätsmerkmal hat gegenüber der letzten Befragung ebenso weiter
zugelegt, wie die Faktoren „schadstoffgeprüfte Textilien“ (55% gegenüber
42% im Jahr 2002) und „umweltfreundliche Herstellung“ (45% gegenüber 35%
vor vier Jahren). Insgesamt kann also eine deutliche Sensibilisierung
der Bevölkerung für die Themen Unbedenklichkeit von Textilien sowie Umweltschutz
festgestellt werden – beides Tendenzen, denen die Öko-Tex Gemeinschaft
mit den Schadstoffprüfungen nach Öko-Tex Standard 100 und der Zertifizierung
von umweltfreundlichen Betriebsstätten nach Öko-Tex Standard 1000 bereits
seit den 1990er Jahren aktiv begegnet.
Bekannter als der Öko-Tex Standard 100 ist laut der GfK-Umfrage derzeit
lediglich der „Blaue Engel“, von dem 49% aller befragten Personen äußerten,
ihn zu kennen. Dieses Zeichen wird hauptsächlich für Farben und Lacke,
Tapeten, Papierprodukte bzw. die Nassreinigung in Textilreinigungen usw.
vergeben. Sein guter Bekanntheitsgrad ist Ergebnis einer rund 25-jährigen
Arbeit für ökologisch optimierte, nicht-textile Produkte und Dienstleistungen.
Dem Öko-Tex ähnliche Siegel wie der „Grüne Baum“ des Otto-Versands, „TCM“
von Tchibo, „Hess Natur“, „Toxproof“ des TÜV-Rheinland oder „With care
from C&A“ hingegen, liegen im Ranking der Marktforscher mit großem Abstand
hinter dem Label „Textiles Vertrauen“ und erreichen bis auf eines nicht
einmal einen Bekanntheitsgrad von 11%. Bestätigt wird durch die Studie
einmal mehr die Beobachtung, dass Frauen sämtliche Textilsiegel geläufiger
sind als Männern und dass sie diese deshalb auch eher in die Kaufentscheidung
mit einbinden. Insgesamt achten jedoch nur 18% aller Interviewpartner
beim Kauf von Textilien auf eine entsprechende Produktkennzeichnung. Deutlich
übertroffen wird dieser Wert beim Öko-Tex Standard 100: Hier bietet das
Label für 28% der befragten Verbraucher eine wichtige Orientierungshilfe
im Textil- und Bekleidungshandel und nimmt damit den Spitzenplatz im Vergleich
der auf dem Markt befindlichen Zeichen ein.
Auch was die Bewertung der Textilsiegel in Bezug auf ihre wesentlichen
Kernaussagen betrifft, führt der Öko-Tex Standard 100 das Label-Ranking
der GfK-Forscher an. Dass Produkte mit diesem Prüfzeichen „frei von Schadstoffen“
sowie „besser für meine Haut“ sind, äußerten beispielsweise 55% der Befragten.
Weitere 54% meinten, dass das Label ein „vertrauenswürdiges Siegel“ ist,
52% wussten, dass Öko-Tex zertifizierte Produkte „von einer unabhängigen
Prüfstelle“ kontrolliert werden und 51% gaben an, dass die Prüfung „nach
strengen Richtlinien“ erfolgt. Keines der drei anderen zum Vergleich ausgewählten
Textilsiegel („With care from C&A“, TCM, „Grüner Baum“) konnte diese Prozentwerte
auch nur annähernd erreichen und damit eine derart klare Zuordnung des
Labels zu kommunizierten Kernaussagen aufweisen. Diese Werte verdeutlichen,
dass das Label „Textiles Vertrauen“ nicht nur das bekannteste Zeichen
für schadstoffgeprüfte Textilprodukte aller Art ist, sondern auch die
größte Transparenz und das deutlichste Aussageprofil für den Verbraucher
besitzt.
Nähere Informationen zum Öko-Tex Standard 100 finden Interessierte im
Internet unter www.oeko-tex.com.
|